z 382 stránek
Titul
Ia
Ib
Inhaltsübersicht
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IV
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- s. 30: … Juli wurde sie aufs neue abgeordnet, um jetzt zunächst zum Nürnberger Reichstag und dann erst zum König zu gehen. Konstanz, das damals…
- s. 46: … schriftliche Mitteilung von der Vertagung seiner endgültigen Antwort bis zum Nürnberger Reichstag und bat, dahin Gesandte zu schicken (nr. 176). Da Freunde…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Albrecht II. Abt. 1. Hälfte 1 (1438)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1908
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
382
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Inhaltsübersicht
- 1: Edice
Strana 46
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Wahltag zu Frankfurt März 1438.
von dem Verfahren gegen den Papst abstehe, damit die Vermittelungsaktion um so
leichteren Verlauf nehme. Dem Konzil selbst machte er schriftliche Mitteilung von der
Vertagung seiner endgültigen Antwort bis zum Nürnberger Reichstag und bat, dahin
Gesandte zu schicken (nr. 176). Da Freunde des Konzils am Hofe des Königs dazu
rieten, daß das Konzil zu Nürnberg vertreten sei, beschlossen die Gesandten auf eigene
Verantwortung, daß der cine von ihnen, Patriarch Ludwig von Aquileja, nach Basel
zurückkehre, die beiden anderen jedoch zunächst am Hofe bleiben und zur gegebenen Zeit
nach Nürnberg gehen sollten.
Zu derselben Zeit, in den letzten Tagen des Mai, fanden in Ferrara die Ver-
handlungen der kurfürstlichen Gesandten mit dem Papste ihren Abschluß, vgl. 10
nrr. 173; 174; 177; 180b. Die Gesandtschaft war schon Anfang Mai in Ferrara ein-
getroffen (s. nr. 174 Anm.), die Antwort des Papstes auf ihr Anbringen aber bis zum
Ende des Monats verschoben worden, da man auf die angekündigte Gesandtschaft des
Römischen Königs, freilich vergebens, gewartet hatte. Der Papst gab eine zwar nicht
durchaus zustimmende, aber doch entgegenkommende Antwort (nr. 173): er wolle wegen 15
der Verlegung des Konzils an einen dritten Ort erst den Rat des Römischen Königs
und der übrigen Könige und Fürsten einholen, deren Gesandtschaften er erwarte; er sei
bereit, einen Tag, für den König und Kurfürsten einen geeigneten Ort in Deutschland
bestimmen sollten, durch seine bevollmächtigten Gesandten zu beschicken, um dort vor
den Fürsten als Schiedsrichtern die Gerechtigkeit seiner Sache beweisen und über die 20
Wege zum Frieden, nötigenfalls auch über die Wahl eines dritten Ortes für das öku-
menische Konzil, verhandeln und abschließten zu lassen; er wolle sein Verfahren gegen die
Baseler cinstellen, wenn diese desgleichen täten. Diese Antwort schickte Eugen an den
König (s. nr. 173), an die Kurfürsten (s. nr. 174) und auch an die Deutschen Reichs-
städte, bei den letzteren den Uberbringer, Nikolaus von Cusa, beglaubigend (s. nr. 177). 25
So hatte die Politik der Kurfürsten, wenn anders das Entgegenkommen des Papstes
aufrichtig war und nicht nur den Zweck verfolgte, Zeit zu gewinnen und inzwischen die
Union mit den Griechen und damit cine außerordentliche Festigung seiner Stellung zu
erreichen, einen nicht unerheblichen Erfolg aufzuweisen.
Die Gesandten verließen Ferrara, der Abt von Maulbronn, um König Albrecht so
zu informieren (s. nr. 186), die anderen drei, um in Basel auf der in Ferrara ge-
wonnenen Grundlage die Verhandlungen mit dem Konzil wieder aufzunchmen.
Uber diese Verhandlungen im Konzil, die gegen Mitte Juni begannen
und bis gegen Ende des Monats dauerten, belehren unsere nrr. 178-185; 188; 189;
191; 192; 194.
An einem und demselben Tage, dem 14. Juni, richtete in der Generalkongregation
des Konzils der Vertreter des Römischen Königs, Georg Fischel, dessen Aufträge aus
(nr. 178), erstattete namens der ersten Konzilsgesandtschaft zu König Albrecht Johannes
Pulchripatris Bericht über deren Tätigkeit (nr. 179), gab für die von Ferrara zurück-
gekehrte Gesandtschaft der Kurfürsten Johannes von Lysura Auskunft über die Ver-40
handlungen mit der Kurie (nr. 180): an die Verlesung der päpstlichen Antwort (nr. 173)
auf die Vorschläge der Gesandten knüpfte er, von Georg Fischel im besonderen Auftrage
des Königs unterstützt (s. nr. 180, I), die Bitte, das Konzil möge ebenfalls der Berufung
eines Tages durch den König und die Kurfürsten zwecks schiedsrichterlicher Vermittelung
zwischen den streitenden Parteien zustimmen und inzwischen den Prozeß gegen den 45
Papst einstellen, mit einem Beispiel aus der Geschichte der jüngsten Vergangenheit belegend,
daß es nichts Unerhörtes sei, wenn die kirchlichen Parteien ihren Streit dem König und den
Kurfürsten unterbreiteten. Die Antworten des Kardinals von Arles, Präsidenten des
Konzils, und anderer Mitglieder der Versammlung lauteten wenig ermutigend: der Kar-
dinal von Arles soll nach dem einen unserer Berichte sogar schroff erklärt haben, das 50
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