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Titul
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Inhalt zum I. Bande
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Inhalt zum II. Bande
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Verzeichniss der Quellenschriften
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Index personarum et rerum
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Index locorum
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Druckfehler des II. Bandes
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- s. 167: … die daselbst befindliche lectura, welche wic fast alle Manuscripte der Prager Universitätsbibliothek in abscheulicher Weise von einem früberen Bibliotheksbeamten verstüm- melt wurde.…
- s. 202: … Nr. 393) ») 202 mit dem unzweiselhaft echten Codex der Prager Universitätsbibliothek entscheiden. Ich mache hier nur noch auſmerksam, dass es sich…
Název:
Fontes rerum Austriacarum. Österreichische Geschichtsquellen. I Scriptores; VII. Band. Geschichtschreiber der husitischen Bewegung in Böhmen, Teil 3.
Autor:
von Höfler, Constantin
Rok vydání:
1866
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
281
Obsah:
- 1: Titul
- 5: Einleitung
- 209: Edice
- 249: Inhalt zum I. Bande
- 252: Inhalt zum II. Bande
- 260: Verzeichniss der Quellenschriften
- 263: Index personarum et rerum
- 276: Index locorum
- 280: Druckfehler des II. Bandes
Strana 202
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mit dem unzweiselhaft echten Codex der Prager Universitätsbibliothek
entscheiden.
Ich mache hier nur noch auſmerksam, dass es sich hier um eine
wichtige Rechtsfrage bandle. Da nämbch die Compactaten nur be-
dingungsweise lauteten, nor unter der Voraussetzung völliger dogma-
tischer und kirchlicher Einheit von Seiten des Concils erfolgten, und
in dieser Weise van den Bóhmen angenommen wurden, so ist die
Frage, ob letztere diese Bedingungen erfüllten, oder verletzten, um
so mehr von Wichtigkeit, als der utraquistische König Georg in
seinem Krönungseide rücksichtslos sich zur Einheit mit der römischen
Kirche bekannte 1). Dic ganze Controverse K. Gcorg's mil den Päpsten
beruhte denn doch darauf: Vollzogen die Utraquisten die Bedingun-
gen, unter welchen die Compactaten zu Stande gekommen waren
oder wollten sie nur die Vortheile derselben, ohne die weiteren Ver-
pslichtungen derselben zu erfullen? Zweitens, war K. Georg durch
seinen Eid gebunden, den Utraquismus im vollen Sinne der Compac-
taten zu wahren? Waren aber nicht letztere lange vor ihrer Auſbe-
bung durch Pius II. von denen selbst am gröbsten verletzt worden, die
sich sonst als die entschiedensten Anhänger der Compactaten benahmen ?
Der Husitismus im XV. Jahrhuuderte halte sich als Zurücksüh-
rung der Kirche, des Priester- und Papstthumes auf christliche Ur-
zustande angekündigt. Er war aber seinem wahren Kerne nach ein
schlecht verhüllter Nationalitätsstreit, welcher aus der zweisachen
Bevölkerung Böhmens eine einzige schaffen sollte. Er war eine künst-
liche Bewegung, welche, als sie ihren wahren Inbalt zeigen sollte.
nach dem Kelche griff und mit allen Kriegen und allen Siegen doch
nur zu dem Resultate führte, dass, wenn früher zwei Nationen in
Böhmen waren, durch die wildeste und zerstörendste Bewegung
in einem und demselben Volke zwei kirchliche Parteien, die sub unn
und die sub utraque, hervorgerusen wurden, welche sich stärker
hassten und befehdeten als fruher Deutsche und Čechen. Letztere
lango keines Zweiſel Erst jetzl, scitdem ich dre Predigten des Mag Wenzel (Peai-
denten in Bethlebom) eingeschen, bei welchen ich zun ersten Male das ora pro nobrs
Sancle Johannes Hus getroffen, komal mir das Bedenkon, ob jenor Capilolcodux nicht
dem letzlgeuannlen Prediger zukomme.
*) Uhrigenyscheint Georg dieson Bid doolach ahgelegt an haben, wenigstens bringt shu
Kajerinat, Rungaria digtom lI, 592, Jeatvch