z 240 stránek
Titel
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Ib
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Vorwort
I
II
Urkunden und Regesten
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Orts- und Personenverzeichnis
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Sachverzeichnis
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Název:
Urkundenbuch der Stadt Krummau in Böhmen, vol. I
Autor:
Schmidt, Valentin; Picha, Alois
Rok vydání:
1908
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
240
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Urkunden und Regesten
- 206: Orts- und Personenverzeichnis
- 233: Sachverzeichnis
Strana 193
57—70.
57.
Czizkrajow vielleicht = Sitzkreis bei Schweinitz.
59.
Wie aus der späteren Urkunde n. 70 hervor-
geht, wurde der Weingarten nicht nur vom
rosenberg. Kaplan Simon, sondern auch
vom Pfarrer in Krummau Andreas, Notar
des Herrn Peter v. Rosenberg, erkauft.
Simon war wahrscheinlich Schlosskaplan
in Krummau, so dass also die Pfarrkirche und
Georgikapelle zwischen 1312 und 29 entstanden
sein müssen. Andreas ist der erst erwähnte
Krummauer Pfarrer und begegnet uns
als solcher noch 1336.
Toeblich = Döbling (Wien XIX),
= Hohe Warte (Unterdöbling).
Hohenwart
60.
Burggraf Přibík gehörte dem Geschlechte der
Poreschinger an. Burggraf ist er noch 1337;
Luckhaue = Lagau; Wolech nennt sich hier von
Kirchschlag.
61.
Die Stadt Krummau zum
als Einlagerort genannt.
erstenmal
63.
Der erste Jude in Krumman Merclin
(Markus) wird 1336 erwühnt. Vgl. n. 68.
65.
Den Ablass erwirkte wohl Abt Tho-
mas v. Hohenfurt, der am 21. Okt. in Wien
einen Weingarten kaufte, am 26. auf der Rückreise
wohl iu Póchlarn und am 28. in Freistadt anwe-
send war. (Vgl. Quellen z. Gesch. d. Stadt Wien
I,., und F. r. A. 23,,). Die Gründung des
Jodokspitales mag mit der Geburt Jo-
doks v. Rosenberg zusammenhängen.
67.
Der Weihbischof Pfibislaus v. Satoria
weihte 10. Sept. 1313 auch die Kapelle in Lagau
ein; er oder der Weihbischof Hermann ,ep.
Prysirinensis^ (1315, 2. Febr. in Goldenkron
[F. r. A. 37,4 f.] T in Goldenkron 1322, 27. Okt.)
oder der Weihbischof Rudolf ep. Syriquensis
(weiht1326, 20, Jünner Altüre in Hohenfurt F. r. A.
23,2) mögen auch die Schlosskapelle und
Jodokkirche geweiht haben.
Schmidt-Picha, Urkundenbuch der Stadt Krummau.
193
69.
Ein Beweis, dass die Krummauer be-
reits 1336 das Meilenrecht hatten und
dass das Privileg 1347 nur als eine Be-
stätigung oder Erweiterung eines nicht
mehr vorhandenen älteren Stadtrechtes
aufzufassen ist. Bezeichnend ist der deutsche
Wortlaut und die deutschen Bürgernamen, sowie
die Passauer Währung. — Am 23. Juli 1555
bestätigte Wilhelm v. Rosenberg den Priethalern
das Brau- und Schankrecht von Lichtmess bis Galli.
Sonst sollten sie das Bier von Krummau beziehen.
Wie seit alter Zeiten sollten sie zur St. Veitkirche
3 fi. (!) Passauer Münze zahlen. (Abschrift im
Krumm. Stadtarchiv.)
An der Spitze der Gemeinde stand ein Richter
(iudex), ihm zur Seite 12 Geschworne (iurati, con-
sules). Die Erblichkeit des Richteramtes ist in
Krummau nicht nachweisbar. Im Jahre 1385 tritt
uns zum erstenmale ein Bürgermeister entgegen
(magister civium, magister consulum), neben ihm
und dem Richter erscheinen 10 Konsuln. Während
1385, 1425 und 1443 noch der Richter vorm
Bürgermeister genannt wird, erscheint letzterer
1456, 1463 und 1466 an erster Stelle, ein Beweis,
dass der Kampf gegen den Richter Barta 1443 mit
dem Siege der Gemeinde endete. Daneben er-
scheinen als Gemeindeangestellte der Ratschreiber
(notarius), der Fronebote (Gemeindediener, praeco)
und der Gemeindehirt. — Die Konsuln wurden
jährlich gewählt und beeidet, das Bürgermeisteramt
führten die Konsuln abwechselnd je einen Monat
lang. Aus den Konsuln wurde auch der Richter
gewählt, dessen Amt mehrere Jahre dauerte. Die
Konsuln waren Losungherren (lozunker), und hatten
andere Verpflichtungen (Überwachung der Dücker,
Fleischer, der Häuser in Bezug auf Feuergefahr).
Neben der städtischen gab es als zweite Instanz
ein herrschaftliches Gericht (scabini nostri 1347),
wahrscheinlich das sogenannte consilium der Ro-
senberger mit dem Burggrafen an der Spitze. In
wichtigeren Angelegenheiten wurden auch andere
beigezogen „communes civitatis“, „obecní města“
(1386, 1443 . .).
70.
Vgl. n. 59! — Dieser Weingarten wurde mit
andern vom Abte Paul v. Hohenfurt 19. Nov. 1462
dem Propst Stephan von St. Dorothea in Wien ver-
kauft (Quellen z. Gesch. d. Stadt Wien I,444—:)
und so kamen die beiden Urkunden (59 und 70)
ans Stift St. Dorothea. — Als rosenb. Notar ist
uns Andreas sonst aus keiner Urkunde bekannt.
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