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Titul
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III
IV
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Inhalt
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Název:
Beiträge zur Geschichte der Hussitischen Bewegung III. Der Tractatus De longevo Schismate - Ludolf von Sagan (Archiv für österreichische Geschichte, vol. 61)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1880
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
223
Počet stran předmluvy plus obsahu:
VI+217
Obsah:
- I: Titul
- 345: Einleitung
- 381: Edice
- 556: Inhalt
Strana 393
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weltlichen Dingen kennen gelernt. In enthusiastischer Weise
erinnert er daher an die gute alte Zeit, die es unter Karl IV.
gegeben. Nur an einer Stelle klingt ein Tadel durch, nämlich
da, wo er erzählt, dass Karl seinem Böhmen ein Vater, dem
Reiche aber ein Stiefvater gewesen oder wie Ludolf sagt,
dass er mehr des böhmischen Erbreiches, als des kaiserlichen
und römischen Reiches Augustus gewesen sei.1 Im Uebrigen
weiss Ludolf von demselben nur lobenswerthes zn erzählen.
Von seinen Kirchenbauten und Klostergründungen, von seinem
Eifer im Sammeln von Reliquien, von seiner Liebe und seiner
Strenge gegen den Clerus, von seiner Sprachenkenntniss und
wie er den Feinden des christlichen Glaubens nie eine Stütze
gewährt habe. Nie habe es, sagt Ludolf, den bekannten Ver-
gleich herbeiziehend, unter Karl einen Streit zwischen Sonne
und Mond, zwischen der päbstlichen und kaiserlichen Króne
gegeben,2 in Demuth habe der Kaiser vielmehr die Zügel
des Zelters haltend den Pabst nach St. Peter geleitet. 3 Auch
die Erwerbungen dieses Kaisers an Ländern und anderem Be-
sitz werden rühmend hervorgehoben; trotzdem ,waren doch
seine Füsse nicht schnell, um im Kampfe unschuldiges Blut zu
vergiessen'. 4
Um so schlimmer kömmt Wenzel weg. �Was soll ich‘,
heisst es an einer Stelle, ,von diesem Wenzel Gutes schreiben?
Nichts. Dass ich doch auch nichts Schlechtes über ihn schreiben
dürfte‘. Die römische und böhmische Krone habe ihm zwar
sein Vater hinterlassen, aber eine würdevolle Art zu leben
habe er ihm leider nicht einflössen können. Recht scharf und
an einzelnen Stellen entschieden feindselig wird von den Unter-
lassungen des Königs gesprochen. Seine Feindseligkeiten gegen
den Prager und Breslauer Clerus werden im einzelnen auf-
gezählt. Dass er den Abt des Sandstiftes in Breslan in den
1
4
Magis Augustus fuisse creditur natalis soli sui Bohemici quam imperialis
et Romani, unde tamen habere meruit nomen Augusti.
Semper pacem cum ecclesia habuit ... Non fuit dissensio inter ensem
et gladium, inter solem et lunam, inter papalem et imperialem digni-
tatem . . .
Ipse officium stratoris implevit, dum . . frenum presulis tenens penes
ipsum Romane sedis antistitem equitantem per non parvam distanciam
pedester ire non erubit.
Ad effundendum sanguinem innocentem pedes veloces non habuit.
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