z 555 stránek
Titul
Ia
Ib
Inhaltsübersicht
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- s. 385: … (nr. 306), die Pariser allein außerdem noch eine Präsenzliste vom Nürnberger Reichstag (nr. 222, III). Die ersten Drucke wenigstens eines Teils unserer…
- s. 407: … werden können. Diese Schreiben, nach der Rückkehr der Gesandten vom Nürnberger Reichstag und unter dem Eindruck seines für das Konzil so wenig…
- s. 650: … ist, wir also nur ein Bruchstück 40 erstattung über den Nürnberger Reichstag erwähn- vor uns haben. 4 Vgl. S. 587 Z. 35.…
- s. 673: … Brüdern erboten. Zum Unterhändler hatte er das Haupt der zum Nürnberger Reichstag gehenden Gesandtschaft, Nikolaus Albergati, Kardinal von Santa Croce, bestimmt, für…
- s. 686: … einige andere Fragen, die im Kreise der Städte auf dem Nürnberger Reichstag zur Sprache gekommen waren. a. Tag der oberdeutschen Städte zu…
- s. 688: … Potten- dorf mit Begleitung, die sich auf dem Wege zum Nürnberger Reichstag befanden. Jean de Werdes eilte dem Kanzler entgegen und trug…
- s. 691: … Sept. 25 25 343. Anweisungen3 für die Gesandten4 Frankfurts zum Nürnberger Reichstag. zw. Oktober 2 und 16 5 Frankfurt.] Aus Frankfurt Stadt-A.…
- s. 894: … 3 Kardinal Albergati befand sich offenbar auf der Rückreise vom Nürnberger Reichstag an die Kurie. 50 3 4 o e L. Anhang:…
- s. 912: … Worms. Die Stadt an Mainz: wünscht Zusammenkunft der für d. Nürnberger Reichstag bestimmten Gesandten gen. Stüdte *, nr. 219. . WPD Juli…
- s. 919: … . . p. 829 Eßlingen. Die Stadt an Reutlingen: betr. Nürnberger Reichstag u. Stellungnahme zu dessen Verhandlungen, nr. 409 . . .…
- s. 927: … mit der Sendung des Kardinals Cesarini als päpstlichen Legaten zum Nürnberger Reichstag gerechnet hat. Denn am 1. Oktober 1438 richtete Johann Grünwalder,…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Albrecht II. Abt. 1. Hälfte 2 (1438)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
555
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Inhaltsübersicht
- 377: Edice
- 901: Chronologisches Verzeichnis
- 923: Zusätze und Verbesserungen
Strana 407
Einleitung.
407
mit seinem Universitätskollegen, Johannes Pulchripatris, die Konzilsgesandtschaft gebildet,
die im März den Auftrag erhalten hatte, den Herzog von Österreich zu seiner Erhebung
zum König von Ungarn und von Böhmen zu beglückwünschen 1; er hatte dann zu An-
fang Mai in einer großen, von umfassendster Gelehrsamkeit zeugenden Rede vor dem
König in Gegenwart der kurfürstlichen und päpstlichen Gesandten die Sache des Konzils
vertreten 2 und war bald darauf, am 13. Mai, ebenso wie sein Kollege Pulchripatris, von
König Albrecht zum lebenslänglichen Familiaren und Rat ernannt worden 3. Während
dann Pulchripatris zur Berichterstattung nach Basel zurückgekehrt war 4, war Johannes
von Ragusa beim König geblieben und ihm in Juni nach Böhmen gefolgt. In Prag war
10 er mit Bischof Philibert von Coutances, dem langjährigen, mit der Ordnung der kirch-
lichen Zustände in Böhmen betrauten Gesandten des Konzils, zusammengetroffen.
Wir erfahren gelegentlich von einem, wie es scheint, nicht unerheblichen Briefwechsel
des Johannes von Ragusa mit dem Konzil oder doch dessen hervorragendsten Mitgliedern,
namentlich dem Präsidenten des Konzils, dem Kardinal von Arles (s. nrr. 300 und 301).
15 In der Korrespondenz gerade dieser beiden Männer würden wir, nach den Briefproben
zu urteilen, die wir von beiden besitzen, eine Quelle ersten Ranges zu erblicken haben.
Um so mehr ist es zu bedauern, daß bis spät in den August hinein nicht ein ein-
ziges Stück aus dieser Korrespondenz erhalten ist. Erst aus der Zeit, da der Aufent-
halt des Johannes von Ragusa beim Könige seinem Ende entgegenging, sind uns zwei
20 Schreiben des Kardinals von Arles überliefert, die eine Fülle der interessantesten Mit-
teilungen bietend ihrem ganzen Inhalte nach in diesen einleitenden Bemerkungen natürlich
nicht ausgebeutet werden können.
Diese Schreiben, nach der Rückkehr der Gesandten vom Nürnberger Reichstag und
unter dem Eindruck seines für das Konzil so wenig befriedigenden Ergebnisses entstanden,
25 das eine an Bischof Philibert und Johannes von Ragusa gemeinsam (nr. 300), das zweite
an letzteren allein (nr. 301) gerichtet, enthalten vor allem die Weisung, mit aller Kraft
unter Hinweis auf das Beispiel des Königs von Frankreich und seiner Pragmatischen
Sanktion und unter Widerlegung der von verschiedenen Seiten her gegen das Konzil vor-
gebrachten Verleumdungen auf den König einzuwirken, daß er dem Konzil eine günstige
3o Gesinnung entgegenbringe und diese sowohl formell wie materiell betätige, formell, indem
er nicht wieder Briefe wie den vom 21. Juni aus seiner Kanzlei gebe, materiell, indem
er die Auslieferung der im Reiche gesammelten Ablaßgelder an das ihrer so dringend
bedürfende Konzil veranlasse. Zugleich sollte ihm die Inopportunität der Verlegung des
Konzils an einen dritten Ort und dessen große Bedeutung gerade für Deutschland vor
35 Augen geführt, die Vermittlung des Konzils in seinem Konflikt mit Polen in nahe Aus-
sicht gestellt, seinem vertrauten Ratgeber, Bischof Nikodemus von Freising, der gewünschte
Dispens von der Residenzpflicht zugestanden werden, alles Momente, die wohl geeignet
scheinen konnten, des Königs Entscheidung zu Gunsten des Konzils zu beeinflussen.
Johannes von Ragusa hatte angedeutet, daß er aus Mangel an Subsistenzmitteln
40 nach Basel zurückzukehren gedenke. Der Kardinal jedoch hielt diese Absicht für un-
angebracht und wies ihn an, beim König zu bleiben, bis ein gegenteiliger Befehl an ihn
erginge. Doch der Gesandte hatte sich schon am 23. August vom König einen Geleits-
brief für seine Rückkehr ausstellen lassen und er zögerte nun nicht mehr, von ihm Ge-
brauch zu machen: am 11. September geht aus Wien die Nachricht nach Basel, daß er
45 sich auf der Rückreise zum Konzil befinde (s. nr. 283). Es waren vor allem wohl per-
sönliche Gründe, die ihn nach Basel zurücktrieben.
5
1
Vgl. S. 37 Z. 28; 44 Z. 2 und 15ff.; 253
Anm. 1.
2 Vgl. nr. 161.
3
Vgl. S. 334 Anm. 1.
Vgl. nr. 179.