z 530 stránek
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Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 1. Hälfte 1 (1440-1441)
Autor:
Herre, Hermann
Rok vydání:
1912
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
530
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorbemerkung
- 1: Edice
Strana 303
Einleitung.
303
nr. 249, zeigt, am 16. August in den Händen des Erzbischofs. Aus demselben Schreiben
geht auch hervor, daß der Erzbischof persönlich an der Aschaffenburger Synode teilnahm.
Uber die Beteiligung der Suffragane an den Verhandlungen sind wir ziemlich gut
unterrichtet. Die meisten hatten dem Erzbischof schon gleich nach Empfang der Ein-
5 ladung mitgeteilt, daß sie, wenn möglich, persönlich kommen, jedenfalls aber Gesandte
schicken würden (vgl. nrr. 233�239). Sie zogen jedoch dann, scheint es, vor, das letztere
zu tun. Sicher wissen wir es von den Bischöfen von Verden, Worms, Konstanz, Hildes-
heim, Speier und Chur (vgl. nrr. 240, 242�245 und 248). Auch das Paderborner
Domkapitel wird hierher zu rechnen sein (vgl. nr. 235). Als nicht vertreten können wir
10 nur Bischof Burchard von Halberstadt nennen. Sein Gesandter, der Domdechant Konrad
Donekorff, erkrankte Anfang August plötzlich, und da kein Ersatz für ihn beschafft
werden konnte, so sah Bischof Burchard von der Beschickung der Synode ab (vgl. nr. 247).
Ob die Verhandlungen ein bestimmtes Ergebnis hatten, vermögen wir bei dem gänz-
lichen Mangel an Berichten nicht zu sagen 1. Aus den Aufzeichnungen über die General-
15 kongregation des Baseler Konzils vom 23. September 1440, die wir in den nrr. 264 und 265
der lit. E mitteilen, scheint aber hervorzugehen, daß im Gegensatz zum Erzbischof, der
trotz seines Beitrittes zur Neutralität für das Konzil war, ein Teil der Suffragane zu
Eugen IV. neigte2 und daß von diesen Gegnern des Konzils die in unserer nr. 264 er-
wähnten konzilsfeindlichen Vorschläge ausgingen, derentwegen der Erzbischof sich nachher
20 beim Konzil glaubte entschuldigen zu müssen.
b. Synode der Kölner Kirchenprovinz in Köln am 8. Oktober 1440 nr. 250�260.
Erzbischof Dietrich von Köln, der sich, wie es scheint, erst Ende August oder An-
fang September zur Einberufung einer Synode entschloß, zog den Kreis der Einzuladenden
ctwas weiter als sein Mainzer Amtsbruder, indem er außter seinen Suffraganen auch
25 noch die Universität Köln, die vier Bettelorden und die Prämonstratenser heranzog.
Von seinen Einladungen ist nur die an die Universität noch vorhanden (nr. 250).
Sie hat das Datum des 5. September und nennt als Termin der Synode den 8. Oktober.
Die Vorbereitung des Nürnberger Reichstages ist darin nicht ausdrücklich als Zweck der
Beratungen bezeichnet, aber sie ergibt sich indirekt aus der Bemerkung des Erzbischofs,
so daßt iln K. Friedrich um scinen Rat in der Kirchenfrage gebeten habe.
Antwortschreiben auf die Einladungen und Beglaubigungen, wie wir sie für die
Aschaffenburger Synode beibringen konnten, fehlen hier leider ganz. Gleichwohl können
wir eine Anzahl Besucher der Synode, und darunter gerade die hervorragendsten, auf
Grund zweier Berichte namhaft machen, die ein nicht mit Namen genannter Bettelmönch
35 an einen unbekannten Adressaten und Arnold de Spina, der Vertreter des Propstes von
St. Marien in Utrecht Heinrich Raescop, an seinen Mandatar sandten (nrr. 257 und 258).
Neben Erzbischof Dietrich erschien sein Bruder Bischof Walram von Utrecht mit dem
Rektor der Universität Köln Johannes Tinctoris, dem Magister Johannes Pollart, dem
Prior der Utrechter Augustinerchorherren und dem oben genannten Arnold de Spina.
40 Bischof Johannes von Lüttich hatte sechs Sprecher mitgebracht, den Archidiakon von
Lüttich Giorgio Cesarini, den Propst von Eika, die Magister Johannes de Monte, Hey-
mericus de Campo und Petrus de Bruxella, und einen Domherrn von St. Peter in Lüttich.
Für Bischof Albert von Minden war ein Prokurator da. Ferner hatten die Universität
1 Der bei J. A. Schmidius, Dissertatio de con-
45 ciliis Moguntinis (in Joannis, Scriptorum historiae
Moguntinensi cum maxime inservientium sylloge,
Francofurti 1727, pag. 308-309) abgedruckte Be-
schluß gehört zur Aschaffenburger Synode des
Jahres 1439. Vgl. darüber künftig RTA. Bd. 14.
2
Als Anhänger Eugens IV. werden vielleicht
die Bischöfe von Hildesheim und Augsburg zu be-
trachten sein. Ersterer datiert in unserer nr. 245
nach Pontifikatsjahren Eugens IV. Uber letzteren
vergleiche man die nrr. 365 und 369.