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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 11: … den Zweck der Griechenunion verwendet wissen, wenn das Konzil in Deutschen Landen verbleibe; andernfalls sollten die Gelder den Herren oder Reichsstädten bleiben,…
- s. 95: … die dringende Aufforderung, für das Ver- bleiben des Konzils in Deutschen Landen, das die Ehre und der Nutzen des Reiches erheischten, zu…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band XII. Abt. 6. (1435–1437)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1901
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
424
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 327: Chronologisches Verzeichnis
- 335: Orts-Personen-Namen Register
- 352: Zusätze und Verbesserungen
Strana 95
Reichstag zu Eger
Mai bis August 1437.
Den Anstoß zu der Berufung des Egerer Reichstages, des letzten aus Kaiser Sig-
munds Regierungszeit, gab mittelbar der aufs neue ausgebrochene Konflikt zwischen Papst
5 und Konzil. Die Baseler Kirchenversammlung, in ihrem Bemühen, die Unterstützung der
weltlichen Mächte zu gewinnen, wandte sich auch an die Deutschen Kurfürsten, und die
Germanische Nation am Konzil richtete an sie die dringende Aufforderung, für das Ver-
bleiben des Konzils in Deutschen Landen, das die Ehre und der Nutzen des Reiches
erheischten, zu thun, was in ihren Kräften stände. Die Kurfürsten ihrerseits glaubten
10 von ihrem Eingreifen nur dann sich Erfolg versprechen zu sollen, wenn es in Gemein-
schaft mit dem Kaiser geschähe. Sie schickten daher, wie wir gesehen haben, im No-
vember 1436 eine Gesandtschaft zu Sigmund nach Prag, um ihm die Vermittlung zwi-
schen Papst und Konzil ans Herz zu legen und ihre Unterstützung dabei anzubieten.
Nebenbei hatte die Gesandtschaft den Auftrag, das Augenmerk des Kaisers auf die der
15 Reform so dringend bedürfenden Zustände des Reiches zu lenken. In den Verhand-
lungen, die Sigmund mit den kurfürstlichen Gesandten pflog, und in der Antwort, die
er ihnen an ihre Herren mitgab, verwies er bezüglich des ersten Punktes, der Vermitt-
lung zwischen Papst und Konzil, auf die Schritte, die er schon von selbst in der Sache
gethan hatte und weiterhin thun wollte; bezüglich des zweiten, der Reichsreform, erinnerte
20 er, wie es scheint, nicht ohne eine gewisse Bitterkeit und Resignation, an die vielen, von
ihm so ernst gemeinten und stets erfolglos gebliebenen Versuche, die er auf früheren Reichs-
tagen unternommen hatte. Gleichwoll erklärte er sich auch jetzt bereit zu thun, was ihm
möglich sei, um endlich eine Besserung der Zustände im Reiche zustande zu bringen.
Er forderte daher die Kurfürsten auf, sich auf einem von ihnen anzusetzenden Tage
25 mit den übrigen Reichsständen über die nötigen Maßnahmen der Reform zu besprechen
und sich über den Termin eines Reichstages, der zu Eger stattfinden sollte, zu einigen,
damit dort in seiner Gegenwart ein endgültiger Abschied erlassen werde. Für den Fall
aber, daß die Reichsstände, etwa der Kürze der Zeit halber, mit dem Zusammentreten
des Reichstages in Eger nicht einverstanden sein sollten, gab er den Kurfürsten volle Ge-
s0 walt, Ort und Zeit einer Reichsversammlung festzusetzen und dort auch ohne ihn mit
den übrigen Reichsständen endgültige und bindende Reichsgesetze zur Abstellung der Miß-
stände im Reiche zu beschließen.
Zugleich stellte der Kaiser ein Programm für die Beratungen der Reichsstände auf.
Es war nicht so umfassend wie das vom Jahre 1434/35, sondern beschränkte sich auf
35 vier Punkte. Vielleicht, daß der Kaiser glaubte, so eher ein befriedigendes Resultat zu
erzielen. Die vier Punkte des Programms betrafen die Landfriedenswahrung, die Re-
spektierung der kaiserlichen Achtsgewalt, die Reform des Gerichtswesens und die Reform der
Münze, also alles Gegenstände, die immer wieder auf der Tagesordnung der Reichstage
des 15 Jahrhunderts standen und die in ihrer ungenügenden Gestaltung den Grund für