z 424 stránek
Titul
Ia
Ib
Inhaltsübersicht
Ic
Id
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
XXV
XXVI
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XXXIII
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XLV
XLVI
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Chronologisches Verzeichnis
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
352
- s. XIX: … Wir unterscheiden folgende Bestandteile: a) fol. 1-6 die Aufzeichnung vom Frankfurter Tage im Dezember 1434 RTA. XI nr. 266; b-d) fol. 7-8.…
- s. XIX: … 61 und 62, dann von anderer Hand die Stücke vom Frankfurter Tage im Januar 1437 nrr. 63 u. 65, schließlich fol. 18b…
- s. XIX: … fol. 19 herausgeschnitten) enthalten nur fol. 19ab die Aufzeichnung vom Frankfurter Tage nr. 64, während fol. 20-21 leer sind; g) fol. 22-31…
- s. XLVIII: … der ganze Charakter des Stückes, verglichen mit der fraglos vom Frankfurter Tage herrührenden Aufzeichnung m. 68. Laut nr. 68 haben die Kurfürsten…
- s. 290: … verschlossen war. Das Ausschreiben des Erzbischofs von Mainz zu dem Frankfurter Tage ist von uns nicht wieder aufgefunden worden. Als Zeitpunkt der…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band XII. Abt. 6. (1435–1437)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1901
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
424
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 327: Chronologisches Verzeichnis
- 335: Orts-Personen-Namen Register
- 352: Zusätze und Verbesserungen
Strana XLVIII
XLVIII
Vorwort.
und sie hatten dabei jedenfalls unser Schriftstück im Auge, mag dieses min damals schon
vorgelegen haben oder erst im Vorbereitumg gewesen seim !.
1 Die Datierung der Aufzeichnumg vw. 64 ist,
wie der Herausgeber bemerkt, unsicher. Nur weil
wir von einer anderen Versammlung keine Kunde
haben und von dem Tag, den die Rheinischen Kur-
fürsten am 12 Mai in Lahnstein halten wollten,
nicht wissen, ob er stattgefunden hat, haben wir
das Stück vorläufig auf den Frankfurter Tag
vom 27 Januar 1437 gesetzt. Es ist leicht mög-
lich, daß es einige Monate später entstanden ist.
Die Bemerkung in Sachen des heimlichen Gerich-
tes: dazu werde der Erzbischof von Köln ant-
worten, ist. zwar im Januar wicht gerade unver-
ständlich, paßt aber Lesser doch für einen Zeit-
punkt, an dem die Arnsberger Reformation schon
vorlag. Auch die Schlußbemerkung über das Reich,
das jetzt verkauft werde, würde, wenn wir sie
richtig auf die Beziehungen zw Venedig deuten,
im Mai 1437 besser passen, da damals schon fest-
stand, daß der Kriegsfall eingetreten sei umd Sig-
mund Venedig das Reichsvikariat verleihen müsse.
Stärker fällt ins Gewicht, daß in art. 2 ein Münz-
tag für Räte der Rheinischen Kurfürsten auf den
23 Mai angesetzt wird. Daß das schon am 25 Ja-
muar, vier Monate vorher, geschehen wäre, ist recht
wumwalwscheinlich. Auch die Überlieferung des
Stückes spricht dafür, daß es nicht vom Frank-
furter Tage vom Januar 1457 herrührt. Während
die beiden anderen Stücke dieses Tuges nr. 63 und
o. 65 zusummen auf ein Blatt geschrieben sind,
ist nr. 64, das ganz eng mil m. 63 zusammen-
gehören würde, gesondert überliefert (s. oben Seite
XIX). Daß es mit Item beginnt, scheint freilich
darauf hinzuweisen, daß es sich an eine andere
Aufzeichnung anschloß; aber, abgesehen davon,
daß das nicht notwendig so zw sein braucht (auch
selbständige Aufzeichnumgen beginnen manchmal
mit Item), ist in dem Faszikel gerade vorher eine
zu unserem Sliick gehórende Seite herausgeschnitten
und die Trenmung von vw. 63 wire, wenn das
Item daran anknüpfen sollte, besonders auffallend.
