z 706 stránek
Titul
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Inhaltsübersicht
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Vorwort
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VIII
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Chronologisches Verzeichnis
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. XX: … Band bietet auch dafür interessantes Material, von dem bei den Frankfurter Tagen noch die Rede sein wird. Die auswärtigen Bezichungen, die in…
- s. XLVII: … eine Reform der Reichstagsverhand- lungen zu versuchen, hat bei dem Frankfurter Tage recht elend Schiffbruch gelitten. Zu- erst schien die Sache freilich…
- s. XLVII: … Wir haben das gethan, obgleich gerade im Einladungsschreiben zu dem Frankfurter Tage ein Ausdruck vorkommt, von dem wir vermuten möchten, er sei…
- s. LI: … werden sie vom Konzil durch Beglaubigung der Gesandten zum zweiten Frankfurter Tage (nr. 278) behandelt. Ohne LII Vorwort. Mitwirkung der Städte ist…
- s. 515: … über den Ratschlag der reichsstän- Inach 1434 dischen Gesandten vom Frankfurter Tage Dezember 6-11. [nach 1434 De- Dez. 11] zember 11]. 20…
- s. 529: … 11435] Juni 14 20 283. Aufzeichnung über den Besuch des Frankfurter Tages vom 19 Juni. 1435 Juni 21. 1435 Juni 21 Aus…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Abt. 5. (1433-1435)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1898
Místo vydání:
Göttingen
Počet stran celkem:
706
Obsah:
- Ia: Titul
- Ie: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 599: Chronologisches Verzeichnis
- 613: Orts-Personen-Namen Register
- 645: Zusätze und Verbesserungen
Strana XLVII
Vorwort.
XLVII
erscheinen, die Städte durch ihre bevollmächtigten Gesandten vertreten sein, und es sollten
dann (so war offenbar Sigmunds Idee) die Teilnehmer des Reichstages nicht sagen
können, daß sie über die Verhandlungsgegenstände noch mangelhaft unterrichtet seien.
Der Grund oder auch der Vorwand für die Ergebnislosigkeit so vieler Beratungen sollte
damit beseitigt werden. Dieser Gedanke Sigmunds, eine Reform der Reichstagsverhand-
lungen zu versuchen, hat bei dem Frankfurter Tage recht elend Schiffbruch gelitten. Zu-
erst schien die Sache freilich nicht gar so übel gehen zu wollen: der erste Frankfurter Tag,
die vorbereitende Gesandten-Konferenz war von allen Kurfürsten beschickt, im übrigen
allerdings schlecht besucht, aber es kam doch zu Verhandlungen, die sogar in einem Ab-
schied, über den sich die Versammelten einigten, niedergelegt wurden. Aber die zweite
Versammlung, die wiederum nach Frankfurt einberufen wurde und die nun als solenner
Reichstag die halben und vorläufigen Ergebnisse der Gesandten-Konferenz hätte vervoll-
ständigen und abschließen sollen, litt unter allseitiger Teilnahmlosigkeit. Sollte der Ge-
danke fruchtbar werden und die vorbereitende Gesandten-Konferenz irgendwelchen Nutzen
stiften, so mußtte zu der zweiten Versammlung, zu dem Reichstag, natürlich der Kaiser
in eigener Person erscheinen. Sigmund blieb in Ungarn und ordnete nur eine Gesandt-
schaft ab, die wohl der Gesandten-Konferenz aber nicht einem großen Reichstag entsprach.
Wenn wir die erste Frankfurter Versammlung nicht als Reichstag bezeichnet haben,
so mag man darüber streiten können.
Man darf bei solchen Erörterungen nie vergessen, daß das Wort „Reichstag“ für
unsere Zeit nicht aktenmäßig ist und daß, wie der Name, so auch der scharf umrissene
Begriff dem damaligen politischen Leben fehlte. Wir Historiker erst sind es, die den
Namen gebrauchen und den Begriff konstruieren, indem wir von späteren Verhältnissen
auf die früheren zurückgreifen. Wir fordern, um von einem Reichstag zu sprechen, daß
erstens die Einladung vom Inhaber der Reichsgewalt, in der Regel also vom König,
oder doch mit seinem Einverständnis erlassen wird, daß sie sich zweitens nicht nur an die
Reichsstände einer einzelnen Landschaft, sondern des ganzen Reiches wende, daß sie
drittens nicht nur einzelne Stände, etwa die Kurfürsten und Fürsten, sondern alle zur
Teilnahme an solchen Tagen überhaupt Berechtigten zum Besuch oder der Beschickung
der Versammlung auffordere, und viertens, daß die Beratung von Reichsangelegen-
heiten mit den Geladenen den Zweck der Einladung bilde.
Für die Frankfurter Gesandten-Konferenz treffen nun diese Kennzeichen, soweit
wir urteilen können, sämtlich zu, mit der einen kleinen Variante, daß die eingeladenen
Kurfürsten, Fürsten und Herren, die sonst in erster Linie immer aufgefordert werden,
persönlich zu erscheinen, diesmal ausdrücklich aúf die Beschickung der Versamm-
lung durch bloße Gesandtschaften hingewiesen werden. Es scheint uns dieser Unter-
schied, zusammen mit dem ausgesprochen vorbereitenden Charakter der Versammlung,
tiefgreifend genug, um die Bezeichnung Reichstag für sie abzulehnen.
Wir haben das gethan, obgleich gerade im Einladungsschreiben zu dem Frankfurter
Tage ein Ausdruck vorkommt, von dem wir vermuten möchten, er sei absichtlich gewählt,
um einen gleichsam technischen Ausdruck für einen Reichstag zu gewinnen. Sigmund
spricht in nr. 259 von einem „gemeinen Tag“. Es ist, so viel wir sehen, noch nicht
beachtet worden, und wir möchten die Aufmerksamkeit der Forscher darauf lenken, daß
dieser Ausdruck anklingt an einen anderen, den Sigmund 20 Jahre früher gebraucht
hat. Als er, zum erstenmal im Reiche weilend, am 6 August 1414 einen Reichstag nach
Konstanz ausschrieb, wo gleichzeitig das Konzil tagte, sprach er von „des Reichs gemeinem
Rat“, zu dem er die Stände versammeln wolle. Der Ausdruck ist in offenbarer An-
lehnung an das geistliche „Concilium“ gewählt, und wir meinen, man merkt es dem
Schreiben ordentlich an, wie der Verfasser nach einem zutreffenden, die Bedeutung des
Tages erschöpfenden Ausdruck ringt. „Des Reichs gemeiner Rat“ soll die allgemeine