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- s. 18: … v. Symonis et Jude [Okt. 26] 40 datierten Abschied des Ulmer Tages in Nördlingen Stadt-A. Akten des Schwäbischen Städtebundes IV, 4 nr.…
- s. 25: … gelegt (vgl. nr. 49 art. 4). Uber den Besuch des Ulmer Tages vom 27. Januar erfahren wir aus unseren nrr. 56 30…
- s. 27: … an dem Standpunkt festzuhalten, den die Ninberger Gesandten auf dem Ulmer Tage vertreten hatten. Demgemäß erklärten sie sich zwar grundsätzlich zum Beitritt…
- s. 84: … Instruktion offenbar für die Gesandten bestimmt, die Nürnberg zu dem Ulmer Tage vom 27. Januar schickte. Sie wird schwerlich vor dem 22.…
- s. 93: … 59. Nürnberg an Ulm 1: ist geneigt, der auf dem Ulmer Tage beschlossenen Vereinigung der Städte mit der Herrschaft Württemberg und der…
- s. 96: … Febr. 171 Nürnberg an Ulm 2: hat die auf dem Ulmer Tage zuletzt zur Sprache gebrachte Angelegenheit, über die es Ulm seine…
- s. 280: … Wir erfahren leider nicht, welche Mitglieder des Schwäbischen Städtebundes den Ulmer Tag beschickten. Auch der Abschied des Tages fehlt. Aber wir können…
- s. 283: … wird darin nicht ausdrücklich erwähnt, aber ihre Besprechung auf dem Ulmer Tage verstand sich von selbst, wenn man sich dort, wie vorgeschen…
- s. 288: … 10 zu besprechen (nr. 205 art. 6). Der Besuch des Ulmer Tages war verhältnismäßig gut. Von den 33 Mitgliedern der Weinsberger Vereinigung…
- s. 289: … schicken (nr. 211). Ob und wie die Angelegenheit auf diesem Ulmer Tage behandelt wurde, ist nicht bekannt. Der Abschied2 handelt nur von…
- s. 372: … Mitteilungen über Nürnbergs Antwort an Ulm wegen der auf dem Ulmer Tage beratenen drei An- gelegenheiten erhalten habe; will wissen, ob es…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 1. Hälfte 1 (1440-1441)
Autor:
Herre, Hermann
Rok vydání:
1912
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
530
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorbemerkung
- 1: Edice
Strana 18
18
Das Zwischenreich vom November 1439 bis zum Januar 1440.
Der Schwäbische Städtebund, dem damals Ulm, Rothenburg, Nördlingen, Hall,
Memmingen, Rottweil, Gmünd, Dinkelsbühl, Donauwörth, Kaufbeuern, Kempten, Leut-
kirch, Giengen, Aalen und Bopfingen angehörten, hatte am 20. September, anscheinend in
Donauwörth 1, getagt, um über die Erneuerung des demnächst ablaufenden Bündnisses zu
beraten. Die Ansichten waren geteilt gewesen. Die einen hatten die mit den Grafen 5
Ludwig und Ulrich von Württemberg verbündeten Städte Eßlingen, Reutlingen, Heilbronn
und Weil 2 zum Beitritt einladen wollen. Andere waren für die Annahme eines Bünd-
nisses gewesen, das die Ritterschaft mit Sankt Georgen Schild den Städten angeboten
hatte. Noch andere hatten den Wunsch geäußtert, man solle die schon früher im Bunde
gewesenen Städte Ravensburg und Biberach und ihre Bundesgenossen Uberlingen, Lindau, 10
Pfullendorf, Wangen und Isny zum Wiedereintritt in den Bund bewegen, desgleichen
Augsburg und Nürnberg. Allen diesen Wünschen hatten aber Ulm und einige andere
Städte entgegengesetzt, daß zunächst doch erst die bisherigen Verbündeten sich über den
Fortbestand ihres Bündnisses einigen müßsten und daß dann vorerst nur die Städte neu
aufgenommen werden sollten, die sich schon zum Beitritt bereit erklärt hätten. Sei das 15
geschehen, so könne man immer noch an ein Bündnis mit den Grafen von Württemberg,
der Ritterschaft und anderen denken. Die Beschlußfassung war schließlich vertagt
worden. Man hatte verabredet, daß jede Stadt auf einer neuen, durch Ulm zu berufen-
den Versammlung endgültig erklären solle, ob sie den Bund erneuern wolle, selbst wenn
einige der bisherigen Mitglieder austreten würden s. Diese Versammlung hatte dann am 20
25. Oktober in Ulm stattgefunden, war aber auch ergebnislos geblieben, da ein Teil der
Städte sie nicht beschickt, ein anderer Teil die verlangte bindende Erklärung zu geben
auch jetzt noch abgelehnt hatte. Den Anwesenden war nichts anderes übrig geblieben als
einen neuen Termin, den 26. November, festzusetzen. An diesem Tage sollte jede Stadt
ohne vorherige Einladung ihre Gesandten nach Ulm schicken 4.
