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Zusätze und Verbesserungen
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Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band XII. Abt. 6. (1435–1437)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1901
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
424
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 327: Chronologisches Verzeichnis
- 335: Orts-Personen-Namen Register
- 352: Zusätze und Verbesserungen
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Reichstag zu Eger Mai bis August 1437.
vom Abschluß des Bündnisses, die Eröffnung des Krieges binnen fünfundvierzig Tagen,
wie in dem Bündnis mit Genua vorgeschen war, in Aussicht stellen lassen solle. Die
Mehrheit war indes für Vertagung 1. Zunächst sollte sich noch einmal die Kunst der
Diplomaten um einen friedlichen Ausgleich bemühen 2. Filippo Maria zeigte sich zu Ver-
handlungen mit der Liga und Genua geneigt3 und wußte sich dem Papste aufs neue zu
nähern, wie es scheint, indem er ihm seine Unterstützung gegen das Baseler Konzil in
Aussicht stellte 4. So traten denn im Herbst 1436 die Gesandten der beteiligten Mächte
in Bologna, wo der Papst damals residierte, zu Verhandlungen über den Frieden zwi-
schen Genua und Mailand zusammen 5.
Daß Kaiser Sigmund über die Vorgänge, die sich an den Abfall Genuas von der 10
Mailändischen Herrschaft knüpften, von Venedig fortdauernd in Kenntnis gehalten wurde,
zeigen unsere nrr. 97-99. Wir erschen aus ihnen, daß der Kaiser mit der von Venedig
eingeschlagenen Politik durchaus einverstanden war.
Die Friedensverhandlungen in Bologna blieben, trotz dem Bemühen des Papstes,
einen Bruch zwischen der Liga und Mailand hintanzuhalten, ohne jeden Erfolg. Der 15
Krieg war unvermeidlich. Am 25 Februar 1437 setzte sich der Markgraf Gianfrancesco
von Mantua, der Generalkapitän der Republik Venedig, gegen die Truppen des Herzogs
in Bewegung, und wenige Tage später, am 2 März, teilte der Doge Eugen IV den Aus-
bruch des Krieges mit 6.
So war der Zeitpunkt gekommen, da Kaiser Sigmund nach den Bestimmungen des 20
Bündnisses vom 31 August 1435 in den Kampf zwischen Venedig und Mailand ein-
greifen mußte. Schon in der zweiten Hälfte des Jahres 1436 hatte Venedig den Fran-
cesco Barbaro zum Gesandten an den kaiserlichen Hof ernannt, aber seine Abreise hatte
sich aus verschiedenen Gründen verzögert (s. nr. 103 art. 2); von der Eröffnung des
Kampfes hatte es den Kaiser sofort unterrichtet und seine Zustimmung eingeholt (s. nr. 25
103 art. 3); und als Ende März der Bischof Johannes von Zengg, der als kaiserlicher
Gesandter beim Papst gewesen war7, auf der Rückkehr zum Kaiser in Venedig weilte,
ließ der Rat ihm mitteilen, daß die Republik die militärische Unterstützung des Kaisers,
für die sie nach den Bestimmungen des Bündnisses den Zeitpunkt zu wählen habe, für
die Monate Juli bis Oktober 1437 erbitte; zugleich füigte er den Wunsch hinzu, Sigmund so
möge von der Schweiz aus und durch Hilfstruppen der Schweizer verstärkt in das Ge-
biet des Herzogs einrücken (s. nr. 103 art. 3). Noch mehrere Male wurde diese Bitte
von Venedig wiederholt (s. nrr. 105 und 106).
5
1 In Venedig Staats-A. Deliber. Secreta Senato I
Reg. 13 fol. 239a cop. membr. coaevа.
2 Vgl. nr. 99.
Am 31 Juli 1436 ernannte der Herzog den
Bischof von Lodi und seinen Sekretär Franchino
da Castiglione zu seinen Bevollmächtigten zu Frie-
densverhandlungen mit der Liga und Genua; dat.
anno — 1436 14 indictione secundum cursum
civitatis Mediolani die 31 mensis julii in castro
magno porte Jovis Mediolani videlicet in turri prope
cameram cubicularem --- ducis Mediolani —-. (Mai-
land Staats-A. Reg. ducale R (alias O) fol. 129b.
131b cop. chart. saec. 15.)
€Vgl. den Brief der Signorie von Florens an
ihren Gesandten in Venedig, Nerone Nigi, vom
30 November 1436, in dem sic u. a. schreibt: ihr
Gesandter in Bologna habe ihr gemeldet, daß der
Papst und der Herzog von Mailand einen Ver-
trag geschlossen hätten und der Herzog cinwillige
di fare contra il concilio in servigio del papa -; 35
dat. die 30 novembris 1436. (Florenz Staats-A.
Signori, Legazioni e Commissarie 10 fol. 136b cop.
chart. coaeva.)
5 Vgl. über diese Verhandlungen außter dem in
voriger Anm. erwähnten Briefe noch das Schreiben 40
der Signorie von Florenz an ihren Gesandten in
Bologna, Luca degli Albizzi, vom 31 Dezember
1436 (Florenz Staats-A. Signori, Legazioni e Com-
missarie 10 fol. 146b-147a cop. chart. coaeva.
Datum die 31 decembris 1436).
6
Vgl. den Brief des Dogen an den Venetian.
Gesandten beim Papst, Ermolao Donato, vom
2 März 1437 in Venedig Staats-A. Lettere Col-
legio IV fol. 30b cop. chart. coaera.
Vgl. p. 40 Anm. 3.
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