z 424 stránek
Titul
Ia
Ib
Inhaltsübersicht
Ic
Id
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
XXV
XXVI
XXVII
XXVIII
XXIX
XXX
XXXI
XXXII
XXXIII
XXXIV
XXXV
XXXVI
XXXVII
XXXVIII
XXXIX
XL
XLI
XLII
XLIII
XLIV
XLV
XLVI
XLVII
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L
LI
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LIII
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Edition
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Chronologisches Verzeichnis
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. XXI: … mitgezählt worden. Dem entsprechend sind weiter die paar Akten vom Egerer Reichstag, die sich heute im Stuttgarter Staatsarchiv Einungen mit Adel und…
- s. XXVI: … gelten darf, der gemeinsame Ratschlag der Fürsten und Städte vom Egerer Reichstag (nr. 95). Dazu kommen 4 Aufzeichnungen von Kurfürstentagen (nrr. 63.…
- s. XXX: … zurückzukommen. Hier gilt es nur hervorzuheben, daß unsere Kenntnis vom Egerer Reichstag als Ganzem durch unsere Publikation auf ganz neue Grundlagen gestellt…
- s. XXXVIII: … (nr. 160), dazu manches Stück aus den städtischen Korrespondenzen beim Egerer Reichstag. Aus der Feder des Konzilsgesandten und aus der eines Frankfurter…
- s. XLII: … kannte man, wie wir gesehen haben, nur das Ausschreiben zum Egerer Reichstag und den Abschluß der dortigen Verhandlungen. Was wir jetzt bieten,…
- s. XLIX: … völlig unsicher. Vorwort. XLIX davon, daß man sich auf dem Egerer Reichstag mit der Reformation beschäftigt hätte oder die Frage überhaupt zwischen…
- s. LII: … erfolgte, bleibt zweifelhaft. Möglich, daß dabei eine Anknüpfung an den Egerer Reichstag mit in Betracht kam. Wahr- scheinlicher, daß in der Hauptsache…
- s. 97: … Augenblick unterbrochen. Nur ein Ergebnis von dauernder Bedeutung hat der Egerer Reichstag aufzuweisen; aber dies Ergebnis war ein Gewinn nicht für das…
- s. 100: … sonstige in diese Rubrik gehörende Akten- stücke sind für den Egerer Reichstag in ziemlicher Fülle vorhanden. Wir besitzen 10 sechzehn Schreiben von…
- s. 268: … eine Besserung der Zustände im Reich zu bringen, bewirkte der Egerer Reichstag vielmehr das Gegenteil. Der kecke Anlauf, den die Fürsten genommen…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band XII. Abt. 6. (1435–1437)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1901
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
424
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 327: Chronologisches Verzeichnis
- 335: Orts-Personen-Namen Register
- 352: Zusätze und Verbesserungen
Strana XXXVIII
XXXVIII
Vorwort.
Um das Zurücktreten des Kurfürstenkollegiums in diesen Jahren richtig zu be-
urteilen, wird man auch die persönlichen Verhältnisse berücksichtigen müssen. Unter
den Rheinischen Kurfürsten, die fast immer die Führung haben, wenn das Kurfürsten-
kollegium gegenüber dem Kaiser eine selbständige Politik einschlägt, war damals eigentlich
nur der Erzbischof von Köln als vollkräftig zu rechnen. Erzbischof Raban von Trier
war krank und altersschwach, Pfalzgraf Ludwig III, der am 20 Dezember 1436 starb,
in den letzten Jahren seines Lebens gleichfalls hinfällig, ja erblindet und seit Anfang 1436
von der Regierung zurückgetreten 1, sein Nachfolger Ludwig IV ein Knabe von 13 Jahren,
Erzbischof Dietrich von Mainz, erst seit 1434 im Amt, durch innere Schwierigkeiten in
seinem Erzstift in Anspruch genommen. Auf diese Dinge haben schon frühere Forscher
aufmerksam gemacht?; neu aber und in diesem Zusammenhang interessant ist die in
unserm Bande veröffentlichte Schilderung, die uns ein Agent der Kurie von dem Stand
der Dinge in Deutschland, dem Verhältnis des Kaisers zu den Kurfürsten und, wenn
auch ganz knapp, von der Persönlichkeit der Kurfürsten entwirft (nr. 154).
