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Titul
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Inhalt zum I. Bande
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Inhalt zum II. Bande
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Verzeichniss der Quellenschriften
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Index personarum et rerum
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Index locorum
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Druckfehler des II. Bandes
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Název:
Fontes rerum Austriacarum. Österreichische Geschichtsquellen. I Scriptores; VII. Band. Geschichtschreiber der husitischen Bewegung in Böhmen, Teil 3.
Autor:
von Höfler, Constantin
Rok vydání:
1866
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
281
Obsah:
- 1: Titul
- 5: Einleitung
- 209: Edice
- 249: Inhalt zum I. Bande
- 252: Inhalt zum II. Bande
- 260: Verzeichniss der Quellenschriften
- 263: Index personarum et rerum
- 276: Index locorum
- 280: Druckfehler des II. Bandes
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holten, statt des grossen und allgemeinen Tempels eine Barake auf
ihcem Berge Garizim zu bauen.
Auch Johannes Hus musste davon überrascht sein. Er und die
Seinen hatten gerade in der letzten Zeit den römischen Stuhl als die
Quelle der Verwirrung bezeichnal, von da gehe die Ketzerei aus,
selbst ein Weib sei einmal Papst gewesen. Gerade vun dem unwür-
digsten Papste war jetzt, um mich in der Redeweise dieser Männer
auszudrücken, wie dem hebräischen Helden einst aus dem Kinnbacken
des Esels Honig geflossen, so das Zeichen der Rettung und des Heiles
uusgepslanzt worden. Johannes Hus hatte an andere Dinge gedacht.
Seine persünlichen Gegner (acmuli) waren es, die ihn hei Papst
Johann verklagt hatten, dass er viele Irrthümer und Häresie gepredigt
habe und die den Papst gebeten hatten, ihn als der Häresie verdächtig,
zur persönlichen Erscheinung nach Rom vorzuladen. Papst Johann
habe diese Sache dem Cardinal Colonna zur Prüfung übergeben,
damit, wean sic sich so verhalte, wie sie vorgelegt worden war, Hus
persönlich an den römischen Hof citirt werde. Der Cardinal Colonna
sei nun in der Untersuchung der Zeugen, um dies Anbringen zu veri-
ficiren, verkehrt zu Werke gegangen, habe andere Beweise nicht
zugelassen; selbst die vom Papste ausgesprochene (?) Nachlassung des
persönlichen Erscheinens unterdrückt und den Hus persönlich vor
den römischen Stuhl vorgeladen. Da nun der Termin der Citation zu
Ende lief. habe der König, die Königin, die Barone, die Prager Uni-
versität, die Alt- und Neustadt, ihre Boten an den Papst und den
Cardinal Colonna abgesandt, und wiederholt gebeten, dass von der
persönlichen Citation abgeschen werde, da Hus ungerechter Weise
von seinen Gegnern angeklagt worden sei; dass ferner Hus wegen
der Todtfeindschaften, welche ihm unterwegs bereitel seien, nicht hin-
und zurückgehen könne. Der Papst möge daher nicht dulden, dass
das Königreich Böhmen ungerechter Weise in den Verruf der Häresie
komme und zugleich gestatten, dass das Wort Gottes in den Capellen
dem Volke geprediget werde. Zugleich wurde dem Papste angeboten
auf Landeskosten einen Legaten nach Böhmen zu senden, welcher,
was daselbst zu bessern sei, bessere, der König und die Gemeinde
wollten daan ihm Hülse leisten, um diejenigen zu bestraſen, die als
in Irrthumern befindlich sich herausstellten. Um ferner sich zu eni-
schuldigen und seine Unschuld darzuthun, habe Hus, welcher wegen sei-
ner Feinde nicht an den römischen Hof kommen konnte, seine Anwalte