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- s. 278: … et eccle- siam s. Mariae; fronhof) an das Kapitel der Prager Kirche vom 31. Dezember 13521) enthalten. Soweit die in diesem alten…
- s. 288: … de libra) ausgewiesen wird,4) welcher bis dahin dem Kapitel der Prager Kirche gehört hatte und später wieder gehörte.5) Im Jahre 1318, 2.…
- s. 290: … der von Karl IV. bestätigten, angeblich Bořiwoischen Schenkung2) an die Prager Kirche hatte letztere den Altstädter Fronhof samt den dazu gehörigen Einkünften…
- s. 290: … ist nicht ersichtlich, ob sich die Schenkung auf die der Prager Kirche verliehenen Ein künfte oder auch auf einen der im Kaufhofe…
- s. 290: … Jahre 1349, 8. November, 4) wird aber das Kapitel der Prager Kirche als Inhaber „des zum Kaufhofe gehö¬ rigen Zolles“ (thelonium ad…
Název:
Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte der Stadt Prag im Mittelalter. I. Das Prager Ungeld im 14. Jahrhundert, MVGDB 44
Autor:
Pick, Franz
Rok vydání:
1906
Místo vydání:
Praha, Wien
Počet stran celkem:
46
Obsah:
- I: Titel
- 277: Articulus
Strana 278
278
—
spitum in medio civitatis Pragae; laeta curia alias Tyn; curia
communis, quae vulgariter Thyn nuncupatur; curia hospitum,
quae Tyn seu laeta curia vulgariter nuncupatur, in civitate
Pragensi inter claustrum s. Jacobi fratrum minorum et eccle-
siam s. Mariae; fronhof) an das Kapitel der Prager Kirche vom
31. Dezember 13521) enthalten. Soweit die in diesem alten Tarifbruch¬
stück geregelte Abgabe von Kauf und Verkauf in natura entrichtet wird
ist sie, einige Fälle ausgenommen, mit 1/40 der umgesetzten Waren, also
mit 2.5% angesetzt. Soweit dagegen der Zoll Geldzoll ist, herrscht der
Satz von 4 Denaren von der Mark Silber des Preises vor. Eine Gegen-
überstellung dieses alten Zolltarifes und des Prager Ungeldtarifes des
14. Jahrhundertes zeigt auf den ersten Blick die Übernahme des alten
Vierpfennigsatzes (von der Mark des Umsatzes 4 Den.) in alle nach dem
Preise veranlagten Ansätze des Ungeldtarifes (für den Kauf und Verkaus
von Wein zur Ausfuhr, Tuch, Kramwaren, Hopfen, Fische bestimmter
Art). Die Abgabe von 4 Den. nach dem Ungeldtarif ist aber der ent-
sprechenden Abgabe des alten Tarifes nur dem Ansatze, nicht dem effek-
tiven Werte nach gleich. Denn zwischen beiden Tarifen liegt die Währungs-
reform des Jahres 1300, und die Mark des alten Zolltarifes ist nicht
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die Mark des Ungeldtarifes, ersteres die Gewichtsmark von 253.2 g,2)
letzteres die Zählmark von 60 Groschen à 12 Den. (= 720 Den.)
welche sich nur in den ersten Jahren der Groschenwährung mit der rauhen
Mark deckte. Die Deutung der auf die Mark Silber gelegten Ansätze des
alten Tarifes3) bietet große, wenn nicht unlösbare Schwierigkeiten. Will
man unter der Mark Silber die Mark Feinsilber verstehen, so erscheint
die Abgabe in ihrer Veranlagung als höchst primitio und technisch unvoll
kommen; denn die Abgabe von 4 Den. von dem gleichbleibenden Silber-
1) Tomek, Základy, I. S. 147 flg., und Huber, Reg. Karl IV. n. 1440.
2) Smolík in Österr.-ungar. Monarchie in Wort und Bild, Band Böhmen II.
S. 581 u. flg.; derselbe, Denáry Boleslava I., Boleslava II., Bole-
slava III. a Vladivoje, S. 20 (hier 253.172 g.). Nach Luschin (Archin
f. österr. Gesch., 47, I. S. 240) 250.1138 g. Für die Annahme einer Zähl-
mark von 160 Den. fehlt für Böhmen jeder Anhaltspunkt.
3) Es handelt sich um folgende Stellen: Si husones venduntur pro
argento, de qualibet marcha IV den., si pro panno, de quolibet
panno IV den. Mercatores de extraneis partibus, si vendunt
cutes . .. pro argento, de qualibet marcha IV den.... Quicumque
venit cum pecunia pro equis aut aliis rebus emendis, de marcha
argenti dat IV den., de auro secundum valorem argenti.