z 863 stránek
Titul
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
Inhaltsübersicht
V
VI
VII
Edice
1
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Chronologisches Verzeichnis
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 584: … zelnen Artikeln ist von uns stetig auf die entsprechenden des Egerer Landfriedens ver- 30 wiesen, und zwar in der Weise daß der…
- s. 585: … K, aber ganz unabhängig von ihnen, auch zwei Handschriften des Egerer Landfriedens zu Schulden kommen lassen, s. RTA. 2, 163 nt. f.…
- s. 586: … K den könig- lichen Kanzleiabschriften fehlt? Er findet sich im Egerer Landfrieden, der Grundlage des unseren, noch nicht, ist 1404 neu aufgenommen;…
- s. 588: … endgillig festgestellt war, verbreitet wurden. Ahnliches kommt auch beim 20 Egerer Landfrieden vor, s. RTA. 2 nr. 71. M und S sind…
- s. 604: … Kurzschäfte) ohne Zweifel ans sie geändert, WKF sij. 1 Vgl. Egerer Landfrieden von 1389 RTA. 2 Franken von 1404 Juli 11 in…
- s. 610: … 2 Vgl. ebend. art. 25. 3 Ahnlich art. 1 im Egerer Landfrieden von 1389 RTA. 2 nr. 72. Annlich ebend. art. 2,…
- s. 612: … vor Gericht, Lexer mhd. WВ. 3, 591. s Fehlt im Egerer Landfrieden von 1389. Ahnlich cbend. art. 9. 5 Ahnlich ebend. art.…
- s. 617: … vom 26 Aug. 1403 50 nr. 425. 7 Ahnlich im Egerer Landfrieden von 1389 art. 34; dort aber kann der Hauptmann olne…
- s. 618: … Egerer Landfriedens, die das Verhältnis zu den 1 Ahnlich im Egerer Landfrieden art. 36; kleine andern Kreisen regelten, sind hier weggelassen. Abweichungen…
- s. 632: … nr. 446ff. und Einleitung p. 596 f. 2 Vgl. im Egerer Landfrieden von 1389 RTA. 2 nr. 72 art. 2 gegen Ende…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Ruprecht. Abt. 2. (1401-1405)
Autor:
Weizsäcker, Julius
Rok vydání:
1885
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
863
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Vorwort
- V: Inhaltsübersicht
- 1: Edice
- 771: Chronologisches Verzeichnis
- 799: Orts-Personen-Namen Register
- 854: Zusätze und Verbesserungen
Strana 585
Einleitung.
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wie eine Vergleichung bald ergibt, in zwei Gruppen, NL einerseits, WK andererseits.
Zwar kommen Fälle vor, in denen K gegenüber W mit N oder L übereinstimmt (s.
art. 15. 16. 29. 41), aber sie lassen sich durch Nachlässigkeit beider Schreiber auch
bei voller Unabhängigkeit erklären 1, auch treffen NL und K niemals alle drei gegen-
über W in einem Fehler zusammen. Einmal (in art. 40) hat W allein ein Wort
aus Verschen ausgelassen. Schon aus dem gesagten ergibt sich für das Verhältnis
zwischen W und K, daß K nicht Vorlage für W gewesen sein kann, daß man ent-
weder K von W oder beide aus gemeinsamer Vorlage herzuleiten hat, und dieß bestätigt
sich bei näherer Vergleichung, ohne daß man zunächst zwischen beiden Möglichkeiten
sich bestimmt entscheiden könnte. Da W und K Abschriften der königlichen Kanzlei
sind, so können sie mit oder ohne Vermittlung eines Originals auf das Konzept der
Kanzlei zurückgehen. N und L auf der andern Seite haben jedes seine eigenthümlichen
Inkorrektheiten, die kaum cin direktes Abhängigkeitsverhältnis des einen vom andern
zulassen, auch spricht die Provenienz beider Handschriften dagegen. Wir werden hier
15 auf eine gemeinsame Quelle hingewiesen, die von der für W und K anzunchmenden
Vorlage verschieden wäre. L und N weisen auch eine andere Datierung auf als W
und K. Letztere geben übereinstimmend Freitag vor Margareten d. i. Juli 11, L hat
Samstag v. Marg. d. i. Juli 12 und das gleiche Datum gibt auch Wölckern in der
Histor. Norimb. dipl. Wölckern schöpfte aus Nürnberger Archivalien, die Uberein-
stimmung zwischen ihm und L läßt auf eine unterm 12 Juli erfolgte Originalausfertigung
schließen, die sich wahrscheinlich in Nürnberg befand, und aus der L (die Rotenburger
Abschrift) direkt oder indirekt abgeleitet ist. Nun finden wir in N ein drittes Datum
Sonntag v. Marg., das wäre, da wir als Margarethentag den 13 Juli rechnen müssen 2,
der in diesem Jahre 1404 auf einen Sonntag fiel, der 6 Juli. Die Datierung ist an
sich schr auffallend, der 6 Juli liegt näher an Udalrici (4 Juli) und an Kiliani
(8 Juli), nach denen so häufig datiert wird, als an Margarethe, und letzterer Tag ist
die Octav desselben. Dann ist auch die Differenz von 5 resp. 6 Tagen gegenüber WK
L und Wölckern schr auffallend. Da nun N im übrigen L so nahe steht, so möchte
ich glauben, daß es ebenfalls auf das Nürnberger oder ein diesem nahe verwandtes
Original zurückgeht und suntags für samstags (sunabends) verschrieben ist. So. v. Marg.
in N ist als Entstellung von Sa. v. Marg. in L leicht verständlich, nicht aber als ur-
sprüngliche Datierung der dann frühesten Ausfertigung. Es kommt noch hinzu, daß
die Abschrift in Neuburger Kopialbuch schwerlich zu den ganz gleichzeitigen gehört
und daßt, wenn ihr ein anderes Original zu Grunde liegt als das für L vermuthete,
dasselbe schr wahrscheinlich nicht früheren sondern späteren Ursprungs ist. Der Land-
friede war zunächst auf Franken beschränkt, dehnte sich erst nachträglich nach Baiern aus
(s. nt. zu art. 2), und erst diese Ausdehnung konnte Veranlassung geben, für Baierische
Herzöge ein Original auszufertigen oder auch nur nach anderen Vorlagen eine Abschrift
in das Neuburger Kopialbuch aufzunchmen. Auf keinen Fall kann die Datierungs-
differens uns berechtigen in N einen Entwurf zu sehen, sondern direkt oder indirekt
geht N auf ein Original zurück, das entweder mit dem für L supponierten Nürnberger
identisch ist oder ihm doch näher steht als W und K. Daß ein Original N und L
zu Grunde liegt, ist eine für die Gestaltung des Textes nicht unwichtige Annahme.
N und L haben gemeinsam einen Zusatz zu art. 48 der in W und K fehlt. Wie er
45
1
Die Auslassung in art. 29 z. B. haben sich, ebenso wie N und K, aber ganz unabhängig von
ihnen, auch zwei Handschriften des Egerer Landfriedens zu Schulden kommen lassen, s. RTA. 2, 163
nt. f.
2
Wenn wir als Margarethe Juli 15 annehmen dürften, so käme So. v. Marg. als Juli 13 den
andern Datierungen näher.
Deutsche Reichstags-Akten V.
74