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Titel
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- s. 278: … et eccle- siam s. Mariae; fronhof) an das Kapitel der Prager Kirche vom 31. Dezember 13521) enthalten. Soweit die in diesem alten…
- s. 288: … de libra) ausgewiesen wird,4) welcher bis dahin dem Kapitel der Prager Kirche gehört hatte und später wieder gehörte.5) Im Jahre 1318, 2.…
- s. 290: … der von Karl IV. bestätigten, angeblich Bořiwoischen Schenkung2) an die Prager Kirche hatte letztere den Altstädter Fronhof samt den dazu gehörigen Einkünften…
- s. 290: … ist nicht ersichtlich, ob sich die Schenkung auf die der Prager Kirche verliehenen Ein künfte oder auch auf einen der im Kaufhofe…
- s. 290: … Jahre 1349, 8. November, 4) wird aber das Kapitel der Prager Kirche als Inhaber „des zum Kaufhofe gehö¬ rigen Zolles“ (thelonium ad…
Název:
Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte der Stadt Prag im Mittelalter. I. Das Prager Ungeld im 14. Jahrhundert, MVGDB 44
Autor:
Pick, Franz
Rok vydání:
1906
Místo vydání:
Praha, Wien
Počet stran celkem:
46
Obsah:
- I: Titel
- 277: Articulus
Strana 290
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—
Einer näheren Untersuchung bedarf das Verhältnis des Prager
Kapitels zu den Erträgen des Prag-Altstädter Fronhofes; es handelt
sich hiebei um die Feststellung, ob das Prager Kapitel an dem Altstädter
Fronhofzoll, beziehungsweise dem späteren Ungeld irgendwie beteiligt
war.1) In der von Karl IV. bestätigten, angeblich Bořiwoischen Schenkung2)
an die Prager Kirche hatte letztere den Altstädter Fronhof samt den dazu
gehörigen Einkünften aus der daselbst befindlichen Wage, dem Hohlmaß
und dem im Fronhofe errichteten besonderen Gästegericht erhalten
(curiam hospitum in medio civitatis Prage et pondus et tynam
et iudicium ad curiam pertinens). Eine Mitverleihung des in
dem Zeugnis über die Schenkung erwähnten Zolles hat nach dem
Wortlaute nicht stattgefunden. Im Jahre 11353) erhielt das Wysche
hrader Kapitel als Dotation für das auf der Altstadt befindliche Hospital
(hospitale s. Marie) den dritten Teil der Erträge des Kaufhofes
(in curia hospitum mercatorum tertius nummus). Aus der knappen
Form der über diese Schenkung erhaltenen Notiz ist nicht ersichtlich,
ob sich die Schenkung auf die der Prager Kirche verliehenen Ein
künfte oder auch auf einen der im Kaufhofe erhobenen landesfürstlichen
Zölle erstreckte; es ist aber ganz unwahrscheinlich und kaum anzunehmen,
daß sich der Landesfürst durch die Verschenkung der Zolleinnahmen aus
dem Altstädter Fronhofe einer seiner bedeutendsten Einnahmsquellen
entäußert haben könnte. Im Jahre 1349, 8. November, 4) wird aber
das Kapitel der Prager Kirche als Inhaber „des zum Kaufhofe gehö¬
rigen Zolles“ (thelonium ad letam curiam pertinens) genannt
und erhält von Karl IV. die Versicherung, daß die Gründung der Neu-
stadt diesen Einnahmen des Kapitels nicht zum Abbruche gereichen
solle, indem von allen Waren, nämlich von Getreide, Kramwaren, Tuch,
Häringen, Wein, Salz und allen übrigen Produkten ohne Rücksicht darauf,
in welcher der Prager Städte sie verkauft werden, das gewohnte thelo-
neum in den Kaufhof zu entrichten ist. Diese Urkunde scheint mir,
trotz ihres Wortlautes, nichts anderes sagen zu wollen, als daß die
Interessen des Kapitels, welche durch die Umgehung des Fronhofes, des
1) Winter, Český obchod ve XIV. věku (Nová česká revue 1904),
— Seite 562.
2) Beziehungsweise in dem in dieser Bestätigung reproduzierten Zeugnis des
Radko über jene Schenkung.
3) Reg. Boh. et Mor. I, 99.
4) Pelzel, Karl IV. Urkundenbuch I, 70.