z 346 stránek
Inhaltsübersicht
Ia
Ib
Ic
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
Edice
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Chronologisches Verzeichnis
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Orts-Personen register
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 178: … schon hatte ihn Hubart von Eltern, sein Vertreter auf dem Frankfurter Tag, davon 35 unterrichtet, nr. 184 nebst nt. Dieser kurfürstlichen Gesandtschaft…
- s. 228: … Juni 1400, als er mit Herzog Rudolf von Sachsen den Frankfurter Tag verlassen hatte, brachte großse Aufregung hervor. Der Verdacht der Urheberschaft…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Wenzel. Abt. 3. (1397-1400)
Autor:
Weizsäcker, Julius
Rok vydání:
1877
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
346
Obsah:
- Ia: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 307: Chronologisches Verzeichnis
- 319: Orts-Personen register
- 336: Zusätze und Verbesserungen
Strana 178
178
Fürsten- und Städte-Tag zu Frankfurt im Mai und Juni 1400.
endgiltige Antwort geben; sie wollen, wenn sie mehr über die Sache erfahren haben1,
dieselbe wider an ihre Räthe bringen. Aber völlig gleich sind sie doch auch nicht. Die
Ablehnung einer endgiltigen Antwort ist in nr. 167 art. 2 hauptsächlich mit dem Wunsche
der Städte begründet aus der augenblicklichen Revolutionsperiode ohne Schaden und mit
Sicherung ihrer Freiheiten herauszukommen, ihre Ununterrichtetheit und die Pflicht der
Treue gegen Wenzel ist mehr nur nebenbei erwähnt; dagegen in nr. 178 wird mit Weg-
lassung alles andern nur diese Pflicht als Grund angeführt. In nr. 178 ist dann auch
der Ausdruck der Ablehnung bestimmter: so enkonnen wir — uf dese zit niet vurter
geantworten, während in nr. 167 art. 2 viel milder und mit mehr Aussicht auf eine
andere Wendung gesagt war: daz die stete — darzu zu dießer zit nit folleclichen 10
geantwurten mogen. In der chronologisch zwischen diesen beiden Stücken wahrscheinlich
in der Mitte liegenden nr. 168 wird von den Städten in einer Weise geantwortet, die
man wol ebenfalls als in der Mitte liegend betrachten kann. Sie erklären da: so enkonnen
noch entruwen sie — nit mechteclich zû antworten; die Sicherung der Freiheiten der
Städte ist schon weggefallen, nur ihre völlige Ununterrichtetheit hervorgehoben.
15
K. Zweiter Anhang: K. Wenzels Beabsichtigung eines Nürnberger Reichs-
tags auf 6 Juni; Frankreich; Rom; nr. 179-185.
K. Wenzel scheint allen diesen Dingen recht rathlos gegenüberzustehen. Es kommt,
wie wir schon sahen, immer wider zu einem Plan irgend einer Versammlung, die er selbst
halten will, aber nie zu dessen Ausführung, so daſs man selbst zweifeln mag, ob ihm 20
der Gedanke auch nur recht Ernst war. In nr. 179 wendet er sich nur an die Städte;
es scheint auf einen bloßsen Städtetag abgesehen zu sein, den er selbst am 6 Juni in
Nürnberg halten will. Aber aus nr. 180 sicht man schon, daßs nichts daraus wurde
und daßs seine Ankunft vorläufig wider vertagt war. Ein par Tage darauf aber schreibt
er an mehrere Städte, daß er sofort zu kommen gedenke und einen Reichstag (denn 25
nicht auf einen bloßsen Städtetag scheint es dießsmal zu gehen) halten wolle, aber weder
Termin noch Ort gibt er dazu an, er wird die Städte erst dann besenden wenn er
kommt, nr. 183, — Aus Ennen Gesch. d. St. Köln 3, 124 könnte es scheinen, als wollte
Wenzel noch einen Städtetag auf 29 Aug. 1400 halten. Der dort angeführte Brief gehört
aber unter K. Ruprecht ins Jahr 1402 Aug. 4, w. m. s. Ebenso ist es mit dem daselbst 3o
3, 129 nt. 1 angeführten Briefe, der zu 1402 Aug. 12 gehört, w. m. s.
Dazu habe ich noch einiges andere gestellt, was die politische Wirksamkeit des
Königs in dieser Zeit betrifft. Durch Frankfurt hat er (nr. 162) davon gehört, daß die
vier rheinischen Kurfürsten eine Gesandtschaft nach Frankreich geschickt. Aber zuvor
schon hatte ihn Hubart von Eltern, sein Vertreter auf dem Frankfurter Tag, davon 35
unterrichtet, nr. 184 nebst nt. Dieser kurfürstlichen Gesandtschaft sucht er nun am
französischen Hof entgegenzuwirken, nr. 184. Wir sahen ferner, daß schon auf dem
früheren Frankfurter Tag vom Febr. 1400 die Fürsten sich an P. Bonifacius IX
gewendet hatten (nr. 114). Auch davon wird der König Nachricht bekommen haben,
und auch dagegen sucht er zu wirken, indem er seinen Bruder Sigmund als Unterhändler 40
ins Auge fasst, nr. 181. 182. Die Antwort nr. 185, die er erhält, ist wenigstens der
Form nach sehr befriedigend, wenn auch eigentlich nur wenig darin gesagt ist. In
Wirklichkeit geht daraus das Verhältnis des Pabstes zu Wenzel keineswegs als ein so
günstiges hervor wie letzterer es aufgefafst haben will oder aufgefafst zu sehen hofft, wenn
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Sie waren jetzt unterrichtet, wie wir sahen, daß es sich um Thronveränderung, aber noch nicht, 45
um welche Person es sich handle.