z 281 stránek
Titul
1
2
3
4
Einleitung
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
194
195
196
197
198
199
200
201
202
203
204
205
206
207
208
Edice
209
210
211
212
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
226
227
228
229
230
231
232
233
234
235
236
237
238
239
240
241
242
243
244
245
246
247
248
Inhalt zum I. Bande
249
250
251
Inhalt zum II. Bande
252
253
254
255
256
257
258
259
Verzeichniss der Quellenschriften
260
261
262
Index personarum et rerum
263
264
265
266
267
268
269
270
271
272
273
274
275
Index locorum
276
277
278
279
Druckfehler des II. Bandes
280
281
- s. 20: … waren aber bekanntlich nicht blos Gegenstände, mit welchen sich die Prager Universität beschäftigte, sondern alle hohen Schulen obne Ausnahme parteiten sich für…
- s. 20: … die böhmischen Doctoren so stolz waren, gehörte nicht unmittelbar der Prager Universität zu. Schon im Jabre 1398 war in Breslan cin Laie…
- s. 24: … Zurückbleibenden vorbanden schien und nahm nun an der Umwandlung der Prager Universität in eine čechische Landesuniversität den grössten Antheil. Er wurde Rector…
- s. 96: … kommen sollte. Von 23 Personen, die zum Theile früher der Prager Universität ange- hörig, verhört worden waren, war die Anzahl der Zeugen…
- s. 120: … und was nicht wahr sei ? Christus und die čechisirte Prager Universität? die individuelle An- 121 schaunng seiner Anhänger? Offenbar setzte er…
Název:
Fontes rerum Austriacarum. Österreichische Geschichtsquellen. I Scriptores; VII. Band. Geschichtschreiber der husitischen Bewegung in Böhmen, Teil 3.
Autor:
von Höfler, Constantin
Rok vydání:
1866
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
281
Obsah:
- 1: Titul
- 5: Einleitung
- 209: Edice
- 249: Inhalt zum I. Bande
- 252: Inhalt zum II. Bande
- 260: Verzeichniss der Quellenschriften
- 263: Index personarum et rerum
- 276: Index locorum
- 280: Druckfehler des II. Bandes
Strana 24
24
Stadt, in welcher er öffentlich als Urheber der Katastrophe bezeich-
net wurde. Er kam dann zurück, als eine Gefahr mehr für die
Abziehenden als für den Zurückbleibenden vorbanden schien und nahm
nun an der Umwandlung der Prager Universität in eine čechische
Landesuniversität den grössten Antheil. Er wurde Rector derselben.
Er sorgte dafür, dass die Actenstücke, welche gegen ihn zeugen koon-
ten, entfernt und vernichtet wurden und hielt sodann mit gänzlicher
Umgehung derjenigen, durch deren Verdienste Prag sich ein halbes
Jahrbundert zum Mittelpuncte aller geistigen Bestrebungen der
deutsch-slavischen Länder erschwungen hatte, den überschwenglichen
Panegyricus seiner Landsleute. Man musste nothwendig der Stadt
und dem Lande glauben machen, dass die ausserordentliche materielle
Einbusse in keinem Verhältnisse zu dem ungeheueren geistigen
Gewinne stehe, welchen das Land durch die Katastrophe der Univer-
sität erlangt habe. Wohin aber die Wegziehenden drangen, verbrei-
teton sie auch die Klagen üher böhmische Treulosigkeit und böhmi-
schen Unglauben und sank so das Land, welches Karl an die Spitze
des deutschen Reiches gestellt hatte, von Jahr zu Jahr an Achtung
und Bedeutung t).
Die Sache selbst würe, wenn das Schisma nicht damals seinen
Höhepunct erreicht und Hus und die Seinen klug sich auf die Seite
der Pisaner Päpste gestellt hätten, während der Erzbischof noch treu
bei P. Gregor XII. aushielt, eine Unmöglichkeit gewesen. Damals
aber war in der allgemeinen Verwirrung eben alles möglich. Klar
war bei diesem Vorgange erstens, dass Wenzel's Räthe ilm in der
Zeit, als er sich um Wiedererlangung des verlorenen Anschens im
deutschen Reiche bemühte, keinen verderblicheren Rath geben
konnten, als den er jetzt in Ausfübrung brachte, und wären nicht die
Finanzverhältnisse seines Gegners Ruprecht so ganz zerrüttet und er
selbst durch Mühen und Anstrengungen gebrochen gewesen, so hätte
die Wagschale des letzteren sich durch diese Massregeln rasch zu
seinem Vortheile heben müssen. Bei allem dem war — was vielleicht
die Urheber der Bewegung heimlich beabsichtigten — Wenzel von
diesem Augenblicke für das deutsche Reich eine Unmöglichkeit
1) Das hiell noch sebr lange an, wie man aus dem Ratbschlag H. Albrochle von Bran-
denburg an selnen Bruder Churl. Friedrich, warum lotzierer die 1468 angebotene
Krone Böhmens nicht annehmen rolſe, essehen kann. Minutoli. Kais. Buch. S. 455.