z 530 stránek
Titul
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Inhaltsübersicht
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- s. 132: … Rubrik der Vorbereitungen für den Reichstag zu Nürnberg und den Mainzer Kongreß. Die einschlägigen Akten sind in lit. A der nächsten Hauptabteilung…
- s. 264: … in vorberatender Form. Ihre endgültige Entscheidung sollte erst auf dem Mainzer Kongreß erfolgen, dem sie als ausschließlicher Beratungs- gegenstand zugewiesen wurde. In…
- s. 312: … nach- her zwischen dem Erzbischof und den Konzilsgesandten auf dem Mainzer Kongreß stattfanden, kann man aber ziemlich sicher schließen, daß er mit…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 1. Hälfte 1 (1440-1441)
Autor:
Herre, Hermann
Rok vydání:
1912
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
530
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorbemerkung
- 1: Edice
Strana 312
312
Beabsichtigter Reichstag zu Nürnberg am 30. November 1440 bezw. 6. Januar 1441.
Vorteil bedacht, als daß er so aussichtsvolle Handelsobjekte wie Neutralität und Obödienz
ohne Gegenleistung, etwa in der Palliengeldfrage, hätte fahren lassen.
Mehr Erfolg hatten die beiden Gesandten in Köln. Darüber ist schon in lit. Db
alles Erforderliche gesagt worden.
Die Aussichten auf die Aufhebung der Neutralität standen also um die Mitte des 5
Oktober nicht ungünstig. Von den Erzbischöfen von Mainz und von Köln konnte man
ziemlich sicher erwarten, daß sie dafür stimmen würden. Aber welchem der beiden
Päpste dann beide zuneigen würden, das ließ sich einstweilen nicht absehen. In dieser
Hinsicht kam viel oder alles auf die Haltung des Erzbischofs von Trier an. Das er-
kannten auch Papst Felix und das Konzil. Deshalb machte der Papst noch im Oktober 10
den Versuch, den Erzbischof durch Versprechungen für sich zu gewinnen. Sein Unter-
händler war der Metzer Archidiakon Guillermus Hugonis (vgl. nr. 267). Von welcher
Art die päpstlichen Versprechungen sein sollten, wissen wir nicht; vermutlich spielten
dabei die schon erwähnte Palliengeldfrage und die Ubertragung der vakanten Würzburger
Dompropstei1 an Jakobs Bruder Philipp von Sierck eine Rolle. Uber das Ergebnis der 15
Bemühungen des Archidiakons ist nichts überliefert. Aus den Verhandlungen, die nach-
her zwischen dem Erzbischof und den Konzilsgesandten auf dem Mainzer Kongreß
stattfanden, kann man aber ziemlich sicher schließen, daß er mit leeren Händen nach
Basel zurückkehrte. Erzbischof Jakob wollte offenbar erst die Anerbietungen der Gegen-
seite abwarten, ehe er sich Felix und dem Konzil gegenüber band.
20
c. Verhandlungen des Baseler Konzils mit K. Friedrich im Oktober und November 1440
nr. 268-270.
Die Gesandten des Konzils und des Papstes Felix, die im April und Mai bei
König Friedrich gewesen waren, hatten, wie wir in lit. A a sahen, im Punkt der Kirchen-
frage nicht allzu viel erreicht. Der König hatte zwar den Geleitsbrief, den seine Vor- 25
gänger dem Konzil gegeben, erneuert und ihn ausdrücklich auch auf den Papst aus-
gedehnt (allerdings ohne dabei den Gegenpapst Felix mit Namen zu nennen), aber er
hatte die vom Konzil erschnte unzweideutige Anerkennung Felix' V. nicht ausgesprochen
und sich ebensowenig zu einer offenen Absage an Eugen IV. verstanden. Das Konzil
hatte sich einstweilen mit diesem mageren Erfolg zufrieden gegeben, und es hatte das um 3o
so cher tun können, als der Geleitsbrief des Königs die für den Augenblick wichtigste
Folge gehabt hatte, daß Papst Felix seine wiederholt verschobene, vom Konzil immer
dringender verlangte Reise nach Basel nun endlich ausführte. Er war dort am 24. Juni
angekommen und am 24. Juli feierlich gekrönt worden 2.
Unter den Teilnehmern der Krönung befand sich der bisherige Protektor des Konzils 35
Konrad von Weinsberg. Zwischen ihm, dem Papst und dem Konzilspräsidenten Kardinal
von Arles, vielleicht auch noch anderen Prälaten fanden im August Besprechungen über
die Lage des Konzils statt, in deren Verlauf von irgend einer Seite, vermutlich von Konrad
von Weinsberg selbst, angeregt wurde, König Friedrich durch lockende Anerbietungen
finanzieller Natur enger an das Konzil zu fesseln. Man ging dabei von der Annahme 40
aus, daß der König für die bevorstehende Fahrt zum Nürnberger Reichstag Geld
brauchen3 und darum geneigt sein werde, aus der vom Konzil gewiesenen Finanzquelle
zu schöpfen.
Die Quelle, an die man dachte, war das für den Griechenablaß gespendete, aber
noch nicht eingesammelte Geld in den Erzbistümern Mainz, Magdeburg und Bremen.
1 Vgl. darüber Concilium Basiliense Bd. 7
et la fin du grand schisme pag. 340-342 und
S. LIII-LV.
Valois, Le pape et le concile 2, 196-197.
Vgl. Concilium Basiliense 7, 188-189 und
Vgl. nr. 270 art. 35.
212�215; auch Pérouse, Le cardinal Louis Aleman
45