z 706 stránek
Titul
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Inhaltsübersicht
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Vorwort
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 449: … von Lübeck und Augsburg und dem Propst Tilman 4 von St. Florin zu Koblenz, besonders erteilt hatte: nämlich den Kaiser in ge-…
- s. 493: … päpstlichen Auditor Johann von Palomar und den Propst Tilman von St. Florin zu Koblenz geschickt. 10 40 45 b. Kaiserliche Propositionen nr.…
- s. 501: … päpstliche Auditor Johann von Palomar und der Propst Tilman von St. Florin in Koblenz vom Konzil beauftragt, in Mainz zwischen Klerus und…
- s. 501: … übrigens von dem Abt von Maulbronn und dem Propst von St. Florin gemeinsam ausgestellte Urkunde vom 12 Januar 1435 bezeugt: daß Palomar…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Abt. 5. (1433-1435)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1898
Místo vydání:
Göttingen
Počet stran celkem:
706
Obsah:
- Ia: Titul
- Ie: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 599: Chronologisches Verzeichnis
- 613: Orts-Personen-Namen Register
- 645: Zusätze und Verbesserungen
Strana 449
Einleitung.
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Die Verhandlungen über eine Einung zwischen der Ritterschaft mit
St. Georgenschild und dem Schwäbischen Städtebunde hatte Sigmund, wohl
in der Hoffnung, so wenigstens etwas zu erreichen, dieses Mal auf zwei Punkte beschrän-
ken wollen: die Herstellung einer geordneten Rechtsprechung zwischen beiden Parteien und
5 das Verbot der Unterstützung von Feinden der einen Partei durch die andere (vgl. nrr. 240
u. 243). Aber die Vertreter der Ritterschaft brachten auch andere Punkte zur Sprache,
wogegen die Gesandtschaft des Städtebundes ihre Inkompetenz erklärte. Schließlich wurde
ein neuer Tag zwischen beiden Teilen nach Ulm angesetzt auf den 28 Oktober; da den
Städten indes die Zeit zu kurz war, wünschten sie seine Verschiebung bis auf die Zeit um
10 Martini (vgl. nr. 243). Er scheint aber überhaupt nicht zustande gekommen zu sein.
C. Verhältnis K. Sigmunds zum Baseler Konzil nr. 248-254.
25
35
Die wichtigste Aufgabe der Konzilsgesandtschaft, die am 16 August sich in Regens-
burg einstellte, betraf die Böhmenfrage 1. Nebenbei aber wurde auch mit dem Kaiser
über die verschiedensten Gegenstände verhandelt. Darüber besitzen wir zwei Berichte,
15 die um so wertvoller sind, als sie von Teilnehmern an den Verhandlungen herrühren. Der
eine, schon früher gedruckte (nr. 248) hat den Aegidius Carlerii, Dekan der Kirche zu
Cambray, zum Verfasser und findet sich in dessen Liber de legationibus concilii Basi-
liensis2; der andere, bisher noch unbekannt (nr. 249), wurde vom Bischof Johann von
Lübeck nach seiner Rückkehr aus Regensburg im Konzil erstattet: die einzige Vorlage,
20 die wir seinem Abdruck haben zu Grunde legen können, ist eine Abschrift des an den
Kaiser geschickten Exemplars3 des Berichtes.
Die Darstellung des Carlerii betrifft Verhandlungen, die am 30 und 31 August
stattfanden und dadurch veranlaßt wurden, daß die Gesandten in ihrer Gesamtheit durch
ihren Sprecher Johann von Palomar den Kaiser der Zuneigung und des Vertrauens des
Konzils versichern und um die Bestellung eines Protektors bitten ließen, und nun der
Kaiser die Gelegenheit ergriff, über mancherlei Dinge, die ihm am Herzen lagen, sich
auszulassen. Der Bericht, den der Bischof von Lübeck am 1 Oktober im Konzil er-
stattete, bezieht sich auf Verhandlungen, die in die Zeit nach Erledigung der Böhmischen
Angelegenheit, also nach dem 2 Sept. fallen, sich auf drei nicht näher zu bestimmende Tage
30 im September verteilen und hervorgerufen wurden durch den Auftrag, den das Konzil drei
Mitgliedern der Gesandtschaft, den Bischöfen von Lübeck und Augsburg und dem Propst
Tilman 4 von St. Florin zu Koblenz, besonders erteilt hatte: nämlich den Kaiser in ge-
heimen Besprechungen zu bewegen, in Zukunft absprechende und dem Konzil schädliche
Außerungen über dieses zu unterlassen und die Böhmen zur Beobachtung der Prager
Kompaktaten anzuhalten. Der Bericht des Bischofs von Lübeck zerfällt wieder in zwei
Abschnitte: der erste enthält das Anbringen der beiden Forderungen durch die drei Ge-
sandten und die sofort erteilte Antwort des Kaisers auf die zweite Forderung; der zweite
Abschnitt giebt die Antwort des Kaisers auf die erste Forderung, die dem — wohl allein
von den Gesandten in Regensburg zurückgebliebenen 5 — Bischof von Lübeck an den
40 beiden letzten Tagen vor seiner Abreise erteilt wurde. Die zahlreichen Beschwerden, die
der Kaiser namentlich bei dieser letzten Unterhaltung mit dem Bischof gegen das Konzil
erhob, sind uns schon von Basel und vornehmlich von Ulm her bekannt. Neu ist die
Besorgnis, das Konzil könne infolge der Abmachungen mit den Griechen verlegt und da-
durch die Reform vereitelt werden. Es ist das wohl zu beachten: denn diese Frage sollte
8
Vgl. die Quellenbeschreibung zu nr. 249.
4
Vgl. nr. 249 p. 470 Zeile 42 ff.
Vgl. p. 473 nebst Anm. 1.
45 1 Vgl. dazu Mon. Conc. saec. 15, T. 1, XXIX;
505-523; 736-741 u. 790 und Palacky, Gesch. von
Böhmen 3, III, 176-180.
2
Gedruckt in Mon. Conc. sacc. 15, T. 1, 3 9-700.
Deutsche Reichstags-Akten XI.
5
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