z 530 stránek
Titul
Ia
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Inhaltsübersicht
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Vorbemerkung
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Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 1. Hälfte 1 (1440-1441)
Autor:
Herre, Hermann
Rok vydání:
1912
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
530
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorbemerkung
- 1: Edice
Strana 6
6 Das Zwischenreich vom November 1439 bis zum Januar 1440.
Ein Schreiben K. Albrechts vom 22. September * mit der Aufforderumg zum Besuch
des Frankfurter Tages hatte schließlich das Dilemma behoben: Konrad hatte dem Konzil
am 21. Oktober eime Absage geschickt ?.
Über den Verlauf des Framkfurter Tages, im dessen Verhandlumgen fast gleich-
zeitig die Nachricht vom Ableben K. Albrechts umd die Kunde von der am 5. November
erfolgten. Papstwahl * drangen , gibt die letzte Abteilung unseres 14. Bandes Aufschlup.
Die Frage war jetzt: war das Protektorat Konrads von Weinsberg mit dem Tode
K.. Albrechts erloschen? Die drei geistlichen Kurfürsten, an die sich Konrad in Frank-
furt wandte, verneinten *. Sie meinten, Konrad habe sein Amt bis zur Königswahl weiter
zu verwalten. Sie wünschten aber, daß der Pfalzgraf als Reichsvikar Konrads Mandat
erneuere, und sprachen im diesem Sinne mit dessen in Frankfurt amwesenden Vertretern.
Ebenso dachte man im Konzil. Zwei Rechtsgelehrte, die von Konrads Stellvertreter, dem
Grafen Hans von Thiersteim, unmittelbar nach dem Frankfurter Tage umd vermutlich
auf Konrads Veranlassung um Rat angegangen wwrden, erklärten, daß nach dem kanoni-
schen Recht Konrad so lange Protektor bleibe, bis em neuer König gewählt sei 5. Sie
wiesen auf den Bischof Johanmes von Lübeck und Georg Fischel hin, die nach K. Sig-
munds Tode auch Protektoren geblieben seien, bis die Neuwahl erfolgte, ein freilich. schiefes
Beispiel, da beide mie Protektoren des Konzils, sondern mw Prokuratoren des Kaisers
gewesen waren $, Der Kaiser selbst hatte sie in seinen Briefen mie anders als als seine
,,Qmbassiatores et. consiliarii bezeichnet. Andere Konzilsmitglieder meinten gar, auch
Herzog Wilhelm von Baiern würde das Protektorat weitergeführt haben, wenn er K.
0
5
dem Brief vom 3. Oktober, vgl. oben] nach Basel
geschickt und versuchen lassen, ob die sachen ver-
halten möchten werden und ich mines ritens zu dieser
zit hinuf gein Basel von mancherlei sachen wegen,
die mir in miner eigen sachen anligende sin, alz
uwer gnad daz wol weiß, und besunder an dem aller-
grösten von des sterbens wegen; er müsse sich nach
dem Ausfall der Botschaft richten, da er micht
gern hätte, daß man ihm gebruch und sümeniß
vorwürfe. Datwm: zw der Nüwenstat Do. v. Dyo-
misius tag [Okt. 8] 39. (Ólwingen Hohenlohe'sches
Haus- A. Lade G nr. 59 cop. chart. coaeva.)
1 Vgl. darüber künftig RTA. Bd. 14.
* Vgl. Bibl. des literar. Vereins 18, 84.
3 Uber die Wahl des Herzogs Amadeus von
Savoyen zum Papst vergleiche man Concilium Ba-
siliense 6, 593 ff., Segovia lib. 16 cap. 3 ff. (Monu-
menta conciliorum generaliwm saeculi 15: Conci-
lim Basileense, Seriptores 3, 406 ff), umd die Be-
vichte des Enea Silvio bei Wolkam, Der Brief-
wechsel des Emeas Sülvius Piccolomini I, 1 S. 101
bis 105; ferner H. Manger, Die Wall Amadeo’s
von Savoyen zum Papste durch das Basler Konzil
(Marburger Diss. 1901), Hefele, Konziliengeschichte
7, 783 ff., Pérouse a. a. O. S. 296-304 und Valois, Le
pape et le concile Tome 2 (Paris 1909) pag. 181 ff.
+ Val. ww. 1 art. 1 umd die dazu gehórige An-
merkung.
5 Darüber schrieb Bruckenmüler am 23. Novem-
ber Folgendes an Konrad: item als euwer gnade
geschriben hat minem gnediegen heren graff Hanssen
und mir, der zu ime nam meister Heinrich und mei-
ster Wilhelm und in die sache fure leit, sie zu bitten,
daz sie daz in geheim halten woltent. also leit er
in die sache für. die doruber einhelliklichen ant-
wartent: were ez sache, daz ir dem also nochgingt,
so were zu besorgen, daz daz concilium dez furbaz
nicht achtet noch gelegenheit der sache, und name 25
sie gar fremde, daz euwer gnade ein solichs furneme;
wenn mit einem solichem verluret ir alles, daz euwer
gnade vielleicht doruf geleit hotte. und sprechen
also, daz ir protector seit nach geistlichen rechten,
alz lange bib ein Romischer konig erwelt wirdet, 30
daz zu beweren sprechen sie, daz der bischof von
Lubick und Fischlein zu Bassel in dem heiligen con-
eilium protectores beliben, alz lang bid ein konig
erwelt warde. doruf sie rotten alle und ich mit ine,
daz sich euwere gnade, als schierst ir mocht, here 35
gein Bassel fuge; wenn ich hoffte, were euwer gnade
zu Bassel oder keme, wiewol die andern hinwek weren
geritten, euwer gnade hinnoch zu dem electen eilen
solt, solt euch und die euwer grofi nucz und frum-
men bringen etc.--- auch sagen die heren, daz herzog 40
Wilhelm, dem got der here gnedig sin wolle, protector
beleib in dem concilium; und ob ez were gewest, daz
der keiser seilige abe were gegangen, noch dem were
er beliben protector; u. a. m. Dat. Bassel am men-
tag an sant Clemens tag [Nov. 23] 89. (Ohringen 45
Hohenlohe'sches Haus-A. Lade G nr. 59 orig. chart.
lit. clausa. c. sig. in v. impr. del.) |
8 Man vergleiche die Volhnacht vom 8. August
1434 in RTA. 11 ww. 229. Man beachte aber, daß
sie im Reichsregistraturbuch H mit der Rand- 50
bemerkung versehen a, Protectores concilii
episcopus Lubicensis, Georgius J'ischel*. Erst
hinterher wwrde ,, protectores in. ,, «abassiatores
korrigiert.
55