z 465 stránek
Titel
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Inhaltsübersicht
I
II
Vorwort
III
IV
V
VI
Edition
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Chronologisches Verzeichnis
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 93: … zu führen. da er für den bevorstehenden Kampf mit der Republik Venedig seine ganze Kraft bereil halten mußste und die Ungarn für…
- s. 172: … mochte es nun Polen und Litthauen oder die mächtig aufstrebende Republik Venedig sein. Es ist nicht unsere Aufgabe, das Verhältnis K. Sigmunds…
- s. 173: … Wahrheit, wenn er dem Deutschorden zu seinem Recht verhelfe, die Republik Venedig an der Ausbreitung ihrer Herrschaft in Oberitalien hindere und die…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band VII. Abt. 1. (1410–1420)
Autor:
Kerler, Dietrich
Rok vydání:
1878
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
465
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhaltsübersicht
- III: Vorwort
- 1: Edition
- 421: Chronologisches Verzeichnis
- 429: Orts-Personen-Namen Register
- 454: Zusätze und Verbesserungen
Strana 93
Einleitung.
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Vermutung erwehren, daß ilm von jener Seite Eröffnungen gemacht worden waren,
welche wir in den Hauptartikeln des Ubereinkommens zwischen ihm und K. Sigmund
vertragsmäfsig fixiert widerfinden (nr. 63). Hier waren ja ilm und seinem Bruder die
Aussicht auf die höchsten Würden in der Christenheit eröffnet, und in neuem Glanze
5 konnte das königliche Haus zu Böhmen, die Luxemburger Dynastie strahlen.
Das Schreiben vom 6 Jun 1411 (nr. 61) war nur eine vorläufige Anzeige K.
Wenzels, dass er den Wahltag beschicken und durch wen er sich vertreten lassen werde.
Der sofortigen Abreise der Gesandtschaft standen wol noch einige Hindernisse im Wege;
daher malnt der Brief, mit der Wahlhandlung auf sie zu warten. Erst am 27 Jun.
in wurde der Kredenzbrief ausgestellt; er lautete auf Bischof Johann I von Wirzburg,
Herzog Ernst von Bayern, Markgraf Bernhard I von Baden, Burggraf Johann III
von Nürnberg und Albrecht Schenk von Landsberg (nr. 62). Der gröfiere Theil der
Gesandtschaft, nämlich Bischof Johann Burggraf Johann und der Schenk von Lands-
berg, traf Jul. 9 in Frankfurt cin. Sie traten sofort gemeinsam auf Grund ihrer Voll-
machtsbriefe als Vertreter der Kurfürsten von Böhmen Brandenburg und Sachsen auf
(ur. 105). Oeffentlich war damit dokumentiert, dass die königlichen Brüder sich verstän-
digt, und dass der Herzog von Sachsen mit ihnen zusammengehen werde. Von jener
Aussöhnung und den Hauptpunkten des Vertrags, der die verwickelte Frage lösen sollte,
hatte man schon am 30 Jun. in Frankfurt Kunde (nr. 77). Auf die Entstehungsgeschichte
dieser Ubereinkunft fällt aus zwei Briefen Burggraf Friedrichs VI von Nürnberg an
die Stadt Nürnberg 1411 Jul. 3 und 10 spärliches Licht. Gesandte führten die Ver-
handlungen, welche auf einem Tage zu Tirnau abgeschlossen werden sollten, aber schou
in ihrem vorbereitenden Stadium das wichtige Resultat ergaben, daß Wenzel und mit
ihm Herzog Rudolf von Sachsen sich bereit finden liefen, bei der bevorstehenden Königs-
25 wahl Sigmund ihre Stimme eu geben (nr. 78 und 79). Wenzel wurde mit der Aussicht
auf die Kaiserkrone geködert, zu deren Erwerbung er von seinem Bruder das bündigste
Versprechen cifrigen — freilich, so viel wir wissen, nie geleisteten oder auch nur ver-
suchten — Beistandes erhielt. Fast wie im Vorübergchen berührt die Vertragsurkunde
(nr. 63) einen Punkt von prinzipieller Bedeutung, nämlich das Zugeständnis K. Sigmunds,
30 dass er sich ciner zweiten Wahl unterwerfen wolle (art. 8). Was anderes war damit
ausgesprochen, als dafs er seine und seiner Anhänger Politik verlasse, dass er, sich auf
den Standpunkt der Gegner stellend, mit diesen die Wahl vom 20 Sept. 1110 als ungültig
und den Thron als durch den Tod Josts erledigt anerkenne und, wie sie, davon ausgehe,
dafs nur cine Neuwahl dem Reiche das rechtmäfsige Oberhaupt geben könne?
D. Sigmunds Wahlverträge mit Kurmainz und Kurköln nr. 64-66.
Am 11 März 1411 (nr. 89) hatten die Kurfürsten, denen Sigmund seine Erhebung
auf den Königsthron verdankte, den Rath von Frankfurt dringend davor gewarnt, die
von dem Mainzer Erzbischof angeordnete Wallhandlung daselbst zu gestatten; wenige
Monate später erschienen Sigmunds eigene Vertreter in jener Stadt, um an dem ver-
40 pönten Akt sich zu betheiligen (nr. 105 und 67). Sein Entschluß, der Opposition im
Kurfürstenkollegium so viel zuzugeben, war aus einer gewiss richtigen Auffassung der
politischen Lage entsprungen. Wollte er nicht freiwillig auf den Thron verzichten oder
auf gütlichem Wege die Gegner für sein Königthum gewinnen, so blieb ihm nichts anderes
übrig als der Versuch, mit Waffengewalt seine Anerkennung im Reich durchzusetzen.
Der Bürgerkrieg war damit entzündet und unabschbare Verwirrungen unausbleiblich. Et
konnte wol nicht hoffen, diesen Krieg mit grofsem Nachdruck und Erfolg zu führen.
da er für den bevorstehenden Kampf mit der Republik Venedig seine ganze Kraft bereil
halten mußste und die Ungarn für scine deutschen Plane schwerlich begeistern konnte.
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