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Titel
I
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- s. 422: … mit einer Normierung der Rechte der fremden Kaufleute durch die Prager Altstadt und die damalige Neustadt (nova civitas Pragensis sub castro) ein,…
- s. 424: … erweitern. Denn die Satzung von Richter, Schöffen und Rat der Prager Altstadt vom J. 1328 versteht unter Gast jeden, der da ist…
- s. 426: … Begünstigung der Regensburger erwachsenen Nachteile hinwiesen. Auch die Beziehungen der Prager Altstadt zu Eger waren nicht die besten. Die Egerer beanspruchten, gestützt…
- s. 428: … die Gäste nicht verstummten, so haben Richter und Schöffen der Prager Altstadt mit Rat der Altesten unter Berufung auf die zitierte königliche…
- s. 433: … ist, ferner die Bindung des Handels mit Auslandwaren an die Prager Altstadt. Dagegen entspricht die fünftägige, dem Gast zur freien Durchfuhr ge¬…
- s. 436: … und purger der großern stat zu Prag tuen kunt...), die Prager Altstadt. 437 land Peheim unde Merhern, also ab eyn gast seine…
- s. 437: … stehen, in welcher von der Verleihung des Niederlagsrechtes an die Prager Altstadt gesprochen und den Breslauer Kaufleuten und Bürgern die Befreiung von…
- s. 441: … Es kann als gewiß angenommen werden, daß der Rat der Prager Altstadt diese Bestimmung, die den Pragern die Verwirklichung eines territorialen Handelsmonopoles…
- s. 442: … haben als die einer theoretischen Formulierung des handelspolitischen Programmes der Prager Altstadt. Denn in Wirklichkeit blieb durch die gleichzeitige und spätere Verleihung…
- s. 442: … Konkurrenten in nächster Nähe, der kurz zuvor gegründeten Neustadt. Die Prager Altstadt war bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts zu einer reichen…
- s. 443: … Waren werden zur Hälfte der königlichen Kammer, zur Hälfte der Prager Altstadt zugewiesen. 1400, 20. Juli wurde der Straßenzwang speziell für den…
- s. 443: … und das mit ihm verbundene Verbot des Gästehandels außerhalb der Prager Altstadt konnten niemals die Wirkung eines posi tiven Niederlagszwanges haben. 4)…
- s. 444: … wurden der Straßenzwang und das Verbot des Gästehandels außerhalb der Prager Altstadt erneuert.4) Die Husitenzeit brachte mit dem Rückgang der Handelsbeziehungen zum…
- s. 444: … kam, wurde auch die alte Beschränkung des Gästehandels auf die Prager Altstadt erneuert; die Lagerherren sollten nur in der Altstadt Handel treiben…
- s. 446: … auf diese Weise monopoltsierten. Die aufstrebende, in der Entwicklung begriffene Prager Altstadt mußte es schwer empfinden, daß sie mit der Deckung ihres…
- s. 452: … Dem Hansgrafen lag es ob, über die Einhaltung der der Prager Altstadt verliehenen Han delsvorrechte zu wachen; über seine beziehungsweise seiner Boten…
- s. 453: … Seine Tätigkeit erstreckte sich somit soweit, als die Zwangsrechte der Prager Altstadt seit 1393 reichten, nämlich über ganz Böhmen. Für den Hansgrafen…
Název:
Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte der Stadt Prag im Mittelalter. II. Das Gästerecht, MVGDB 44
Autor:
Pick, Franz
Rok vydání:
1906
Místo vydání:
Praha, Wien
Počet stran celkem:
46
Obsah:
- I: Titel
- 421: Articulus
Strana 446
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—
Obstmarkt hatte, so war dieses ausschließende Marktrecht durch die Ein--
führung der kurzen Verkaufsfrist tatsächlich zu einem strengen Niederlags-
recht gesteigert. Die Altstadt sicherte sich dasselbe überdies noch dadurch,
daß der Marktzoll fällig wurde, sobald der Marktfahrer die Kleinseitner
Tore oder den Botičbach passiert hatte, bevor also das Marktgut den
Markt erreicht, ja ehe es das eigentliche Stadtgebiet berührt hatte.1)
Auffallenderweise bestand für den so wichtigen Getreidemarkt keine
ähnliche zeitliche Beschränkung. Auch die Wiederausfuhr des unverkauften
Getreides wurde, von Ausfuhrzöllen abgesehen, nicht weiter behindert.2)
Die in einzelnen Ratssatzungen des 16. Jahrhundertes hervortretende
Rücksichtnahme auf das Interesse der Gästes) ist nicht der Beginn einer
fortschrittlicheren städtischen Wirtschaftspolitik, sondern eine Folge der
sich damals häufenden Verfügungen gegen den Vorkauf.
B. Die Holzniederlage.
Die Ausbildung eines Niederlagsrechtes für das zugeflößte Holz
zeigt das typische Bild mittelalterlicher Stadtwirtschaftspolitik, weist aber
im Vergleiche mit der im vorigen behandelten Gestaltung des Gäste-
rechtes eine schnellere und geschlossenere Entwicklung auf.4) Der Holz-
handel befand sich zu Beginn des 14. Jahrhundertes vollständig in den
Händen der Bewohner des oberhalb Prags an der Moldau gelegenen
Podskal, welche teils selbst Flößerei trieben, teils das talwärts geflößte
Holz aufkauften und den Holzhandel auf diese Weise monopoltsierten.
Die aufstrebende, in der Entwicklung begriffene Prager Altstadt mußte
es schwer empfinden, daß sie mit der Deckung ihres Bedarfes an Holz,
insbesondere an Bauholz (ligna apta edificiis) an den Podskaler
Markt gewiesen war; darob Klagen der Prager vor König Johann
über den ihnen von den Podskalern zugefügten Schaden. Zum erstenmal
erhebt sich die wirtschaftlich aufblühende Stadt gegen ihren Nachbar,
um eine wirtschaftliche Position desselben, die sie in ihren Expansions-
1) Rod. 203 d. Prager städt. Arch., Fol. 14 a. Ordnung für den Obstmarkt
v. I. 1413.
2) Prager städt. Arch. Urk. Nr. 9 (Marktordnung v. I. 1503) und Kod.
Nr. 203, F. 31 b.
3) Hier kommen besonders die fremden Leinwandhändler in Betracht. Kod.
Nr. 203, F. 116 des Prager städt. Arch.
4) Vgl. Emler J., Pořádek plavců a právo pořičné v Podskalí in
Památky archaeologické a místopisné VII, 1 u. flg.