Das wichtigste Moment aber scheint mir der ganze
Charakter des Stückes, verglichen mit der fraglos
vom Frankfurter Tage herrührenden Aufzeichnung
m. 68. Laut nr. 68 haben die Kurfürsten be-
schlossen, Dietrich Ebbracht als ihren einzigen ge-
meinsamen Vertreter zum Kaiser zu schicken, um
diesen zw überzeugen, daß in Sachen der Reichs-
veform die Berufung eines Reichstages, auf den
der Kaiser selbst komme, notwendig sei. Über ihre
Stellung zu Sigmunds verschiedenen Anregungen
sagen sie nichts, anscheinend weil sie darüber
mündlich verhandeln wollen; für die Frage der
Griechenunion lelmen sie ausdrücklich eine schrift-
liche Äußerumg ab und verweisen auf mündliche
Verhandlumgen. In mr. 64 dagegen wird voraus-
gesetzt , daß der Kaiser mit den Kurfürsten und
Wir haben aber keine Spur
andern, die in der sachen zu sinen gnaden dar
komen werden, diber den Landfrieden verhandeln
wird, ferner, daß er vats an unsern herren den
kurfursten und iren frunden degelwren wird, umd
es wird verabredet, daß die kwfiwstlichen Rüte
vom Weseler Münztag aus die Kurfürsten wwer-
züglich vom Ergebnis iľwer Beratungen in Kennt-
nis setzen, furter mit unserm herren dem keiser
davon zu reden. Das klingt alles wicht nach einer
Anweisung für den Gesandten Ebbracht, sondern
nach Verabredungen über gemeinsame Haltumg auf
einer bevorstehenden großen Versammlung, an der
die Kurfürsten persönlich oder durch ilwe Ver-
Wreter teilnehmen wollen. Am 4 März erließ Sig-
mund die Einladung zum Egerer Reichstag. Bis
die Kurfürsten diese erhalten, sich über eine Vor-
besprechung verständigt und diese ins Werk ge-
setzt hatten, muß mindestens Anfang April heran-
gekommen sein. Da sie den Weseler Münztag, der
ihnen Material für die Verhandlungen mit dem
Kaiser liefern sollte, auf den 23 Mai amsetzten,
während der Reichstag schon auf den 19. ausge-
schrieben war, werden wir geneigt sein, das Stück
nicht lange vor Mitte Mai anzusetzen. Das Datum
der Lahmsteiner Versammlung, von der die Nürn-
berger etwas gehört haben (12 Mai), würde also
recht gut stimmen. Stimmen will mw eins nicht
vecht, worauf mich Dr. Beckmann aufmerksam
macht. In Lahmstein wollten nach Mitteilung der
Nürnberger die Rheinischen Kurfürsten zusammen-
kommen. In nr. 64 art. 2 aber werden die fier
kurfursten am Rine in einer Form erwähnt, die
darauf schließen läßt, daß der Kreis der Ver-
sammlung, von der unser Stück herrülhwt, ein an-
derer war; denn sonst hieße es wohl einfach unser
herren. Ob aber m. G4 auf einen allgemeinen
Kırfürstentag gehört oder auf einen solchen der
Rheinischen Kurfürsten, auf dem einer der vier
unvertreten war, bleibt unsicher, und wie es m
Lahnstein damit stand, wissen wir nicht. Gehórt
das Stück nicht nach Lalmstein, so ist damit
noch nicht gesagt, daß es auf den Frankfurter
Tag vom Januar gehört. Es kann ja zwischen
Anfang April und Mitte Mai ein anderer Kur-
fiwstentag stattgefunden haben, von dem wir nichts
wissen. Das Ergebnis für die Datierung von ww.
64 wire also folgendes. Das Stück gehört sicher
in die Zeit zwischen Januar und Mitte Mai 1437,
schwerlich auf den Frankfurter Januar-Tag, wahr-
scheinlich vielmelw in die Zeit zwischen Anfang
April und Mitte Mai, eher gegen Ende als an
den Anfang dieses Zeitraumes, ob aber auf den
Tag der Rheinischen Kurfürsten, der am 12 Mai
in Lahnstein stattfinden sollte, oder auf einen an-
deren, uns unbekannten Kıurfürstentag, bleibt völlig
unsicher.