z 424 stránek
Titul
Ia
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Inhaltsübersicht
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Id
Vorwort
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III
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IX
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XI
XII
XIII
XIV
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XVII
XVIII
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XXIII
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XXVI
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XXIX
XXX
XXXI
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XXXIII
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XLV
XLVI
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Chronologisches Verzeichnis
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
352
- s. XIX: … Wir unterscheiden folgende Bestandteile: a) fol. 1-6 die Aufzeichnung vom Frankfurter Tage im Dezember 1434 RTA. XI nr. 266; b-d) fol. 7-8.…
- s. XIX: … 61 und 62, dann von anderer Hand die Stücke vom Frankfurter Tage im Januar 1437 nrr. 63 u. 65, schließlich fol. 18b…
- s. XIX: … fol. 19 herausgeschnitten) enthalten nur fol. 19ab die Aufzeichnung vom Frankfurter Tage nr. 64, während fol. 20-21 leer sind; g) fol. 22-31…
- s. XLVIII: … der ganze Charakter des Stückes, verglichen mit der fraglos vom Frankfurter Tage herrührenden Aufzeichnung m. 68. Laut nr. 68 haben die Kurfürsten…
- s. 290: … verschlossen war. Das Ausschreiben des Erzbischofs von Mainz zu dem Frankfurter Tage ist von uns nicht wieder aufgefunden worden. Als Zeitpunkt der…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band XII. Abt. 6. (1435–1437)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1901
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
424
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 327: Chronologisches Verzeichnis
- 335: Orts-Personen-Namen Register
- 352: Zusätze und Verbesserungen
Strana 290
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Kurfürstentag zu Frankfurt 3 November 1437.
ihnen, die Initiative ergriff und seine Kollegen auf den 3 November nach Frankfurt
berief. Man braucht darin weder mit Pückert „Regungen kurfürstlicher Eigenmächtigkeit“
zu sehen, die „dem Kaiser die Initiative zu entreißen" suchte und vielleicht nur durch
den Tod Sigmunds vor einem „Zusammenstoß mit ihm“ bewahrt wurde1, noch braucht
man mit Bachmann anzunchmen, daß die „Kunde von der hoffnungslosen Erkrankung 5
des Reichsoberhauptes“ die Kurfürsten zu ihrem Vorgehen veranlaßt habe 2. Was die
Kurfürsten jetzt unternahmen, ist nichts anderes als die Fortsetzung der Politik, die sie
seit dem Herbst 1436 gemeinsam mit dem Kaiser in der Kirchenfrage verfolgt hatten.
Diese Erkenntnis schöpfen wir aus dem in unserem Bande in der ersten und zweiten
Hauptabteilung zugänglich gemachten Material, das den beiden genannten Forschern noch 10
verschlossen war.
Das Ausschreiben des Erzbischofs von Mainz zu dem Frankfurter Tage ist von
uns nicht wieder aufgefunden worden. Als Zeitpunkt der Zusammenkunft war in ihm
offenbar der Abend des 3 November bezeichnet worden 3.
Zu den Beratungen, die vom 4. bis zum 7 November dauerten, waren die Kurfürsten 15
von Mainz und Trier in eigener Person erschienen, die Kurfürsten von der Pfalz und
Sachsen waren durch ihre Räte vertreten, der Kurfürst von Brandenburg hatte seine
Vollmacht geschickt, der Kurfürst von Köln sein und seiner Räte Fernbleiben mit den
Gefahren entschuldigt, die ihnen von seinen Feinden, mit denen er in Fehde lag, drohten.
Man darf wohl annehmen, daß die Kurfürsten zu Frankfurt von denselben Männern 20
beraten waren, die kurz zuvor ihre Ansicht in Basel vertreten hatten. Von sonstigen
Teilnehmern wird nur der Gesandte des apostolischen Stuhles, der Bischof von Urbino,
genannt. Gesandte des Konzils oder der Konzilsparteien waren offenbar nicht zugegen.
Zwei Aufgaben waren der Versammlung gestellt. Sie sollte die Botschaft des
Papstes entgegennehmen und sie sollte sich über Mittel und Wege einigen, die sowohl für 25
den Papst wie für das Konzil annehmbar waren und die Vermeidung des Schismas ge-
währleisten konnten.
Mit der ersten Aufgabe fand sich die Versammlung augenscheinlich leicht ab. Der
Forderung der päpstlichen Gesandtschaft, das Konzil von Ferrara zu beschicken, stellte
man die Erklärung der eigenen Inkompetenz gegenüber und mahnte, den Kampf mit dem so
Konzil einstweilen ruhen zu lassen (s. lit. B).
Umfassender und schwieriger waren die Verhandlungen der Kurfürsten über die
Grundlagen der Vermittlung zwischen Papst und Konzil. Indes schließlich einigte man
sich auch hier bis auf einen, allerdings nicht unwesentlichen Punkt, formulierte eine
Reihe von Vorschlägen, die man durch eine eigene Gesandtschaft dem Konzil und dem 35
Papst unterbreiten wollte, und schickte zum Kaiser mit der Bitte, sich über diese Vor-
schläge zu äußern und, falls sie seinen Beifall fänden, sie in Basel und an der Kurie
zu unterstützen (s. lit. C).
Die Ausfertigung der kurfürstlichen Gesandtschaft an Konzil und Papst sollte am
13 Dezember zu Frankfurt stattfinden; bis dahin, glaubte man, würde auch die Antwort 40
des Kaisers eingelaufen sein. Es ist auffallend, daß man den Termin so spät setzte:
einen Tag später lief ja die dem Papst gewährte Frist schon ab 4. Verließ man sich
darauf, daß das Konzil der vom Frankfurter Kurfürstentage aus ergangenen Mahnung,
bis auf weiteres im Prozeß gegen den Papst einzuhalten, Folge leisten würde? Hatte
man vielleicht geheime Zusicherungen derart? Oder war es die Rücksicht auf den Kaiser, 45
ohne dessen ausdrückliche Zustimmung man nicht in die Vermittlungsaktion eintreten
3 Vgl. nrr. 192; 197; 199. — Die Angaben in
1 Vgl. Pückert, Die kurfürstliche Neutralität
nrr. 193 u. 194b beziehen sich auf den Beginn
während des Basler Konzils p. 58 u. 60-61.
der Verhandlungen am 4 November.
Vgl. Bachmann, Die Deutschen Könige und
Vgl. p. 295 Anm. 1.
die kurfürstliche Neutralität (1438-1447) p. 13.
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