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Titul
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Inhalt zum I. Bande
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Inhalt zum II. Bande
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Verzeichniss der Quellenschriften
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Index personarum et rerum
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Index locorum
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Druckfehler des II. Bandes
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Název:
Fontes rerum Austriacarum. Österreichische Geschichtsquellen. I Scriptores; VII. Band. Geschichtschreiber der husitischen Bewegung in Böhmen, Teil 3.
Autor:
von Höfler, Constantin
Rok vydání:
1866
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
281
Obsah:
- 1: Titul
- 5: Einleitung
- 209: Edice
- 249: Inhalt zum I. Bande
- 252: Inhalt zum II. Bande
- 260: Verzeichniss der Quellenschriften
- 263: Index personarum et rerum
- 276: Index locorum
- 280: Druckfehler des II. Bandes
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wieklung den gewaltsamen Ursprung nicht verlangnet, ist sich in dem
blinden Hasse gegen die Deutschen, in ihrer Auswiegelung der rohen
Massen, in der eigenen geistigen Unsruchtbarkeit, in der Zerstörung
des alterthümlichen Charakters von Böhmen gleicb gebliehen. Man
halte mit der Vertreibung der Deutschen von der Universitäl begonnen.
Als Wenzel IV. in dem Augenblicke starb, in welchem er Lust be-
zengte die schreckliche Unthat am Neustädter Rathhause, die Ermor-
dung der katholischen Rathsberren zu bestrasen, wurde der deutsche
König Sigismund, Kaiser Karl's IV. Sohn und Wenzel's Bruder, von
dem Erbe seines Geschlechtes ausgeschlossen und der lithauische
Grosssurst Alexander Witold, dann Sigmund Korybut (Nefle des
K. Wladislaus Jagello von Polen, aus lithauischen Stamme) berufen.
Als K. Sigismund nach 17jähriger Revolution endlich anerkannt wurde
und das Jahr darauf 1437 storb. wurde gegen den Habsburger
Albrecht U. Casimir von Polen aufgestellt, und das Land auf's neue
in Zerrültong gesturzt. Als Albrecht's Sohn Ladislaus gestorben war,
wurde wieder von dem Hausvertrage Karl's IV. mit den Habsburgern
abgesehen, and Georg von Kunstadt erwäblt, unter welchem der
Utraquismus auf's neue in Kampf trat, so dass die kraftvoll begonnene
Regierung wie ein Meteor erlosch Schon hei K. Georg's Wahl war
das Anrecht des sächsischen Hauses, in welches Anna, die ältesle
Schwester des K. Ladislaus, (den Chursursten Wilhelm III.) geheira-
tet hatle. übergangen worden. Als es sich nach dem Tode K. Georg's
um die Wahl des Habsburgers Friedrich IV. bandelte, dachte man
ouſ einmal an die Nachkommen der Prinzessin Elisabeth, Anna's
jungerer Schwester, die 1459 den K. Casimir von Polen geheirate€
hatte. Der Pole Wladislaus, Casimir's Sohn wurde, so unfäbig en
war, als Böhmenkönig statt Friedrich IV. angenommen; nach ihm
sein unglücklicher Sohn K. Ludwig. Erst als dieser bei Mohac ge-
blieben war und die äusserste Noth den Anschluss an das bereits
müchtige Haus Habsburg gebot, wurde der Habsburger Ferdinand
gewählt und blieb nun mit Ausnahme der Empörung (1618—1620)
Böhmen bei der deutschen Dynastie. So lange der Husitismus nach-
wirkte, war das Möghiche geschehen, dass dieses nicht slattfinde.
Welchen Antheil an der Revolution von 1618 die böhmischen
Brüder nahmen, braucht hier nicht erörtert zu werden.
Daneben aber bestand das Wesen des Husitismus in der Aus-
wregelung der roben Massen, in dem besspiellos trechen Wuthen