Uber die Verhältnisse am Hofe und in der Reichsregierung, über
Sigmunds Persönlichkeit und über das Auftreten seiner nächsten Umgebung bringt unser
Band mancherlei interessante Einzelheiten. Hervorzuheben sind als interessante Stücke
der Bericht des Mailändischen Gesandten über die Zustände am Hofe und in Böhmen
(nr. 102), der schon genannte Bericht eines Agenten der Kurie (nr. 154) und der Be-
richt des Konzilsgesandten, des Bischofs von Vich, über seine Reise zu Sigmund (nr. 160),
dazu manches Stück aus den städtischen Korrespondenzen beim Egerer Reichstag.
Aus der Feder des Konzilsgesandten und aus der eines Frankfurter Schreibers
(S. 260 Anm. 1) erfahren wir allerhand über Sigmunds letate Tage und seine
persönliche Art, über seine Krankheit und über seine, durch das körperliche Leiden nicht
gebrochene Unternehmungslust und Vielgeschäftigkeit. Es fallen auch ein paar bezeichnende
Bemerkungen über seine Neigung, die verschiedensten weitausschauenden Unternehmungen
gleichzeitig zu beginnen oder doch in seinen Reden anzukündigen. Daß darauf kein
Verlaß sei und daß bei der Art des Kaisers auf die Pläne, die er entwickele, auch wenn
ihn Krankheit nicht hindere, wenig Gewicht zu legen sei, spricht der Mailändische Ge-
sandte (in nr. 102 art. 6 am Schlußs) mit ziemlich dürren Worten aus. Ahnlich schreibt
der Nördlinger Gesandte Jeronimus von Bopfingen (in nr. 91), es seien dez kaißers
fürnemen und gescheft so manigerlei, daz ains vor dem andern nit wol end genemen kan.
Das ist freilich nur die eine Seite von gewissen in Sigmunds Wesen stark
hervortretenden Charakterzügen. Die Beweglichkeit des Geistes, die Lebhaftigkeit der
Auffassung, die Vielseitigkeit der Interessen, Ideen und Pläne, die ihn kennzeichnen,
haben auf der einen Seite wohl nahe Verwandtschaft mit einer phantastisch ausschweifenden
Vorliebe für alles Großartige in Unternehmungen, Gedanken und Worten, sie arten auch
aus in den Leichtsinn und die Unzuverlässigkeit eines Projektenmachers, aber sie machen
doch andrerseits diesen Luxemburger zu einer fesselnden, über das Durchschnittsmaß
hervorragenden Persönlichkeit, geben ihm einen Anflug von Genialität, ja hie und da
von wirklicher Größte. Die Zersplitterung seiner Kräfte, das sich hemmende Nebeneinander
so vieler Vorhaben und Geschäfte, von dem der Nördlinger Ratsgesell schreibt, war nicht
1
Daß Pfalzgraf Ludwig schon 1430 wegen seiner
Erblindung die Regierungsgeschäfte niedergelegt
habe (wie in der Allg. D. Biogr. angegeben wird),
ist ein Irrtum. Ludwig war (worauf mich Dr. Herre
aufmerksam macht) noch auf dem Nürnberger Kur-
fürstentage vom 23 März 1432 und dann auf dem
Frankfurter vom 10 Mai 1433 persönlich anwesend
und politisch thätig. Die Urkunde über Einsetzung
einer Regentschaft datiert vom 28 Febr. 1436; sie
ist in Altmann’s Ausgabe von Windecke S. 429 ff.
gedruckt.
2 Vgl. Lindner, Deutsche Geschichte unter den
Habsburgern und Luxemburgern 2, 415.