z 555 stránek
Titul
Ia
Ib
Inhaltsübersicht
I
II
Edice
377
378
379
380
381
382
383
384
385
386
387
388
389
390
391
392
393
394
395
396
397
398
399
400
401
402
403
404
405
406
407
408
409
410
411
412
413
414
415
416
417
418
419
420
421
422
423
424
425
426
427
428
429
430
431
432
433
434
435
436
437
438
439
440
441
442
443
444
445
446
447
448
449
450
451
452
453
454
455
456
457
458
459
460
461
462
463
464
465
466
467
468
469
470
471
472
473
474
475
476
477
478
479
480
481
482
483
484
485
486
487
488
489
490
491
492
493
494
495
496
497
498
499
500
501
502
503
504
505
506
507
508
509
510
511
512
513
514
515
516
517
518
519
520
521
522
523
524
525
526
527
528
529
530
531
532
533
534
535
536
537
538
539
540
541
542
543
544
545
546
547
548
549
550
551
552
553
554
555
556
557
558
559
560
561
562
563
564
565
566
567
568
569
570
571
572
573
574
575
576
577
578
579
580
581
582
583
584
585
586
587
588
589
590
591
592
593
594
595
596
597
598
599
600
601
602
603
604
605
606
607
608
609
610
611
612
613
614
615
616
617
618
619
620
621
622
623
624
625
626
627
628
629
630
631
632
633
634
635
636
637
638
639
640
641
642
643
644
645
646
647
648
649
650
651
652
653
654
655
656
657
658
659
660
661
662
663
664
665
666
667
668
669
670
671
672
673
674
675
676
677
678
679
680
681
682
683
684
685
686
687
688
689
690
691
692
693
694
695
696
697
698
699
700
701
702
703
704
705
706
707
708
709
710
711
712
713
714
715
716
717
718
719
720
721
722
723
724
725
726
727
728
729
730
731
732
733
734
735
736
737
738
739
740
741
742
743
744
745
746
747
748
749
750
751
752
753
754
755
756
757
758
759
760
761
762
763
764
765
766
767
768
769
770
771
772
773
774
775
776
777
778
779
780
781
782
783
784
785
786
787
788
789
790
791
792
793
794
795
796
797
798
799
800
801
802
803
804
805
806
807
808
809
810
811
812
813
814
815
816
817
818
819
820
821
822
823
824
825
826
827
828
829
830
831
832
833
834
835
836
837
838
839
840
841
842
843
844
845
846
847
848
849
850
851
852
853
854
855
856
857
858
859
860
861
862
863
864
865
866
867
868
869
870
871
872
873
874
875
876
877
878
879
880
881
882
883
884
885
886
887
888
889
890
891
892
893
894
895
896
897
898
899
900
Chronologisches Verzeichnis
901
902
903
904
905
906
907
908
909
910
911
912
913
914
915
916
917
918
919
920
921
922
Zusätze und Verbesserungen
923
924
925
926
927
- s. 385: … (nr. 306), die Pariser allein außerdem noch eine Präsenzliste vom Nürnberger Reichstag (nr. 222, III). Die ersten Drucke wenigstens eines Teils unserer…
- s. 407: … werden können. Diese Schreiben, nach der Rückkehr der Gesandten vom Nürnberger Reichstag und unter dem Eindruck seines für das Konzil so wenig…
- s. 650: … ist, wir also nur ein Bruchstück 40 erstattung über den Nürnberger Reichstag erwähn- vor uns haben. 4 Vgl. S. 587 Z. 35.…
- s. 673: … Brüdern erboten. Zum Unterhändler hatte er das Haupt der zum Nürnberger Reichstag gehenden Gesandtschaft, Nikolaus Albergati, Kardinal von Santa Croce, bestimmt, für…
- s. 686: … einige andere Fragen, die im Kreise der Städte auf dem Nürnberger Reichstag zur Sprache gekommen waren. a. Tag der oberdeutschen Städte zu…
- s. 688: … Potten- dorf mit Begleitung, die sich auf dem Wege zum Nürnberger Reichstag befanden. Jean de Werdes eilte dem Kanzler entgegen und trug…
- s. 691: … Sept. 25 25 343. Anweisungen3 für die Gesandten4 Frankfurts zum Nürnberger Reichstag. zw. Oktober 2 und 16 5 Frankfurt.] Aus Frankfurt Stadt-A.…
- s. 894: … 3 Kardinal Albergati befand sich offenbar auf der Rückreise vom Nürnberger Reichstag an die Kurie. 50 3 4 o e L. Anhang:…
- s. 912: … Worms. Die Stadt an Mainz: wünscht Zusammenkunft der für d. Nürnberger Reichstag bestimmten Gesandten gen. Stüdte *, nr. 219. . WPD Juli…
- s. 919: … . . p. 829 Eßlingen. Die Stadt an Reutlingen: betr. Nürnberger Reichstag u. Stellungnahme zu dessen Verhandlungen, nr. 409 . . .…
- s. 927: … mit der Sendung des Kardinals Cesarini als päpstlichen Legaten zum Nürnberger Reichstag gerechnet hat. Denn am 1. Oktober 1438 richtete Johann Grünwalder,…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Albrecht II. Abt. 1. Hälfte 2 (1438)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
555
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Inhaltsübersicht
- 377: Edice
- 901: Chronologisches Verzeichnis
- 923: Zusätze und Verbesserungen
Strana 673
Einleitung.
