z 555 stránek
Titul
Ia
Ib
Inhaltsübersicht
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II
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- s. 379: … 15. Juni an (s. nr. 202). Uber den Besuch des Ulmer Städtetages vom 17. Juni belehrt nr. 210. Von sieben- undvierzig geladenen…
- s. 412: … Städte zu sich berufen, um sie über die Verhandlungen des Ulmer Städtetages zu informieren. Die Zusammenkunft war jedoch wieder ab- geschrieben worden…
- s. 686: … zu Ulm am 9. Dezember nr. 411�423. Die Einladung zum Ulmer Städtetag war am 15. November vom Nürnberger Rate 25 ergangen. Auf…
- s. 903: … zu sich ein wegen Vorberatung p. 59 . für d. Ulmer Städtetag v. 3. März, nr. 13 . a . . .…
- s. 910: … ihre gen. Gesandten zum Wormser Städtetag: betr. Gesandtschaft Frankfurts zum Ulmer Städtetag v. 17. Juni, nr. 204 . . . . .…
- s. 911: … r nr. 182 . — zu 17. Verzeichnis dex zum Ulmer Städtetag geladenen Städte, nı. 210% gekommenen Städte, nr. 210% | Nürnberg.…
- s. 911: … 210% | Nürnberg. Instruktion für nichtgen. Gesandte d. Stadt z. Ulmer Städtetag, nr. 211 Aufzeichnung eines Ungen. über die Umtriebe der Fürsten…
- s. 914: … sich ein betr. Beratung über d. р. 608 Verhandlungen d. Ulmer Städtetags v. 17. Juni u. d. Nürnb. Reichstags *, nr. 316…
- s. 920: … 23 Ulm. Die Stadt an Nördlingen: verlegt wegen Ansetzung d. Ulmer Städtetags vom * p. 865 . . . . . .…
- s. 920: … gemeinsam: berichtet über die Ver- p. 873 . handlungen d. Ulmer Städtetags *, nr. 421. . . . . Eßlingen. Die Stadt an…
- s. 921: … über d. p. 884 . . . . . . Ulmer Städtetag, nr. 432 Mainz: desgl. *, nr. 432 . . .…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Albrecht II. Abt. 1. Hälfte 2 (1438)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
555
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Inhaltsübersicht
- 377: Edice
- 901: Chronologisches Verzeichnis
- 923: Zusätze und Verbesserungen
Strana 412
412
Reichstag zu Nürnberg Juli 1438.
a. Tag der Eidgenössischen Städte zu Zürich am 17. August nr. 316.
Auf dem Ulmer Städtetage vom 17. Juni waren Ratsboten Zürichs zugegen gewesen
(s. nrr. 210 und 316). Wahrscheinlich hatten sie auch die drei anderen Eidgenössischen
Städte Bern, Luzern und Solothurn verteten. Wenigstens hatte Zürich nach der Rück-
kehr seiner Gesandten die drei Städte zu sich berufen, um sie über die Verhandlungen
des Ulmer Städtetages zu informieren. Die Zusammenkunft war jedoch wieder ab-
geschrieben worden (s. nr. 316). Zum Nürnberger Reichstag war keine Gesandtschaft
geschickt worden, doch hatte Zürich für sich und die drei anderen Städte an die in Nürn-
berg zum Reichstag versammelten Städteboten geschrieben, ihnen mitgeteilt, wie sie sich zu
den Beratungsgegenständen des Reichstages — d. h. zur Reichsreform, denn nur diese 10
war in dem Ausschreiben erwähnt worden — verhielten, und um Ubermittlung der Ver-
handlungen des Reichstages gebeten (s. nrr. 221 und 222, I art. 5a und II art. 1").
Nürnberg versprach dem Wunsche Zürichs nachzukommen (s. nr. 221). Merkwürdiger-
weise findet sich aber in dem in Frage kommenden Nürnberger Briefbuche kein Schreiben
an Zürich, das dieser Zusage gerecht geworden wäre, noch wird unter den Adressaten 15
für Nürnbergs großes Schreiben vom 24. Juli (nr. 313) Zürich genannt. Gleichwohl
sind die Akten des Reichstages abschriftlich in den Besitz Zürichs gelangt und werden
noch heute dort aufbewahrt (s. nr. 222, I; 223�226 Vorl. Z; 305 Vorl. Z). Zürich lud
nun die drei Städte Bern, Luzern, Solothurn auf den 17. August zu sich ein, um Kennt-
nis von den Nürnberger Vorgängen zu nehmen und auch nachträglich sich über den Ulmer 20
Städtetag vom 17. Juni informieren zu lassen. Ob der Tag stattgefunden hat und wie
er verlaufen ist, erfahren wir nicht.
5
b. Tag kurfürstlicher Räte zu Frankfurt am 24. August nr. 317.
Auf dem Nürnberger Reichstage war der Vorschlag aufgetaucht, es solle zum 1. Sep-
tember ein Kurfürstentag nach Frankfurt berufen werden, auf dem im Hinblick auf 25
den neuen Reichstag über die Stellung der Kurfürsten zur Reichsreform und zum Kirchen-
streit beraten werden solle (s. nr. 306). Dieser Vorschlag ist so nicht zur Ausführung
gekommen. Dagegen traten schon am 24. August Bevollmächtigte, wie es scheint, nur
der geistlichen Kurfürsten in Frankfurt zusammen, und zwar, wie der Eingang unserer
nr. 317 zu erkennen gibt, auf Veranlassung König Albrechts, der die geistlichen Kur- 30
fürsten bezüglich des Kirchenstreites und im besonderen bezüglich der Forderungen, die
von den Konzilsgesandten zuerst in Wien, dann in Nürnberg gestellt worden waren, um
ihren Rat angegangen hatte. So ist es begreiflich, daß nur die kirchliche Frage der Er-
örterung der kurfürstlichen Räte unterstand.
Das Ergebnis der Beratung war folgendes. Einmal wurde beschlossen, daß das Konzil 35
mit seinen Forderungen auf den bevorstehenden Reichstag verwiesen werden solle: denn diese
Forderungen beträfen ja gerade die Ursachen des kirchlichen Streites, dessen Beilegung
auf diesem Tage versucht werden sollte. Damit aber nicht in der Zwischenzeit bis zum
Zusammentritt des neuen Nürnberger Tages, sei es von päpstlicher, sei es von Seiten des
Konzils, der Zwist verschärft und unheilbar gemacht werde, wurde empfohlen, daß 40
König und Kurfürsten einen starken Zuzug Deutscher Prälaten und Gelehrten nach
Basel veranlassen und sowohl der König wie jeder Erzbischof und Bischof einen oder
zwei von seinen Gelehrten bestimmen sollen, an die sich die übrigen Deutschen Mit-
glieder des Konzils in ihrer Haltung und Abstimmung in wichtigen und die Einigkeit
der Kirche berührenden Angelegenheiten halten sollten. Auf diese Weise soll sowohl die 45
Auflösung des Konzils wie die Absetzung des Papstes nach Möglichkeit verhindert werden.
Der Papst soll von diesem Vorgehen in Kenntnis gesetzt werden, damit er nicht aus dem
plötzlichen starken Zuzug des Deutschen Klerus zum Baseler Konzil falschen Verdacht schöpfe.