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Titul
Ia
Ib
Inhaltsübersicht
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- s. 415: … näher kam als der Egerer Entwurf; Konstanz, Radolfzell, Regensburg sowie Eßlingen, Reutlingen und Weil stellten sich von vornherein, von dem Egerer Entwurf…
- s. 415: … Straßburg, die Elsässischen Reichsstädte und Rheinfelden sowie von Anfang an Eßlingen, Reutlingen und Weil im Entgegenkommen noch weiter und wünschten die Auf-…
- s. 415: … nahme der Kreisverfassung in den städtischen Entwurf. Und zwar empfahlen Eßlingen, Reutlingen und Weil die Kreisordnung des königlichen Entwurfes, wohingegen Straß- burg,…
- s. 601: … Briefbuch 13 fol. 196b. 200 a сор. chart. cоаеvа. An Eßlingen, Reutlingen und Weil: z. T. in Nürnberg Kreis-A. Briefbuch 13 fol.…
- s. 621: … post assump- cionis beate Marie virginis --- 1438. 30 326. Eßlingen, Reutlingen und Weil an die zu Konstanz versammelten Städteboten: sind verhindert…
- s. 660: … unabhängig vom Schwäbischen Städtebunde be- stehende Bund der drei Städte Eßlingen, Reutlingen und Weil beriet am 21. Sep- tember zu Eßlingen über…
- s. 662: … (s. nr. 439 III), 35 der Bund der drei Städte Eßlingen, Reutlingen und Weil durch den Eßlinger Alter- bürgermeister Klaus Krydwyß (s.…
- s. 687: … ausgesprochen (nr. 415). Nur 5 der Bund der drei Städte Eßlingen, Reutlingen und Weil schloß sich aus und erklärte erst am 7.…
- s. 875: … Von dem rate zu Nuremberg. 1438 Dez. 24 30 423. Eßlingen, Reutlingen und Weil an K. Albrecht 5: nehmen den Entwurf einer…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Albrecht II. Abt. 1. Hälfte 2 (1438)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
555
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Inhaltsübersicht
- 377: Edice
- 901: Chronologisches Verzeichnis
- 923: Zusätze und Verbesserungen
Strana 660
660
Reichstag zu Nürnberg Oktober bis November 1438.
Als Papst Eugen Ende Mai 1438 der Forderung der kurfürstlichen Gesandten
zugestimmt hatte, daß der Römische König und die Kurfürsten auf einer Versammlung
auf Deutschem Boden die Vermittlung zwischen ihm und dem Konzil in die Hand
nehmen sollten, da hatte er den Nikolaus von Cusa mit einer vom 6. Juni datierten Bulle
zu den Schwäbischen Reichsstädten gesandt, um sie zum Besuch dieses Tages und
zur Unterstützung der päpstlichen Sache zu bestimmen 1. Nikolaus von Cusa hatte in
seinen Besprechungen mit den Städten eine bestimmte Antwort an den Papst verlangt.
So setzten denn am 10. Juli Ulm und einige ihm verbündete Städte diesen Gegenstand
auf die Tagesordnung einer Versammlung des Schwäbischen Städtebundes, die auf den
20. Juli anberaumt wurde (s. nr. 340). Bemerkenswert ist, daß in der päpstlichen Bulle 10
vom 6. Juni noch keine Angabe über den Ort der geplanten Versammlung gemacht ist,
in dem Ausschreiben Ulms aber und der ihm verbündeten Städte vom 10. Juli Nürnberg
als solcher genannt wird. Es wird das auf die mündlichen Mitteilungen des Nikolaus
von Cusa zurickzufëhren sein, und diesen wiederum kann wohl nur eine Abmachung
zwischen den Gesandten der Kurfürsten und der Kurie zugrunde liegen. Wir erfahren 15
nicht, wie sich der Schwäbische Städtebund am 20. Juli zu der päpstlichen Aufforderung
verhalten hat: eine Antwort an den Papst ist uns nicht bekannt geworden. Wenige Tage
später, gegen den 24. Juli, wurde dann auf dem Reichstage zu Nürnberg der vom Papst
und von den kurfürstlichen Gesandten längst in Aussicht genommene Nürnberger Tag
auf den 16. Oktober festgesetzt. Zugleich wurde seine Bestimmung erweitert, indem ihm 20
außter der Vermittlung im Kirchenstreit nun auch die Fortführung der Beratungen über
die Reichsreform zugewiesen wurde. Ulm setzte daher am 25. September auf die Tages-
ordnung einer Versammlung des Schwäbischen Städtebundes, die es zum 9. Oktober aus-
schrieb, die Beschlußfassung über die Abordnung einer Gesandtschaft zum Nürnberger
Tage, für deren Stellungnahme zur Reichsreform die Willensäußerung 2 des Städtebundes 25
auf dem Konstanzer Städtetage vom 24. August maßgebend sein sollte: über die Stellung-
nahme des Bundes und der von ihm abzuordnenden Gesandtschaft zum Kirchenstreit
verlautet trotz der päpstlichen Aufforderung vom Juni kein Wort. Auf der Versammlung
des Städtebundes wurde beschlossen, daß Ulm und Nördlingen die Gesandten stellen
sollten. Ihre Abreise wurde auf den 13. Oktober festgesetzt, mußte aber dann noch um 30
einen bis zwei Tage verschoben werden (s. nr. 342).
Der seit dem 25. November 1433 unabhängig vom Schwäbischen Städtebunde be-
stehende Bund der drei Städte Eßlingen, Reutlingen und Weil beriet am 21. Sep-
tember zu Eßlingen über die Abordnung einer Gesandtschaft nach Nürnberg und fafte
am 6. Oktober zu Reutlingen einen endgültigen Beschluß. Gegen den 10. Oktober 35
ordnete Eßlingen im Namen des Bundes ein Mitglied seines Rates nach Nürnberg ab
(s. nr. 344“).
Zu den wenigen Reichsständen, die vom Nürnberger Julireichstage aus ein beson-
deres Ausschreiben der königlichen Gesandten zum Oktobertag erhalten hatten, gehörte
Basel: es war dem ersten Nürnberger Reichstag fern geblieben, weil es, wohl nur infolge 40
irgend eines Versehens, keine Einladung erhalten hatte. Nunmehr mußtte es sich mit der
Frage, ob es den neuen Tag beschicken wolle, befassen (s. nr. 341). Der Beschluß fiel
bejahend aus.
Frankfurt bestimmte seine Gesandten am 2. Oktober. Es gab ihnen eine kurze
Instruktion mit auf den Weg, die ihnen ihre Haltung zur Reichsreform vorzeichnete 45
und im übrigen spezielle Frankfurter Angelegenheiten betraf: die Kirchenfrage wurde
hier ebensowenig berührt wie in den Verhaltungsmaßregeln für die Gesandten des
Schwäbischen Städtebundes (s. nr. 343).
1
Vgl. nr. 177.
2
Vgl. nr. 329 art. 1b.