z 424 stránek
Titul
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Chronologisches Verzeichnis
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 11: … den Zweck der Griechenunion verwendet wissen, wenn das Konzil in Deutschen Landen verbleibe; andernfalls sollten die Gelder den Herren oder Reichsstädten bleiben,…
- s. 95: … die dringende Aufforderung, für das Ver- bleiben des Konzils in Deutschen Landen, das die Ehre und der Nutzen des Reiches erheischten, zu…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band XII. Abt. 6. (1435–1437)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1901
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
424
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 327: Chronologisches Verzeichnis
- 335: Orts-Personen-Namen Register
- 352: Zusätze und Verbesserungen
Strana 11
Einleitung.
11
des Bundes berufen (s. nrr. 47 u. 48). Bemerkenswert ist der Argwohn, den Nördlingen
in seinem Briefe an Ulm äußert: das Konzil sei vielleicht in geheimem Einverständnisse
mit den weltlichen Fürsten (vgl. dazu nr. 45), diese hätten sich dabei ihren Vorteil aus-
bedungen, und bei der ganzen Aktion sei es nur auf die Städte abgeschen (s. nr. 48).
Ulm hatte schon von selbst, ehe die Anregung von Dinkelsbühl und Nördlingen eintraf,
den Gegenstand auf die Tagesordnung für die nächste Bundesversammlung gesetzt
(s. nr. 51). Diese fand Anfang Januar 1437 statt, der Abschied ist datiert vom 4 Ja-
nuar (nr. 53). Man hatte inzwischen durch Nürnberg erfahren, wie der Kaiser zu der
Sache stand, und, darauf gestützt, war man zu einem Entgegenkommen wenig geneigt.
10 Es wurde beschlossen: 1) gemeinsames Verhalten und gegenseitige Unterstützung der Bundes-
städte gegenüber der Forderung des Konzils; 2) Abweisung der Ablaßprediger mit der Be-
gründung, daß man noch nicht erfahren habe, wie andere Fürsten und Städte sich in
der Sache verhielten, und daß man als Reichsstadt gebunden sei, sich zunächst an den
Kaiser zu wenden; und endlich 3) falls die Ablaßprediger auf ihrer Absicht beharren sollten,
15 Verbot an die Bürgerschaft, irgendwelches Geld für den Ablaß zu zahlen, zugleich mit
der Erlaubnis, ihn zu nehmen, wenn er umsonst gegeben werde. Dieser letztere Beschluß
klingt geradezu wie eine Verhöhnung des Konzils. Aber Dinkelsbühl hat thatsächlich
nach ihm gehandelt. Als Anfang März die Konzilsgesandtschaft zurückkehrte und dies-
mal sich nicht abweisen ließ, ließ der Rat des Morgens frih, ehe die Predigt begann,
20 den Bürgern ernstlich jede Geldzahlung untersagen: wolle man aber den Ablaß umsonst
um Gottes willen geben, so dürfe man ihn annehmen (s. nr. 57).
Im April desselben Jahres wurde Ulm ein drittes Mal vor die heikle Frage gestellt,
als der Chorherr Heinrich Menger im Auftrag des Konzils den Rat um die Erlaubnis
bat, den Ablaß predigen zu dürfen, und zugleich behauptete, die Städte im Augsburger
25 und im Würzburger Bistum, die doch auch dem Bunde angehörten, hätten seinen Wün-
schen nachgegeben. Ulm nahm sich Bedenkzeit und berief eine Versammlung auf den
28 April (s. nr. 59). Von den Beschlüssen, die dort gefaßt sind, und von dem ganzen
weiteren Verlauf der Aktion erfahren wir nichts.
Nach Nürnberg kam ein Konzilsgesandter, mit der Absicht, den Ablaß zu ver-
so künden, zum erstenmal im Juni 1436: der Rat wies ihn jedoch ab mit der Begründung,
man könne ohne Kenntnis von dem Verhalten der übrigen Reichsstände in der Sache
nichts thun, und beauftragte seinen Gesandten beim Kaiser, in Erfahrung zu bringen, ob
der Gegenstand am kaiserlichen Hofe zur Sprache käme (s. nr. 43).
Anfang November mußte der Rat dann Tage lang mit einem neuen Abgesandten
35 des Konzils, dem oben genannten Heinrich Menger, verhandeln, bestand aber schließ-
lich darauf, daß er erst die Ansicht des Kaisers einholen müsse. Zugleich bekamen die
Gesandten am kaiserlichen Hofe entsprechende Weisung (s. nr. 45). Sehr bezeichnend
ist der Auftrag, zu versuchen, ob nicht, nach dem Vorgang anderer, bei dem Geschäft für
die Stadt etwas herausgeschlagen werden könne. Die Antwort der Nürnberger Gesandten
40 mit interessanten Aufschlüssen über die Haltung des Kaisers bietet unsere nr. 46:
Sigmund erlaubte die Ablaßverkündigung, verlangte aber, daß die einlaufenden Gelder nicht
dem Konzil, sondern der Germanischen Nation abgeliefert würden, und wollte sie nur dann
für den Zweck der Griechenunion verwendet wissen, wenn das Konzil in Deutschen
Landen verbleibe; andernfalls sollten die Gelder den Herren oder Reichsstädten bleiben,
45 in deren Gebiet sie gesammelt seien. Man bemerkt wieder den Einfluß der Germani-
schen Nation.
Trotz dieser Weisung schwankte Nürnberg, wie es sich verhalten solle: es erkundigte
sich bei Augsburg und beim Schwäbischen Städtebunde, was diese in der Sache gethan
hätten (s. nrr. 52 u. 55). Schließlich hat es jedoch die Ablaßverkündigung zugelassen, dann
50 aber, als das Unionskonzil nicht in Deutschland stattfand, der Weisung des Kaisers
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