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Titul
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Inhalt zum I. Bande
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Inhalt zum II. Bande
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Verzeichniss der Quellenschriften
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Index personarum et rerum
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Index locorum
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Druckfehler des II. Bandes
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Název:
Fontes rerum Austriacarum. Österreichische Geschichtsquellen. I Scriptores; VII. Band. Geschichtschreiber der husitischen Bewegung in Böhmen, Teil 3.
Autor:
von Höfler, Constantin
Rok vydání:
1866
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
281
Obsah:
- 1: Titul
- 5: Einleitung
- 209: Edice
- 249: Inhalt zum I. Bande
- 252: Inhalt zum II. Bande
- 260: Verzeichniss der Quellenschriften
- 263: Index personarum et rerum
- 276: Index locorum
- 280: Druckfehler des II. Bandes
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seiner Sache verordnet waren, ibo nicht privaſim informiren wollten.
sondern ihm sagten, er müsse der Entscheidung des Concils harren 6).
Hus hatte sich aber gerade in dieser Beziehung eine Hinterthüre offen
gehalten, indem er in seinen Briefen fortwährend seine Unterwerfung
sò verstand, dass er eines Besseren belehri würde, sich wie natürlich
die Entscheidung vorbebaltend, ob er belchrt wäre oder ob er das
Concil helebrt hälte. Freilich sab man diesen Kunstgriff schr bald
durch und trieb ihn dann so in die Enge, dass er sich darüber aus-
sprechen musste. Seinerseits hatle sich das Concil aber wohl gehütet.
ihn for einen Härctiker oder gar Häresiarchen zu erklären. Es bezeich—
nete verschiedene Sätze als häretisch, jedoch nicht ihn, weil dazu
seine volle Erklörung gchörte, bei den incriminicten Sätzen zu ver-
harren. Erklärte er bei dem nachsten Verhöre, dass er sich der
Entscheidung des Concils uber diese Sätze nicht unterwerse, so batte
er sich dadurch als Häretiker selbst bezeichnet und auch selbst
gerichtet. Nicht blos, dass sein Tod sicher war, sondern er hatte
dann auch das Königreich Böhmen mit dem Makel behaftet, dass es
allen Warnungen zum Trotze Jahre lang die Häresie in seinem
Schoosse genährt, die Katholiken verfolgt habe. Die ganze bisherige
Bewegung, deren baretischen Charakter Hus auf das Bestimmteste
geläughet hatte, trat dann in demjenigen Lichte hervor, welches
Palec darauf hatte fallen lassen und der viel betoute Satz, kein wahrer
Böhme könne eine Häretiker sein, erwies sich als müssige Erfindung.
Es kam noch ein schweres Bedenken dazu! Hus hatte immer mit
gleicher Taktik versahren. Wie er der Verurtheilung der 45 Artikel
widerstrebte, angeblich weil er den Gründen derselben nicht bei-
pstichten könne, hatfe er auch der Erklärung Sbinco's über das Allar-
sakrament und die Remanenz des Brodes sich entgegengestellt, angeb-
lich weil er dem Wortlaute des erzhischöflichen Mandates nicht bei-
pslichten könne. In äbalicher Weise hatte er dann später gegen den
Pisaner Papst die Frage ausgeworfen. ob an cinen Papst zu glauhen
sei? Sicht man auf dieses consequent durchgefuhrte Versahren, so
möchte man meinen, es seien dies lauter Wortklaubereien nach der
Weise der Scolastiker, die ja Hus auch dahin trich zu untersuchen,
ob alle Gefährten des Pharao, die im rothen Meère ertranken, unselig
geworden seien. Allein nicht so war es mit seinen Zubörern in Bcth-
1)Tu dchce starv dečiloni concilii.