z 465 stránek
Titel
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Ib
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Id
Inhaltsübersicht
I
II
Vorwort
III
IV
V
VI
Edition
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Chronologisches Verzeichnis
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 93: … zu führen. da er für den bevorstehenden Kampf mit der Republik Venedig seine ganze Kraft bereil halten mußste und die Ungarn für…
- s. 172: … mochte es nun Polen und Litthauen oder die mächtig aufstrebende Republik Venedig sein. Es ist nicht unsere Aufgabe, das Verhältnis K. Sigmunds…
- s. 173: … Wahrheit, wenn er dem Deutschorden zu seinem Recht verhelfe, die Republik Venedig an der Ausbreitung ihrer Herrschaft in Oberitalien hindere und die…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band VII. Abt. 1. (1410–1420)
Autor:
Kerler, Dietrich
Rok vydání:
1878
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
465
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhaltsübersicht
- III: Vorwort
- 1: Edition
- 421: Chronologisches Verzeichnis
- 429: Orts-Personen-Namen Register
- 454: Zusätze und Verbesserungen
Strana 173
Einleitung.
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A. Vorläufiges: Krönungstag u. a. m. in Aussicht nr. 125-134.
Indem Sigmund diese Stellung einnahm, war er natürlich nicht verhindert, den
deutschen Reichsständen gegenüber nachdrucksvollst von seinen Pflichten gegen das Reich
zu reden und auch unter diesem Gesichtspunkt seine Politik vorzuführen. So spricht er
5 in dem Schreiben 1412 Jan. 30 (nr. 125) von seinen Verwicklungen mit Polen und
Venedig und den österreichischen Herzogen nicht anders als wenn sie die wichtigsten
Interessen des Reichs berührten; des Reiches Geschäfte führe er in Wahrheit, wenn er
dem Deutschorden zu seinem Recht verhelfe, die Republik Venedig an der Ausbreitung
ihrer Herrschaft in Oberitalien hindere und die bisherigen Eroberungen ihr entreißse,
10 den Patriarchen von Aquileja gegen die Herzoge von Österreich schütze. Gerade weil
er so schwere Aufgaben in des Reichs Dienst vor sich habe, könne er vorerst nicht nach
Deutschland zur Krönung kommen. Aber wenige Monate später hatte sich sowol in
Folge des mit Polen zu Liblo geschlossenen Vertrages der ihm den Rücken deckte, als
auch in Folge der glücklichen Kämpfe seiner ungarischen Truppen mit dem venetianischen
Freistaat die Lage so günstig gestaltet, daßs er in dem Schreiben 1412 Apr. 6 (nr. 126)
für den Herbst dieses Jahres sein Erscheinen in Deutschland in bestimmte Aussicht stellen
konnte. Außser der Ceremonie der Krönung sollte auch ein Reichstag stattfinden, nämlich
Nov. 11 zu Frankfurt, wo er andere des richs sachen mit rate siner getrüen fur hand
nemen wolle. Vorher noch wünschte er Gesandte der rheinischen Kurfürsten, die schle-
sischen Fürsten und Andere zu Ofen um sich zu sehen als Zeugen bei der Herstellung
eines dauerhaften Friedens zwischen Polen und dem Deutschorden. Von des Königs
Plan, alle Kurfürsten zum persönlichen Erscheinen in Ofen oder zur Sendung ihrer
Räthe dorthin aufzufordern, schreibt der Deutschordenskomthur Otto von Kötelsdorf an
Frankfurt 1412 Mai 7 (nr. 127).
So bestimmt auch Sigmund in dem erwähnten Schreiben 1412 Apr. 6 seine Ab-
sicht, nach Deutschland zu kommen, ausgesprochen hatte, so ferne war doch jetzt noch
dieser Plan von seiner Verwirklichung. Der Krieg mit Venedig wurde im Sommer 1412
mit wechselndem Erfolg geführt. Sigmund, unternehmend wie immer und vielleicht auch
von dem Wunsche geleitet durch eine glänzende Widerherstellung der deutschen Reichs-
gewalt in Oberitalien Anschen und Sympathieen in Deutschland wo er noch fremd war
zu gewinnen, entschloßs sich gegen Venedig persönlich zu Felde zu zichen. Er brach auf
zu derselben Zeit da er in Deutschland zu sein versprochen hatte. Wie er während
seiner ganzen langen Regierung nie dauernde Erfolge mit Waffengewalt errang, so
schlug er sich auch 1412�13 mit den Venetianern herum, ohne zu siegen — jedoch auch
ohne besiegt zu werden. Erschöpft liefien sich beide Theile zu Unterhandlungen bereit
finden, welche zu einem 1413 Apr. 17 beginnenden fünfjährigen Waffenstillstand führten.
In diese Verhandlungen hatte schon mehrfach ein Mann eingegriffen, der bald in sehr
nahe Beziehungen zu dem römischen König treten sollte, Pabst Johann XXIII. Ihm
dem aus Rom vertriebenen Hülfe suchenden Flüchtling kam Sigmund als erwünschter
Beschützer entgegen. Aber wie er des Königs bedurfte, so war er auch in seiner hülflosen
Lage der rechte Mann für diesen. Von ihm erlangte Sigmund das Zugeständnis der
Einberufung eines allgemeinen Konzils nach Konstanz auf 1 Nov. 1414. Von allen
unbefangenen Zeitgenossen war wol anerkannt, daß nur ein solches die Kirche aus dem
Wirrsal, in welches sie durch das Schisma gestürzt war, herausführen, ihr Ein Haupt
45 und damit den Frieden zurückgeben konnte. Und wenn dieß mit Hülfe des römischen
Königs gelang, so war die wichtigste und schwierigste der Aufgaben, welche diesem bei
seinem Regierungsantritt gestellt waren, gelöst. Schon dadurch, dafs er zu dem großsen
Werk den Anstofj gab, dann noch mehr dadurch, daßs er ihm seinen Beistand lieh und
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