z 719 stránek
Titul
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
Inhaltsübersicht
V
VI
VII
VIII
Edice
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 80: … wie der sin solte. Art. 1�5 scheinen auch auf dem Nürnberger Reichstag 1431 zur Berathung gekommen zu sein, vgl. den Straßburger Gesandtschaftsbericht…
- s. 165: … a. a. O. nt. 1, vgl. auch die zu dem Nürnberger Reichstag von 1431 gehörende Heeresordnung nr. 410 art. 15 bei unsern…
- s. 287: … königlichen Hof beschieden. Der Prozeß zog sich noch bis zum Nürnberger Reichstag vom Jahre 1431 hin, und nahm einen ungiinstigen Ausgang für…
- s. 377: … vorbereitel, so wären wol nichl eine Woche später auf dem Nürnberger Reichstag so kriegerische Beschlüsse gefaßt worden wie aus nr. 319 und…
- s. 446: … trug zwei- fellos viel dazu bei daß die auf dem Nürnberger Reichstag getroffenen Anordnungen (nr. 319f.) nur sehr wenige Fürsten und Herren…
- s. 614: … und Merz 1431. 143t 454. Ulm an Nördlingen, berichtet vom Nürnberger Reichstag, fordert anf zur Be- . 12 schickung des Städletages zu…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band IX. Abt. 3. (1427–1431)
Autor:
Kerler, Dietrich
Rok vydání:
1887
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
719
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Vorwort
- V: Inhaltsübersicht
- 1: Edice
- 649: Chronologisches Verzeichnis
- 671: Orts-Personen register
- 709: Zusätze und Verbesserungen
Strana 377
Einleitung.
377
Hussilen Mitte Mai zu Eger. Von Deutscher Seite nahmen Theil der Fürst der den
Beheimsteiner Vertrag geschlossen Kurſ. Friedrich von Brandenburg, der Nürnberger
Diplomal Peter Volkmeir, und — was wol zu beachten ist — ein Vertrauensmann
sowol des königlichen Kanzlers als des ersten Reichsfürsten des Erzbischofs von Mainz
(nr. 318 und 338). Wir wissen über die Zusammenkunft gar nichts. Hälte sie zu
einer friedlichen Vereinbarung geführl oder wenigstens eine solche vorbereitel, so wären
wol nichl eine Woche später auf dem Nürnberger Reichstag so kriegerische Beschlüsse
gefaßt worden wie aus nr. 319 und 320 vgl. nr. 340 und 349 zu erschen isl. Es isl
aber die Möglichkeit nichl ausgeschlossen, daß es sich nichl um eine Zusammenkunft
mil den Ketzern sondern um eine Besprechung mit Anhängern der königlichen Partei
in Böhmen handelle. Heißt es auch in nr. 318, der Markgraf sei mil seinen Begleitern
gen Eger geritten zu den Hussen, so spricht die rechnerische Notiz über die Reise bei
v. Bezold 3, 59 nl. 2 nur davon daß er gen Eger geritten sei, und der Frankfurter
Gesandte schreibt, der Markgraf habe sich nach Eger begeben und etliche von Böhmen
dahin „beschieden" (nr. 338). Diejenigen, die ihn soeben aus seinem Lande vertrieben
und deren Selbstgefühl sich bis zum Ubermuth gesteigert hatte (vgl. nr. 310), konnte der
besiegte Fürst doch nichl wol zu einer Konferenz bescheiden. Und wozu eine solche in
so engem Kreise, wie nach nr. 338 angenommen werden müßste? Welcher Art die Ver-
sammlung war, die von den Ketzern erwartel werden konnte, wissen wir. In dem
Beheimsteiner Vertrag war ihnen ja zugesichert, daß von Deutscher Seite Doctoren und
Gelehrte der sechs Deulschen Kirchenprovinzen zu cinem Gespräch mit ihren Abgeord-
neten gestelll werden. Wäre ein solches zu Stande gekommen, so wäre dies ein so
bedeutsames Ereignis gewesen daß sich doch irgend cine Spur davon erhallen haben
miſste. Dagegen ist vielleicht die Vermuthung gerechtfertigt, es haben die Deutschen
Fürsten, im Begriff in ernste Berathungen über Eröffnung eines Feldzuges gegen die
Hussiten cinzutreten, Fühlung mil der Royalislenpartei in Böhmen gesuchl und sich
mil ihnen über die Situation im Ketzerlande und die zweckmäßsigste Art der Krieg-
führung besprochen. Vielleichl sind es Anhänger der genannlen Partei „die redlichen
und brefflichen Leute“, welche im Hinblick auf die Verhältnisse in Böhmen einen tref-
lichin rit vor der zit empsahlen d. h. den Rath gaben, daß noch vor Beginn des Feld-
zuges rasch eine Expedition in Feindesland ausgefährt werde (nr. 320). Gerade im
Frühjahr 1430 waren die Hussiten nicht nur durch kriegerische Unternehmungen in
Anspruch genommen sondern auch durch innere Zwistigkeiten zerklüftet (v. Bezold 3,
62 ſ.). Ein kühner energischer Feldherr an der Spilze einer kriegsgeübten gutdiscipli-
nierten und wolorganisierten Schaar und im Bunde mit den ihrem Glauben und ihrem
Könige treugebliebenen Böhmischen Herren, in Eilmärschen gegen die Hauptstadt des
von seinen Vertheidigern verlassenen Landes vordringend konnte gewiß auf große Er-
solge hoffen. Derartige Erwägungen waren es wol von denen aus die Kurfürsten an
Straßburg schrieben, das danne wol mercliche sachin im lande zu Behemen zu enden
weren (nr. 320).
G. Städtische Kosten nr. 341-344.
Die Auszüge aus den Nürnberger Stadirechnungen sind bei dem vorliegenden Reichs-
lag, für welchen wir zwei Präsenzlisten und in den Korrespondenzen zalbreiche Nach-
richten über Kommen und Gehen der Theilnehmer an der Versammlung haben, nicht
so werthvoll als in anderen Fällen in welchen sie die Stelle von Verzeichnissen der
Besucher des Tages zu vertreten haben. Sie sind aber insofern wichtig als aus ihnen
zu erschen ist wie wenig Reichsstände sich bewogen fanden rechtzeitig in Nürnberg zu
erscheinen, und wie erst nachdem die Kurfürsten vorangegangen die Zahl der Anwesen-
Doutsche Roichstags-Akten IX.
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