673
10
es für inopportun, zu derselben Zeit, da er mit den Polen über den Frieden verhandelte, mit
deren Gegner ein Bündnis einzugehen, das naturgemäß nur gegen Polen gerichtet sein
konnte? Jedenfalls begnügte sich der König, einen Boten, den Andreas Cauer, mit einem
Schreiben nach Littauen zu schicken, worin er den Großfürsten über die Friedens-
5 verhandlungen mit den Polnischen Gesandten unterrichtete, aber auch die Polnischen Be-
mühungen mitteilte, den Großfürsten als Untertanen der Krone Polen von einer selbstän-
digen Stellung im Friedensvertrage auszuschließten: ein Mittel, um trotz der Verzögerung
des Bündnisabschlusses, den der Großfürst wünschte, ihn in einer den Polen feindlichen
Stimmung zu erhalten. Der Großfürst antwortete darauf, das Datum des Briefes steht
nicht fest, mit dem Bedauern über die Verzögerung der angekündigten Gesandtschaft, mit
der Mitteilung über Polnische Versuche, das Bündnis zwischen König und Großfürst zu
verhindern, mit dem Dank für die Benachrichtigung über die Polnische Antastung seiner
Selbständigkeit und mit Ausführungen, die seine Unabhängigkeit von Polen dem König
dartun sollten (nr. 368).
15
cc. Verhandlungen mit Papst Eugen und mit dem Baseler Konzil nr. 370-375.
König Wladislaus von Polen hatte schon im Sommer in einer längeren Deduktion
dem Papst die Gerechtigkeit seiner Sache zu beweisen versucht. König Albrecht erhielt
Kenntnis davon: von der päpstlichen Kurie zu Ferrara wurde ihm, wohl kaum auf
direkte Veranlassung des Papstes, eine Abschrift zugestellt. Und er glaubte nun, zumal
20 da nach dem Rückzug der Polen aus Schlesien die Vermittlung des Papstes von Be-
deutung werden konnte, jener Polnischen Darstellung die seinige entgegensetzen und dem
Papst unterbreiten zu sollen (s. nr. 370). Das ausführliche Schriftstück gehört in die
Reihe der Kundgebungen, die, wie wir wissen, aus der gewandten Feder Kaspar Schlicks
geflossen sind, um das gute Recht König Albrechts auf Böhmen zu begründen. Freunde
25 Polens an der Kurie unterrichteten König Wladislaus von diesem Schritte seines Gegners
und verschafften ihm schließlich auch eine Kopie der Schlickschen Denkschrift. Die Folge
war, daß nun auch er, dem inzwischen zu Namslau geschlossenen Waffenstillstand zum
Trotz, in schärfster Weise replizierte (nr. 375). Beide Schriftstücke, obwohl Kampf-
und Verteidigungsschriften, sind gleichwohl, vorsichtig benutzt, geeignet, mancherlei Auf-
so klärung über den Verlauf des Kampfes um die Böhmische Krone zu gewähren.
Papst Eugen seinerseits hatte sich, wie wir schon wissen, zum Friedensvermittler
zwischen König Albrecht und den Polnischen Brüdern erboten. Zum Unterhändler hatte
er das Haupt der zum Nürnberger Reichstag gehenden Gesandtschaft, Nikolaus Albergati,
Kardinal von Santa Croce, bestimmt, für den Fall, daß Polnische Gesandte, wie er vor-
35 geschlagen hatte, in Nürnberg erscheinen würden; andernfalls sollte ein Mitglied der Ge-
sandtschaft, der Erzbischof von Tarent, die Unterhandlungen an Ort und Stelle in die
Hand nehmen.
Aber es erschien weder eine Gesandtschaft der Polen in Nürnberg noch traf der
Erzbischof von Tarent Anstalten, den ihm gewordenen Auftrag auszuführen. Dagegen
40 hat sich, wie wir noch sehen werden, der Bischof Johannes von Zengg, der als päpstlicher
Legat bei König Albrecht weilte, durch päpstliches Breve vom 15. September aber der
Gesandtschaft zum Reichstage zugeteilt war (s. nr. 388), gemeinsam mit einer Gesandt-
schaft des Baseler Konzils an den Friedensverhandlungen, die im Januar und Februar
1439 zu Breslau und Namslau gepflogen wurden, mit einem gewissen Erfolg beteiligt.
Ein Eingreifen des Baseler Konzils in den Streit der Könige um Böhmen war
durch Magister Johannes von Ragusa, der sich als Gesandter des Konzils während der
Sommermonate in Böhmen beim König aufhielt, in Anregung gebracht worden, ob auf
Veranlassung des Königs oder nicht, muß dahingestellt bleiben. Im Anschluß an die
Vorschläge ihres Gesandten waren die Baseler Väter übereingekommen, an die beiden
85
45
Deutsche Reichstags-Akten XIII.