In der Zwischenzeit, wohl im ersten Drittel des November, erhielt nun aber Ulm
durch Straßburg ein vom 21. September 1439 datiertes, an den Schwäbischen Städtebund
gerichtetes Schreiben K. Albrechts zugesandt, in dem der König mitteilte, daß er Herzog
Ludwig den Jüngeren von Baiern beauftragt habe, den Bernhard von Westernach und
den Grafen Johann von Öttingen wegen Gefangennahme, Beraubung und Schatzung der 30
an den königlichen Hof reisenden Straßburger Gesandten Ritter Arbogast von Kageneck
und Altammanmeister Konrad Armbruster zu einem Rechtstag vorzuladen und zur
Teilnahme an diesem Tage auch den Schwäbischen Städtebund und andere Städte und
Herren aufzufordern 5. Gleichzeitig übersandte Straßburg ein vom 25. Oktober datiertes
25
1
Daß die Tagung in Donauwörth stattfand,
schließen wir teils aus unserer nr. 46 teils aus
einem Briefe Nürnbergs an Ulm, in dem es heißt:
die Nürnberger Ratsbotschaft, die vor kurzem bei
den Gesandten Augsburgs, Ulms und anderer
Städte zu Werde gewesen sei, habe über die dort
gepflogenen Verhandlungen Bericht erstattet; wolle
Ulm die betreffenden Punkte durch die Gesandten,
die es zum Tage in der Dinkelsbühler Angelegen-
heit nach Nürnberg schicke, weiter besprechen
lassen, so wolle Nürnberg seinen Ratsfreunden
die nötigen Weisungen geben; dat. ut supra, d. i.
feria 5. ante Dionisii [Okt. 8]. (Nürnberg Kreis-A.
Briefbuch 14 fol. 51b cop. chart. coaeva.)
2 Vgl. S. 21 Anm. 1.
8
Vorstehendes nach einem Briefe Ulms an Nörd-
lingen von Mi. v. Gallen tage [Okt. 14/ a. d. etc.
39, in dem Ulm die oben erwähnte neue Versamm- 35
lung für So. v. Simon und Judas fOkt. 25] aus-
schreibt (Nördlingen Stadt-A. Akten des Schwä-
bischen Städtebundes IV, 4 nr. 18 orig. chart. lit.
clausa c. sig. in v. impr.).
4 So laut dem von Mo. v. Symonis et Jude [Okt. 26] 40
datierten Abschied des Ulmer Tages in Nördlingen
Stadt-A. Akten des Schwäbischen Städtebundes IV,
4 nr. 44 not. chart. orig. c. sig. in v. impr.
5 Eine Abschrift des aus Peterwardin 1439 an
sant Matheus dez hailigen swolfbotten tag r. 2 45
datierten Schreibens liegt in Nördlingen Stadt-A.
Akten des Schwäbischen Städtebundes IV, 4 nr. 27a
cop. chart. coaeva mit Schnitten. Sie war dem
unten S. 19 Anm. 2 angeführten Briefe Ulms an
Nördlingen beigelegt.
50