z 863 stránek
Titul
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
Inhaltsübersicht
V
VI
VII
Edice
1
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Chronologisches Verzeichnis
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776
777
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
854
- s. 375: … gehörigen Städte eine Stallung einzugehen mit den drei Rheinischen Städten Mainz Worms und Speier bis letztvergangen Georgii [April 23] über ein Jahr,…
- s. 651: … alter aus dem Jahre 1389 herrührender Streit mit den Städten Mainz Worms und Speier damals vor dem königlichen Hofgerichte wider aufgenommen wurde.…
- s. 715: … Mitglieder Erzb. Johann von Mainz nichtgenannte Herren und die Städte Mainz Worms und Speier gedacht werden, ausgearbeitet, d. i. unser Entwurf Ia.…
- s. 717: … Ausführung, vermuthlich weil die nicht- genannten Herren und die Städte Mainz Worms und Speier, auf die I“ rechnete, ihren Beitritt versagten; es…
- s. 720: … Straßburgern, I" dagegen, das den Erzb. von Mainz die Städte Mainz Worms und Speier hinzuzieht, ist von den 15 Schwäbischen Städten und…
- s. 720: … Städten verhandelt und außer von Straßburg auch von den Städten Mainz Worms und Speier (offenbar als Mitgliedern des projektierten Bundes) gesprochen habe.…
- s. 721: … früheren Verhandlungen des Grafen und der Schwäbischen Städte die Städte Mainz Worms und Speier schon genannt waren, so ist es schr begreiflich,…
- s. 735: … Erzb. Johann II von Mainz nichtgenannten Herren und den Städten Mainz Worms Speier andererseits, bis Weihnachten eines unbestimmt gelassenen Jahres. [1405 c.…
- s. 765: … Mainz pag. 70 bemerkt hat, anscheinend keine Vertreter der Städte Mainz Worms und Speier bei dieser Gelegenheit zugegen waren. Viel- leicht hängt…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Ruprecht. Abt. 2. (1401-1405)
Autor:
Weizsäcker, Julius
Rok vydání:
1885
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
863
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Vorwort
- V: Inhaltsübersicht
- 1: Edice
- 771: Chronologisches Verzeichnis
- 799: Orts-Personen-Namen Register
- 854: Zusätze und Verbesserungen
Strana 720
720
Reichstag zu Mainz im Oktober 1405.
wir wissen, nicht gedruckt; doch findet sich in einem Briefe vom 9 Februar 1405 1 und
in einer Urkunde vom 23 Merz 2 Claus Zorn gen. Schultheiß als Stadtmeister erwähnt, in
Stücken vom 21 April3, 11 Mai 4, 6 Juni5 und 1 Juli6 Ulrich Bock jun., in einem
vom 4 August 14057 Gosse Burggrafe; und dieser letzte ist der in Entwurf I genannte.
Die Amtszeit des Ulrich Bock muß bald nach dem 1 Juli abgelaufen sein, früher aber
können wir andererseits Entwurf I nicht ansetzen; alle drei Entwürfe sind also aus
der Zeit zwischen dem 1 Juli und dem 14 September 1405.
Es müssen jetzt die Resultate, die wir aus der Betrachtung der Entwürfe gewonnen
haben, mit den Nachrichten, die die Briefe uns bieten, in Verbindung gebracht werden.
Wir werden da bald sehen, daß wir I und I" vor den 5 Sept., II hingegen nach diesem 10
Datum anzusetzen haben. Es gilt nun zunächst für die Entwürfe I und Ia innerhalb
des Zeitraums vom 1 Juli bis 5 Sept. die Entstehungszeit näher zu bestimmen. Fassen
wir zusammen, was wir über die Entstehung von I und Ia aus den Entwürfen selbst
gewonnen haben: I, das Projekt des engeren Bundes, ist von den Straßburgern, I" dagegen,
das den Erzb. von Mainz die Städte Mainz Worms und Speier hinzuzieht, ist von den 15
Schwäbischen Städten und dem Grafen von Wirtemberg auf Grundlage von I, aber ohne
Betheiligung der Straßburger, ausgearbeitet worden; es muß also I von Straßburg aus
den Schwaben mitgetheilt sein, und, als dieß geschah, lag den Straßburgern anscheinend
der Gedanke noch fern, auch der Erzbischof und die drei Rheinischen Städte würden
dem Bunde vielleicht beitreten. Vergleichen wir damit nun den Brief vom 3 August
nr. 482. Die beiden Straßburger Rathsherren, an die der Brief gerichtet ist, hatten an
zwei Ulmer über das Projekt eines Bundes geschrieben, und diese theilen in ihrer Ant-
wort mit, daß auch der Graf von Wirtemberg schon darüber mit den Schwäbischen
Städten verhandelt und außer von Straßburg auch von den Städten Mainz Worms und
Speier (offenbar als Mitgliedern des projektierten Bundes) gesprochen habe. Bisher 25
hatte Ulm, wie der Brief sagt, aus diesen Verhandlungen auch Straßburg gegenüber
ein Geheimnis gemacht, sie giengen also offenbar über den von Straßburg beeinflußten
Bündnisplan hinaus. Das passt ganz vortrefflich zu unserer Ansicht über die Ent-
stehung von I und Ia; für die Datierungsfrage aber gewinnen wir so viel, daß I“, als
der Brief vom 3 August geschrieben wurde, vermuthlich noch nicht existierte oder wenig- 30
stens doch den Straßburgern noch nicht mitgetheilt war, daß andererseits I vermuthlich
früher ausgearbeitet ist als jener Brief nach Straßburg gelangte. Wir werden aber
noch einen Schritt weiter gehen dürfen. Der Brief der Ulmer beginnt: als ir uns ver-
schriben hand, dieselben iwer frwntlich geschrifft haben wir bracht. Daß hier der
Ausdruck geschrifft und nicht brief gebraucht ist, läßt vermuthen, daß es mehr als ein 35
einfacher Brief war, was die Straßburger den Ulmern geschickt hatten, und wir wagen
es, unter dieser geschrifft den Entwurf I, der unserer Annahme nach ja um diese Zeit
von Straßburg nach Schwaben versandt sein muß, zu vermuthen; er mag dem eigentlichen
Brief als Einlage beigegeben sein. Es stimmen nun weiter die Angaben des Briefes
vom 3 August auf’s schönste zur Ausarbeitung des Entwurfes Ia. Dieser Entwurf ist, 40
wie wir oben ausführten, unter dem Einfluß der Schwäbischen Städte und des Grafen
von Wirtemberg, vermuthlich also doch auf einer Versammlung dieser beiden Parteien,
entstanden, und eine solche Versammlung kündet unser Brief als bevorstehend an.
20
1
s
4
5
6
Straßburg St.A. AA 1430.
Ibid.
Ibid.
Ibid.
Ibid.
Straßburg St.A. G. U. Pf. lad. 145 fasc. 2.
Ibid.
45
50