z 530 stránek
Titul
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Inhaltsübersicht
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Vorbemerkung
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- s. 132: … Rubrik der Vorbereitungen für den Reichstag zu Nürnberg und den Mainzer Kongreß. Die einschlägigen Akten sind in lit. A der nächsten Hauptabteilung…
- s. 264: … in vorberatender Form. Ihre endgültige Entscheidung sollte erst auf dem Mainzer Kongreß erfolgen, dem sie als ausschließlicher Beratungs- gegenstand zugewiesen wurde. In…
- s. 312: … nach- her zwischen dem Erzbischof und den Konzilsgesandten auf dem Mainzer Kongreß stattfanden, kann man aber ziemlich sicher schließen, daß er mit…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 1. Hälfte 1 (1440-1441)
Autor:
Herre, Hermann
Rok vydání:
1912
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
530
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorbemerkung
- 1: Edice
Strana 132
132
Wahltag zu Frankfurt am 2. Februar 1440.
Kirchenfrage gepflogen wurden, fallen unter die Rubrik der Vorbereitungen für den
Reichstag zu Nürnberg und den Mainzer Kongreß. Die einschlägigen Akten sind in
lit. A der nächsten Hauptabteilung zu suchen.
D. Verhandlungen über die Kirchenfrage nr. 113-125.
Wir haben in lit. C der vorigen Hauptabteilung 1 erwähnt, daß die beiden päpst- 5
lichen Gesandten Jacobus de Oratoribus und Nikolaus von Cusa auf dem Lahnsteiner
Kurfürstentage mit dem Bescheide entlassen worden waren, daß ihre Propositionen erst
auf dem Frankfurter Wahltage beantwortet werden könnten. Ferner haben wir oben2 in
lit. C wahrscheinlich gemacht, daß jene Propositionen eins der Themata waren, um die
sich die Verhandlungen drehten, die in den Tagen vom 29. Januar bis zum 1. Februar 10
im Schoß des Kurkollegs gepflogen wurden. In der vorliegenden Abteilung tragen wir
nun die Aktenstücke zusammen, die Auskunft über die Verhandlungen geben, die un-
mittelbar nach der Königswahl zwischen den Kurfürsten und den Gesandten Papst Eugens,
des Baseler Konzils und des Gegenpapstes Felix stattfanden, fast ausnahmslos ungedrucktes
und, abgesehen von der in nr. 120 mitgeteilten Antwort des Kurfürsten an die Gesandten 15
des Konzils, noch unbenutztes Material.
Die oben erwähnten beiden päpstlichen Gesandten hatten dem Papst über ihre
Tätigkeit in Lahnstein, vielleicht auch über den Frankfurter Kurfürstentag vom 11. No-
vember brieflich berichtet, ihm Abschrift ihrer Lahnsteiner Propositionen (nr. 71) gesandt
und ihm den Termin der Königswahl mitgeteilt (vgl. nr. 114 art. 1). Die Schriftstücke 20
mochten Ende Dezember 1439 oder in den ersten Januartagen in Florenz eingetroffen
sein. Sie veranlaßten den Papst, den Kurfürsten und seinen Gesandten die beiden vom
10. Januar 1440 datierten Briefe zu schicken, die wir in unseren nrr. 113 und 114
vorlegen.
Der maßvolle Ton, in dem er sich den Kurfürsten gegenüber über Protestation und 25
Neutralität äußert, zeigt, wie viel ihm im gegenwärtigen Augenblick daran lag, alles zu
vermeiden, was ihnen Anlaß zur Verstimmung und zur Begünstigung des Gegenpapstes
geben konnte. Er tut so, als habe er gegen ihr Verhalten in der Kirchenfrage nichts
einzuwenden. Er gibt ihnen zu, daß sie bei ihrem Vorgehen nur von den besten Absichten
und nur vom Friedensinteresse geleitet worden seien, knüpft dann aber freilich an dieses 30
Zugeständnis auch gleich die Erwartung, daß sie nunmehr, nachdem das Konzil ihre
Friedenstätigkeit mit der Wahl des Gegenpapstes beantwortet habe, zu seinen Gunsten
aus der Neutralität heraustreten und gegen Konzil und Gegenpapst einschreiten würden.
Er wünscht darüber eine schriftliche Erklärung.
Das Schreiben an die Gesandten Jacobus de Oratoribus und Nikolaus von Cusa 35
(nr. 114) enthält Weisungen für den Wahltag. Es ist auffallend, daß sich darin keine
Spur von einem Wunsche des Papstes, die Wahl zu beeinflussen, findet. Sollte er von
der Absicht der drei geistlichen Kurfürsten, ihre Stimmen dem Herzog von Österreich zu
geben, unterrichtet gewesen sein? Man könnte das sehr wohl aus der geflissentlichen
Weisung an die Gesandten folgern, dem Gewählten die päpstlichen Verdienste um die 40
Abwendung der Türkengefahr von Ungarn durch den Hinweis auf die Griechenunion
und die beabsichtigte Unterstützung des Griechischen Kaisers zur See zu rühmen.
Die Rolle, die den Gesandten für die Wahl selbst zugeteilt wird, ist eine völlig
passive. Sie sollen erst hervortreten, wenn die Wahl vollzogen ist. Und zwar sollen sie
dann auf den Gewählten in derselben Richtung einzuwirken suchen wie seiner Zeit in 45
S. 30.
S. 125-126.