z 706 stránek
Titul
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Inhaltsübersicht
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Vorwort
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VIII
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Orts-Personen-Namen Register
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- s. XX: … Band bietet auch dafür interessantes Material, von dem bei den Frankfurter Tagen noch die Rede sein wird. Die auswärtigen Bezichungen, die in…
- s. XLVII: … eine Reform der Reichstagsverhand- lungen zu versuchen, hat bei dem Frankfurter Tage recht elend Schiffbruch gelitten. Zu- erst schien die Sache freilich…
- s. XLVII: … Wir haben das gethan, obgleich gerade im Einladungsschreiben zu dem Frankfurter Tage ein Ausdruck vorkommt, von dem wir vermuten möchten, er sei…
- s. LI: … werden sie vom Konzil durch Beglaubigung der Gesandten zum zweiten Frankfurter Tage (nr. 278) behandelt. Ohne LII Vorwort. Mitwirkung der Städte ist…
- s. 515: … über den Ratschlag der reichsstän- Inach 1434 dischen Gesandten vom Frankfurter Tage Dezember 6-11. [nach 1434 De- Dez. 11] zember 11]. 20…
- s. 529: … 11435] Juni 14 20 283. Aufzeichnung über den Besuch des Frankfurter Tages vom 19 Juni. 1435 Juni 21. 1435 Juni 21 Aus…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Abt. 5. (1433-1435)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1898
Místo vydání:
Göttingen
Počet stran celkem:
706
Obsah:
- Ia: Titul
- Ie: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 599: Chronologisches Verzeichnis
- 613: Orts-Personen-Namen Register
- 645: Zusätze und Verbesserungen
Strana XX
XX
Vorwort.
in seiner Existenz durch den Papst bedroht. Man darf auch nicht vergessen, daß sehr
bald die Klagen des Kaisers über die Ubergriffe des Konzils in weltliche Angelegenheiten be-
ginnen. Gleichwohl dürfte in Sigmunds kirchenpolitischer Haltung trotz wechselnder Nebenein-
flüsse eine gewisse Grundrichtung zu verfolgen sein. Zuerst hatte der Papst dem Konzil die
Anerkennung verweigert und damit die Sache der Kirchenreform gefährdet. Sigmund
stand also auf Seite des Konzils. Jetzt hatte der Papst das Konzil anerkannt, wenn
auch unter Modalitäten, an denen die Baseler Väter Anstoß nahmen. Die Thatsache
der Anerkennung erschien Sigmund so sehr die Hauptsache, daß er wohl noch einen
Teil der Forderungen des Konzils beim Papst unterstützte, aber doch geneigt war, in der
scharfen Betonung dieser Forderungen Ubergriffe zu schen, zumal in der Drohung, den
Papst zu suspendieren und eventuell abzusetzen oder die Rechtmäßigkeit seiner Wahl in
Untersuchung zu ziehen (wodurch, nebenbei bemerkt, auch die Rechtmäßigkeit der Kaiser-
krönung in Frage gestellt werden konnte). Darum neigte Sigmund nun mehr zur Sache
des Papstes. Er hält, wie uns scheinen will, in allen Verhandlungen an dem Gedanken
fest, einen mittleren Weg finden zu wollen und beiden Teilen eine Schmälerung berechtigter
Ansprüche, wie er sie verstand, oder demütigende Bedingungen zu ersparen. — Man wird
an der Hand unserer Akten mit Interesse seine Vermittlerrolle in Basel selbst verfolgen.
Manches ist gerade hier, trotz des Uberwiegens der Segovia-Stücke vollständig neu.
Sobald dann, wesentlich durch Sigmunds Vermittlung, wirklich die Einiguug zwischen
Papst und Konzil erfolgt ist, beginnen die Konflikte des Kaisers mit dem Konzil eine
ernste Gestalt anzunchmen. Das Konzil, das in seinem Kampf mit dem Papst trium-
phiert hatte, griff in seinem hochgespannten Machtgefühl immer stärker in die weltlichen
Angelegenheiten über. Unser Material giebt ein deutlicheres Bild davon, wie diese
Spannung entsteht, durch immer neue Reibungen verstärkt und alsbald auch vom
Kaiser auf das Reich übertragen wird. Die Frage des Verhältnisses von Staat und
Kirche kommt auf die Tagesordnung der Reichstage. Was die Akten der verschiedenen
in diesem Bande vereinigten Tage davon zu erzählen wissen, ist meistens neu, wenn
auch die Dürftigkeit des Materials unserer Wißbegierde nicht genügt.
Bei den Konflikten zwischen dem Kaiser und dem Konzil handelt es sich immer
wieder um die Fragen der geistlichen und weltlichen Gerichtsbarkeit. Die
beiden Gewalten konkurrierten miteinander in der gewöhnlichen Zivil- und Kriminal-
Justiz; das Konzil griff aber auch — was empfindlicher war — in Angelegenheiten des
öffentlichen Rechtes über, in Fragen, die das Reichsverfassungsrecht berührten. Die
wichtigste von ihnen, in der Sigmunds kaiserliches Recht und die Justizhoheit des Reiches
am empfindlichsten verletzt wurden, ist der Sächsische Kurstreit, der auf diese Weise in
unserem Band wieder auftaucht. In dieser Frage trägt Sigmund gegenüber dem Konzil
einen leidlichen Erfolg davon. Seine eigene Haltung gegenüber den streitenden Parteien,
denen er noch einen Rechtstag setzte (s. nr. 252), zeigt allerdings eine gewisse Schwäche;
gegenüber dem Konzil aber wahrte er seine und des Reiches Autorität, und das Konzil
hielt es doch für klug, den Rückzug anzutreten. Die allgemeinen Klagen aber über Uber-
griffe der Baseler Väter blieben bestehen. — Wie die Reichsstände sich zu diesen Dingen
verhielten, war bisher so gut wie unbekannt. Unser Band bietet auch dafür interessantes
Material, von dem bei den Frankfurter Tagen noch die Rede sein wird.
Die auswärtigen Bezichungen, die in unserem Bande eine Rolle spielen, hängen
mit der Kirchenfrage an verschiedenen Punkten nahe zusammen. Für Sigmunds Stellung
zu Papst und Konzil sind seine wechselnden Beziehungen zu den beiden oberitalie-
nischen Vormächten, zum Herzog von Mailand einerseits, zu Venedig anderer-
seits von sehr erheblicher Bedeutung, und auch sein Vorgehen in der Burgundischen
Frage wird durch Vorgänge auf dem Konzil mit bestimmt.