z 346 stránek
Inhaltsübersicht
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Ib
Ic
Vorwort
I
II
III
IV
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VI
VII
Edice
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Chronologisches Verzeichnis
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 16: … der Zeit und den Umständen nach am besten auf den Frankfurter Reichstag annehmen. Wir haben keine Aufzeichnung mehr 20 von einem solchen…
- s. 73: … wegen. 5 20 36. Kosten Augsburgs bei und nach dem Frankfurter Reichstag. [1397 ex. und 1398.7 11397 ex. und 13987 Aus Augsb.…
- s. 307: … 1397 ex. und 1398. Augsburgs Kosten bei und nach dem Frankfurter Reichstag, nr. 36 Mainz. 21 Frankfurt. c.Dec. 23 Dec. 23 p.…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Wenzel. Abt. 3. (1397-1400)
Autor:
Weizsäcker, Julius
Rok vydání:
1877
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
346
Obsah:
- Ia: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 307: Chronologisches Verzeichnis
- 319: Orts-Personen register
- 336: Zusätze und Verbesserungen
Strana 16
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Reichstag zu Frankfurt im December 1397 und Januar 1398.
der König die kirchliche Frage hier nicht vorzubringen gedachte (s. lit. A), so wird sie
sich doch von selbst vorgedrängt haben (s. nr. 9 art. 1), und gerade deshalb weil er es
nicht wollte. Nun war Ruprecht III persönlich in Frankfurt anwesend, sein Geleits-
brief nr. 4 ist vom 20 Dec. 1397. Ruprecht II dagegen starb schon am 6 Jan. 1398
und ist gewiss nicht mehr auf dem Reichstag gewesen. Auch Ruprecht III mag dann
wegen des Todesfalls nach Hause gereist sein, empfing aber dann doch noch seine Lehen
in Frankfurt1. Er war jedenfalls lange genug dort, um seine Ansicht zu vertreten, und
ein so weitläufiges schriftliches Gutachten von ihm einzufordern war nicht nöthig. Der
Eingang des Stücks macht ferner den Eindruck, als ob Bisch. Nicolaus extra nach
Heidelberg geschickt worden sei um die dortige Meinung zu erforschen, wol auch zu
bearbeiten, in Betreff der Reimser Zusammenkunft. Da man die Ansicht Ruprechts III
in Frankfurt von ihm persönlich hören konnte, so mußs Bisch. Nicolaus noch vor dem
Todestag Ruprechts II an letzteren nach Heidelberg geschickt worden sein. Ich denke
daher, daßs die Anfrage an diesen gieng und das Gutachten von ihm ausgieng wol noch
im Dec. 13972. Endlich noch ein letztes Moment. In der Gesandschaftsanweisung 15
nr. 114 art. 3 sagen die Kurfürsten, sie hätten vor der Reimser Zusammenkunft Wenzeln
ersucht, er möge nichts mit Karl VI verhandeln, was gegen Bonifacius IX oder dessen
Obedienz wäre oder sein könnte. Darf man darunter, wie es scheint, einen gemeinsamen
Akt der Kurfürsten verstehen, so läßst sich dieser der Zeit und den Umständen nach am
besten auf den Frankfurter Reichstag annehmen. Wir haben keine Aufzeichnung mehr 20
von einem solchen Akt, aber wir mußsten bis jetzt auch ein solch wichtiges Stück wie
die Klagartikel nr. 9 entbehren. Vom Schisma wenigstens ist da im ersten Artikel die
Rede. Eine Mahnung wie die obige in Betreff der Verhandlung mit Karl VI kann
von den Kurfürsten mündlich beigefügt worden sein. Jedenfalls erklärt sich nun wie
Pfalzgr. Ruprecht II zu seinem besonderen Gutachten kam. Nachdem die übrigen Kurfürsten 25
sich bereits in der Sache geäußsert hatten, mußste es ihm nahe liegen das wegen seiner
Abwesenheit schriftlich zu thun, zumal da der König sich ausdrücklich noch an ihn
wandte. Sind diese Vermuthungen richtig, so gehört sein Gutachten nr. 23 geradezu auf
den Frankfurter Reichstag, und wir können annehmen, daßs die übrigen Kurfürsten dem
König auf dem Reichstag so ziemlich dasselbe gesagt haben.
Daßs die kirchliche Frage trotz der Zurückhaltung, welche der König ursprünglich
für die Versammlung beabsichtigt zu haben scheint, doch vorkam, sicht man im übrigen
aus der Gesandtschaftsthätigkeit, welche in nr. 24 erwähnt wird. Bei der Dürre unserer
sonstigen Nachrichten habe ich mich nicht enthalten können auch die nrr. 28 und 29,
schließlich auch noch nr. 32 hier einzureihen.
Ich gebe beiläufig auch die nrr. 30 und 31 von Benedikt XIII, Anweisung für
seine Nuntien und Denkschrift derselben, da ich sie für ungedruckt halte. Ich gebe sie,
obschon sie nicht auf diesen Reichstag gehören werden. Denn die Ausdrücke in nr. 30
art. 10 loquantur cum aliis principibus, quibus scribitur, qui erunt in curia domini regis
sind doch ebensowenig bestimmt genug wie die der Ueberschrift ad regem Alamanie et 40
ad alios principes illarum parcium. Es sieht so aus, als ob Benedikt XIII es darauf
ankommen lasse, ob ein Reichstag sei oder nicht. — Für die Zeitbestimmung habe ich
wenig Anhalt. Auch die Randbemerkung ista est prima ordinatio hilft da nicht, uns
ist eben unbekannt wann die erste Gesandtschaft Benedikts an Wenzel gieng. Es ist
aber allerdings die erste Gesandtschaft Benedikts an Wenzel, daher nuncios — ad ipsum 45
transmittere, qui ipsum dominum regem de jure informare valerent atque facto art. 2,
ad informandum ipsum et ejus notabile consilium de veritate facti art. 3, informare de
5
10
30
35
1
2
Siehe nr. 35 art. 4 und 5.
Jedenfalls vor 6. Jan. 1398, wo Ruprecht II starb.