z 706 stránek
Titul
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Inhaltsübersicht
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Vorwort
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XII
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- s. 233: … 118. Vorschläge2 des Schwäbischen Städtebundes betr. eine Einung mit der St. Georgen- lad 1434 schild-Ritterschaft, im März 1430 auf einem Tage des…
- s. 237: … stehen müßsten. 4 Gemeint ist wohl: werden die (in der St. Georgen- schild-Gesellschaft organisierten) Herren insgesamt oder einzeln verklagt. Da oben fursten…
- s. 244: … 121. Vorschläge des Schwäbischen Städtebundes betr. eine Einung mit der St. Georgen- 1434 schilds-Ritterschaft, überreicht auf dem Tage zu Kirchheim. [ad 1434…
- s. 395: … zu geben, hat der Kaiser gen. Bischof, einige von der St. Georgen- schild-Ritterschaft und Städteboten zu Hzg. Ludwig und seinem Sohne geschickt;…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Abt. 5. (1433-1435)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1898
Místo vydání:
Göttingen
Počet stran celkem:
706
Obsah:
- Ia: Titul
- Ie: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 599: Chronologisches Verzeichnis
- 613: Orts-Personen-Namen Register
- 645: Zusätze und Verbesserungen
Strana 237
D. Verhandl. wegen eines Schwäb. Landfriedens, fortges. zu Kirchheim unter Teck 1434 März 7 nr. 117-124. 237
were, da haben wir ietzunt von kaiserlicher macht zû richten gegeben und
geseczt mit namen die und die etc. also welher tail zû dem andern zû sprechen hett
oder gewûnne und das den obgenanten, die wir zû richten geseczt haben, allen oder einem
under inen verkundet, die soln denn beiden partien einen tage fur sich seczen an ein ge-
5 legen stat und in den tag verkunden einen monad zůvor und uf den tag der clagenden
partien ansprach und des andern tails antwurt verhoren und auch was ieglichem tail not-
durftig ist fürzůwenden. und wann das also verhôrt ist, so soln dieselben richter vorab
besehen, ob sie die sachen mit wissen ubertragen môgen1. mocht aber das nit gesin,
was sie dann samentlich oder der merer tail uf ir aide nach ir besten verstentnûs zum
10 rechten herkennten und sprechent in irem versigelten ußsprûch, den si ieglicher partien
heim zû huse schicken solent in sechs wochen und dri tagen nach der zit als man von
dem obgenanten tage schaidet, das sollent dieselben partien halten vollfuren und dabi
genzlich bliben on intrag und one al geverde. und solich urtaile und ussprüch sollent
auch zû einer ieglichen zite beschehen uf den eide nach irer besten erkentnûs.
[3] Wer’ es auch, das die vorgenanten fürsten graven herren ritter oder
knechte samenthaft oder sunderbar icht zû sprechen hetten oder gewonnen
an deheinen der obgenanten stete burger ainzelige personen 2, dorumb sol
dieselb stat dem clager denselben iren burger von irem rate und einen unverzogen rechten
stellen und das geverlich nit verziehen. [3a] des gelichen ob ein ainzliger burger
20 usser einer stat icht zû sprechen hett oder gewünne an einen fursten graven
ritter oder knecht 3, treffe das einen fursten oder graven an, so solle er demselben
clager eins unverzogen rechten gestaten und gehorsam sin vor sinen gemainen reten, die
er dorzů beschaidet ungevarlichen. und was also mit recht erkant wirt uf den aide uf
beide siten, das sol on intrâg vollfürt und vollenzogen werden, als dick das not ge-
25 schicht on geverde. treffe es aber die gemainen herschaft 4 oder einen besûnder
an, so sol es mit recht usgetragen werden uf ire hôptlute die sie dorzû beschaident, die
auch das mit recht uf den aide, als vor geschriben stett, ustragen sollent on geverde.
[4] Was auch on allen züspruchen lehen antriffet 5, das sol man furderlich und on
intrâg wisen für den herren, daher die gûte zû lehen ruren on geverde. [4"] treffen
so auch soliche zûspruch erb und aigenthûm an 6, das sol verrechtiget und usgetragen
werden an den gerichten und an den enden, da soliche erb gevallen ist und da die gût
gelegen sint, da auch dem clager eins unverzogen rechten nach des gerichtz recht und
15
nicht der Fall von Klagen eines Fürsten gegen
Herren, Ritter und Knechte und umgekehrt, sowie
35 von Herren, Rittern und Knechten gegeneinander,
— wohl ein Uberschen des Verfassers. — Nach-
her trifft art. 3 Fürsorge nur noch für Klagen
gegen einzelne Bürger und umgekehrt einzelner
Bürger gegen Fürsten, Grafen und Herren, art.
40 6-7 für Klagen der fürstlichen Diener und der
fürstlichen Ritter und Knechte untereinander.
Wegen der Entscheidung „mit Wissen" vgl.
Weizsäcker, RTA. Bd. 2 p. 76.
Entsprechend geregelt in nr. 118 art. 2a; nr.
45 120 art. 3b. 5b. 6e; nr. 122 art. 3.
3
Während also sonst die Landfriedensmitglieder
vor den vom Kaiser gesetzten Landfriedenshaupt-
leuten Recht stehen müssen, erhalten hier Fürsten,
Grafen, Herren, Ritter und Knechte, sowie sie von
50 einzelnen Bürgern verklagt werden, einen Gerichts-
stand aus ihren eigenen Reihen. Die Begründung
giebt wohl der scheinbare Parallelismus zu art. 3
(Klagen der Fürsten etc. gegen einzelne Bürger).
Dieser formale Parallelismus ist thatsächlich aber
Ungleichheit. Wirkliche Gleichheit, die dem art. 3
entspräche, wäre nur die (ziemlich selbstverständ-
liche) Bestimmung, daß die einzelnen Diener,
Bürger, Landleute (arme Leute) etc. der Fürsten,
Herren etc., wenn sie von ganzen Gemeinden ver-
klagt werden, entweder gemäß ihrem ordentlichen
Gerichtsstand in ihren Gerichten oder vor den
fürstlichen Räten zu Recht stehen müßsten.
4
Gemeint ist wohl: werden die (in der St. Georgen-
schild-Gesellschaft organisierten) Herren insgesamt
oder einzeln verklagt. Da oben fursten graven ritter
oder knecht genannt sind und dann unterschieden
wird: 1) treffe das einen fursten oder graven an
und hier 2) treffe es aber die gemainen herschaft
oder einen besunder an, so muß die herschaft wohl
die Ritter und Knechte in sich begreifen.
5
Vgl. art. 6a. Ein entsprechender Artikel fehlt
in nr. 118 (u. 121). 120. 122. Die Bestimmung
ist traditionell und fast selbstverständlich.
Vgl. nr. 118 (u. 121) art. 5a; nr. 122 art. 5.