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Titul
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Inhalt zum I. Bande
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Inhalt zum II. Bande
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Verzeichniss der Quellenschriften
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Index personarum et rerum
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Index locorum
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Druckfehler des II. Bandes
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Název:
Fontes rerum Austriacarum. Österreichische Geschichtsquellen. I Scriptores; VII. Band. Geschichtschreiber der husitischen Bewegung in Böhmen, Teil 3.
Autor:
von Höfler, Constantin
Rok vydání:
1866
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
281
Obsah:
- 1: Titul
- 5: Einleitung
- 209: Edice
- 249: Inhalt zum I. Bande
- 252: Inhalt zum II. Bande
- 260: Verzeichniss der Quellenschriften
- 263: Index personarum et rerum
- 276: Index locorum
- 280: Druckfehler des II. Bandes
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der husitischen Unruhen. Wenn diese Freiheit in Verbindung steht
mit dem von den Deutschen eingeführten emphytentischen Rechte,
die böhmischen Bauern aber gegen Schluss des XV. Jahrbundertes,
das allen Einfluss der Deutschen von Böhmen mehr und mehr ferne
hiell und geradezu ausschloss, ihre Freiheit verlieren, so sieht jeder
Unbefangene ein, ob an dieser Umwandlung in das Schlimmere
Deutsche oder Einheimische wesentlichen Antheil hatten. In wieferne
eine Verschlimmerung der bäuerlichen Verhältnisse mit dem Säculari-
sationsprocesse der husitischen Periode Hand in Hand ging, und
gehen musste, mógen Andere erörtern. Da der Tractat gegen den
Mag. Adalbertus Rankonis de Ericino gerichtef ist, welcher bereits
1372 sich in Paris aufhielt (Palacky. Formelbücher, II. Urk. 192,
S. 151—155), so durste derselbe in die ersten Jahre des Erzbischofs
Johann, Nnebfolgers Arnests von Pardubiz fallen.
Das darauffolgende Gedicht: dolus mundi, hut wie die meisten
lateinischen Poesien jener Tage keinen poetischen Werth, verdient
aber der Sittenscbilderung wegen hier einen Platz. Nicht minder das
Klaggedicht über den Versall klösterlicher Ehre und Auszeichnung.
Die literaturhistorische Aufzeichnung eines Zeitgenossen über
den Sacramentstreit in Prag, führt wie das erwähnte Gedicht in die
Bewegungen ein, welehe sehr bald aus dem Schoosse der Carolina
in das Leben drangen und Böhmen zum Heerde der grössten Contro-
versen machten.
Wie dieses kam und dass gerade Böhmen und kein anderes
Land sich des Kelches so entschieden annahm, ihn zuletzt zom
Nationalsymbol erhob, habe ich in meinen Prager Concilien weitläufg
hesprochen. 1) Die Auffindung des Codex eines Prager Bischofs, von
gelusten and jauen ständiachen Deschlüsaen, dic durch feierliche Eintragung in die
Laudtuſel geselsliche Sanction echallen hallen, das Unrucht der Leibeigenschaft
mil beredlom Worle zn brandmarken. Ditse glücklichen Versuche sind nicht fort-
gestizt worden“. — Hus war es, wolcher, wie Wenzel von Iglan richtig bemerkte
(pro eo quod possessiombus spirituali luri detrahebat, plurimos poteutes laycos sibi
blandiebat altrahere), den Adel durch Preisgebung der geistlichen Besitzthümer an
zich zog und damil die Besserung des Loses der Beuern, welche onf den Bexithun-
gen der Prager Kirche eingetreten war, verhinderte, obwohl er ansanglich die
Sache dor Bauern verlrelen balte. In dem Austeelen der Taboriten, in llirem Kample
mit dem Adel Hegen nicht blos religiöse, condern schr socisle Gründe.
1) Dio communio quotldiana (lI. S. 60) hildel dazu den nalürllchen Ubergang.