z 281 stránek
Titul
1
2
3
4
Einleitung
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
194
195
196
197
198
199
200
201
202
203
204
205
206
207
208
Edice
209
210
211
212
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
226
227
228
229
230
231
232
233
234
235
236
237
238
239
240
241
242
243
244
245
246
247
248
Inhalt zum I. Bande
249
250
251
Inhalt zum II. Bande
252
253
254
255
256
257
258
259
Verzeichniss der Quellenschriften
260
261
262
Index personarum et rerum
263
264
265
266
267
268
269
270
271
272
273
274
275
Index locorum
276
277
278
279
Druckfehler des II. Bandes
280
281
- s. 7: … überwältigenden Revolution hätte bilden können. Anders war dies in dem Königreiche Böhmen, dessen Hauptstadt seit 1347 auch der Sitz des deutschen Königthums…
- s. 30: … tember 1409 1), an P. Alexander gebracht, dass in dem Königreiche Böhmen, in Mähren und in Prag wycleffische Irrtbumer, namentlich durch Predigten…
- s. 60: … jener beob- achtel würde, werde auch die falsche Nachrede dem Königreiche Böhmen nicht schaden. Ich weiss nicht, ob diese Aufrichtigkeit über die…
- s. 67: … königlichen Hofe erkannt habe, dass ihm von keiner Häresie im Königreiche Böhmen etwas bekannt sei, was dann aufgezeichnet, öffentlich verlesen und von…
- s. 140: … Mann wie Wycleff, welcher in gar keiner Berubrung zu dem Königreiche Böhmen stand, auf dasselbe einen so nachhaltigen Einfluss ausüben konnte, so…
- s. 238: … Kaisers Magister Peter Englisch 1137 lagister Peter En- aus dem Königreiche Böhmen auf Anklage seiner Gegner verwiesen. lisch wird Lavdes Srwiests, Prinster…
- s. 245: … starb (112 Wanrelur (d. 5. Waniek von Waleczow, Unterkämmerer des Königreiches Böhmen, Wouzl) de Walerow vom Priester Lupacz doctor idoneus genannt. Dieser…
Název:
Fontes rerum Austriacarum. Österreichische Geschichtsquellen. I Scriptores; VII. Band. Geschichtschreiber der husitischen Bewegung in Böhmen, Teil 3.
Autor:
von Höfler, Constantin
Rok vydání:
1866
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
281
Obsah:
- 1: Titul
- 5: Einleitung
- 209: Edice
- 249: Inhalt zum I. Bande
- 252: Inhalt zum II. Bande
- 260: Verzeichniss der Quellenschriften
- 263: Index personarum et rerum
- 276: Index locorum
- 280: Druckfehler des II. Bandes
Strana 60
60
des weltlichen Herrschers. unparteiische Gerechtsame, zu vergessen.
Die Husiten, welche diese schwache Seite des unfähigen Fürsten wohl
kannten und in ihrer Weise auszubeuten suchten, handelten ganz in
ihrem Vortheile, als sie als sicherstes Mittel, den Frieden herzustellen,
dem Könige eine Aufgabe zuwandten, welche dem Papste, dem Erz-
bischofe, einem Concil der Natur der Sache nach zukam. Uns klingt es
nach dem, was bereits vorgegangen war, fast unglaublich und wie
Ironie, dass man im Ernste rathen konnte, um den Frieden herzustel-
len. solle der König die Simonie, Ehebrüche, Hurerei, den Überfluss
an weltlichen Dingen und die weltliche Herrschaft des Clerus aus-
rotten, dann werde der Frieden und der gute Ruf im Känigreiche
zurückkehren; weil aber M. Hus durch seine Predigten dacan arbei-
tele, diese evangelische Einrichtung im Königreiche einzuführen, so
solle man ihm und den Seinigen eine Frist zur Verantwortung ein-
räumen: jedenfalls müsse der Frieden nach der Anordaung Christi
dem blos weltlichen Frieden vorgezogen werden; wenn jener beob-
achtel würde, werde auch die falsche Nachrede dem Königreiche
Böhmen nicht schaden. Ich weiss nicht, ob diese Aufrichtigkeit
über die Intentionen des Hus nicht demjenigen am meisten schadete.
für welchen der Rathschlag stattfand. Natürlich sahen diejenigen,
anf deren Beraubung, offen gestanden, die Predigten des Hus gerichtel
waren. in ihm von nun an ihren grimmigsten Gegner, gegen welchen
um so weniger Schonung am Platze war, als ja die Jahre 1411-12
hinlänglich gezeigt hatten, dass mit diesem neuen Evangelium die
grössten Gewaltthaten sich vereinbarten. Nicht minder lehrreich war,
was Jessenitz bei dieser Gelegenheit aussprach. Er läugnete, dass der
Papsl Nachfolger Petri sei. Man habe sich den Sentenzen der Päpste
nur zu unterwersen, in wieferne sie mil der heiligen Schrift über-
einstimmten. Er unterschied auf das Bestimmteste einen evangeli-
schen Clerus von dem katholischen; er gab zu, dass der Zwist
unter dem Clerus von der evangelischen Predigt herrühre, durch
welche die Schismatiker und Häretiker in Gottes Kirche überwiesen
würden, insbesondere aber vom römischen Hofe, von Simonie, Wohl-
leben und Geiz, die wahren Ursachen des Zwiespaltes unter dem
böhmischen Clerus seten. Würden diese ausgerotlet, su werde auch
Friede und Eintracht im Clerus wieder hergestellt. Diese müssten aber
nicht rom evangelischen Clerus, sondern auch von der Laiengewalt
ausgerottet werden.