z 465 stránek
Titel
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Inhaltsübersicht
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Vorwort
III
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Edition
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 205: … hatte natür- lich im engsten Anschluss an die für den Egerer Landfrieden in RIA. 2 a. a. O. durchgeführte zu gescheken, die…
- s. 261: … Kraftentwickelung ermöglicht hatte, des gemeinen Städtebundes wie er vor dem Egerer Landfrieden 1389 bestanden, andererseits aber, da- durch daß er sich selbst…
- s. 278: … p. 158 art. 2. Einlt. lit. C. 4 2 Vgl. Egerer Landfrieden 1389 Mai 5 in RTA. 2 Zur Vergleichung mag beigezogen…
- s. 281: … in diesem Artikel aus- geführt ist, findet sich schon im Egerer Landfrieden, vgl. RTA. 2, 162 nr. 72 art. 22 und 24.…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band VII. Abt. 1. (1410–1420)
Autor:
Kerler, Dietrich
Rok vydání:
1878
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
465
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhaltsübersicht
- III: Vorwort
- 1: Edition
- 421: Chronologisches Verzeichnis
- 429: Orts-Personen-Namen Register
- 454: Zusätze und Verbesserungen
Strana 261
Einleitung.
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in dieser Reihe war eine Ansprache des Königs an die Städte: er widerholte seinen
Wunsch gemeinen Frieden zu bestellen, forderte die Städte auf sich in ähnlicher Weise
wie früher zu vereinigen, und bezeichnete sich als ihr Haupt und für sie zu allen Opfern
bereit. Es scheint nicht, daßs schriftliche Anträge Sigmunds in diesem Sinne an die
Städteboten gelangten, wir haben wenigstens keine Spur von solchen entdeckt. Aber
wichtig genug waren diese Eröffnungen für die Städter, um sie zu gemeinsamen Be-
sprechungen zu veranlassen. Deren Ergebnis ist in nr. 181 erhalten: als unser gnediger
herre der Romische u. s. w. Das Stück ist undatiert, aber die Uebereinstimmung dessen,
was in art. 1 resumierend als Aeusserung des Königs aufgeführt wird, mit dem, was
wir aus dem obigen Gutachten als seine Worte kennen, ist so in die Augen springend.
daß gegen die Einreihung der „Erklärungen verschiedener Städte" in diesen Zusammen-
hang keine gegründeten Bedenken erhoben werden können. Abgegeben wurden sie vor
Febr. 25, denn die königliche Aufforderung an Graf Eberhard von Wirtemberg, welche
art. 2 der Erklärungen in Aussicht nimmt, ist 1415 Febr. 25 bereits erfolgt; vgl. das
Schreiben von diesem Tage nr. 188. Nunmehr trat dem städtischen Gutachten nr. 185
zufolge, von welchem wir ausgegangen sind, der König mit einem Programm hervor,
dessen bedeutungsvollster Satz die Eintheilung der Lande in 4 Theile oder Zirkel war.
Dieses Programm, von dessen Entstehungszeit bei lit. D noch näher gehandelt wird, ver-
öffentlichen wir unten als nr. 182 unter der Ueberschrift „Vorschläge K. Sigmunds“
Gleich der 1. Artikel lautet item das man die lande in vier teilte u. s. w. Der Schlußi-
artikel, wornach der König die Herren und Städte auf Sonntag Judica widerum nach
Konstans zu sich fordert, die sachen zû vollenden und darinne zu beslissen, gab uns
schon oben Veranlassung, von dem Stück zu reden und es in nächste Beziehung zu
unserem städtischen Gutachten nr. 185 zu setzen. Letzteres steht mitteninne zwischen jenen
25 königlichen Vorschlägen und dem projektierten Tag zu Konstanz an Sonntag Judica, spricht
die Ansicht genannter Städte über die schriftlich übergebenen Propositionen des Königs im
Hinblick auf die bevorstehenden Konstanzer Verhandlungen aus. Leider haben wir von
den letzteren keine Kunde.
Nachdem wir so einen orientierenden Blick auf die noch vorhandenen zu dem
30 Reichstag von Konstanz im Febr. 1415 gehörigen Akten geworfen haben, fassen wir die
einzelnen Stücke noch etwas näher ins Auge.
Was den Erklärungen verschiedener Städte über den Landfriedens-
plan des Königs (nr. 181) vorausgieng und sie veranlafite, haben wir oben gesehen:
der König hatte zu Konstanz seinen Plan, einen gemeinen friden in den landen zü
bestellin, den Städteboten gegenüber zur Sprache gebracht und dabei zur Wideraufrich-
tung des Städtebundes (s. die zweite Anmk. zu nr. 185) unter seinem Protektorat auf-
gefordert. So verstehen wir die Worte des städtischen Gutachtens nr. 185 art. 1: daz
sich die stede zûsamen deten etc. Von welcher Tragweite die konsequente Durchführung
einer solchen Politik für die Gestaltung der staatlichen Verhältnisse Deutschlands werden
konnte, läfst sich leicht ermessen. War doch damit angedeutet, daß K. Sigmund, der
sich bereits 1414 Dez. zu Frankfurt in so überaus städtefreundlichem Sinne ausgesprochen
(nr. 179), entschlossen sei, einerseits die Macht der Städte zu stärken durch Widerbelebung
desjenigen Instituts das ihnen die grösste Kraftentwickelung ermöglicht hatte, des gemeinen
Städtebundes wie er vor dem Egerer Landfrieden 1389 bestanden, andererseits aber, da-
durch daß er sich selbst an die Spitze der so zu vermehrter politischer Geltung gelangten
Städte stellte, seinen Einfluss stets geltend zu machen. So konnte er einerseits Aus-
schreitungen des städtischen Elements verhindern, andererseits den jeder Kräftigung der
Reichsgewalt widerstrebenden und, wie die letzten Jahrzehnte gezeigt, selbst vor offener
Empörung gegen den König nicht zurückschreckenden Fürsten und Herren einen Damm
50 entgegensetzen. Die Eröffnungen, welche Sigmund den Städteboten gemacht hatte, waren
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