z 424 stránek
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
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Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band XII. Abt. 6. (1435–1437)
Autor:
Beckmann, Gustav
Rok vydání:
1901
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
424
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 327: Chronologisches Verzeichnis
- 335: Orts-Personen-Namen Register
- 352: Zusätze und Verbesserungen
Strana 154
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Reichstag zu Eger Mai bis August 1437.
E. Reichsexekution gegen Hzg. Philipp von Burgund nr. 96.
1437 96. K. Sigmund beauftragt 1 mit Zustimmung des Reichstages den Landgrafen Ludwig
Juli 27
von Hessen, die vom Hzg. Philipp von Burgund widerrechtlich an sich gerissenen
Länder Brabant, Holland, Seeland etc. für das Reich einzuzichen und mit den drei
Ständen jener Länder in Unterhandlung zu treten 2. 1437 Juli 27 Eger.
Aus Wien H. H.St. A. Urkunden orig. membr. lit. pat. c. sig. pend. (an schwarzgelber
seidener Schnur). Uber dem u schr häufig ein Ringelchen.
Lateinische Ubersetzung (wohl von Dynter) gedruckt in Chronique des ducs de Brabant
par Edmond de Dynter ed. de Ram 3, 519-521 mit Vidimus-Vermerk — den schon die
deutsche Vorlage (Dynters) hatte, vgl. unten Z. 47a) — des Gfn. Johannes von Ziegen- 10
hain und Nidda [Dynter Wydde], des Gfn. Gerhard von Spiegelberg und des Ritters
und Marschalls Johannes von Meisenbug vom 6 September 1437. — Im Auszug bei
v. Löher im Münch. histor. Jahrb. 1866 p. 387 f.
Wir Sigmund von gotes gnaden Romischer keiser zu allen ziten merer des reichs
und zu Hungern zu Behem Dalmacien Croacien etc. kunig bekennen und tun kunt offem- 15
bar mit disem brieff allen den, die in sehen oder hôren lesen. wann die herczogtum
furstentumb und lande zu Brabant Holland Seeland Henegow Antwerpen Friesland und
Lymburg mit allen und iglichen iren luten herlikeiten rechten nuczen und zugehorungen
an uns und das heilig riche recht und redlich von todes wegen der herezogen und fur-
sten, die dieselbe lande als des a heiligen richs fursten letste yngehabt und zu lehen 20
besessen hant und on lehenserben mansgeslechts abgangen sind, lediclich komen gefallen
und anerstorben sind, der sich nu herezog Philipp von Burgundien von eygner gewalt
on recht und on unsern als eyns Romischen keisers willen und verhengnuß underwun-
den hat und die frevelich furheldet und von uns und dem heiligen rich auch nye er-
kant hat, das uns die rechtlich zugepuren und nyemand anders, und wann wir nu die- 25
selben lande herczogtum und furstentum zu unsern und des richs handen mit der hilff
gotes widerbrengen wollen, als uns dann das von unserm ampt keiserliche wirdikeit zu
a) orig. das.
1
Zur Bestreitung der Kosten, die dieser Auf-
trag verursachte, wies K. Sigmund 2000 Gulden
eines bei der Stadt Nürnberg aufgenommenen Dar-
lehens (s. nr. 163) an: 1437 Juli 29 bekennt Jo-
hannes Magdeburg, Sächsischer Schosser zu Coburg,
daß er vom Rat zu Nürnberg die dem Kaiser zu
des heiligen reichs merklichen notdurft nemlich
zu der botschaft, die mein gnediger herre der land-
graf von Hessen von keiserlicher befelhnuss wegen
in das Niderlande handeln sol, geliehenen 2000
Gulden empfangen habe; dat. Mo. vor vincula
s. Petri 1437. (Nürnberg Kreis-A. S. XII 49/2
nr. 451 Kaisersteuern orig. membr. lit. pat. c. sig.
pend. Vgl. ebenda nr. 449 u. 451, erstes Stück). —
Uber den Verlauf dieses Unternehmens vgl. Dyn-
ter a. a. O. p. 518f. u. 521-523: der Landgraf
traf c. 15 August in Aachen ein und ließ den
vier Hauptstädten Brabants, Löwen, Brüssel, Ant-
werpen und Herzogenbusch eine vidimierte Abschrift
des kaiserl. Mandats zugehen mit dem Ersuchen,
bevollmächtigte Gesandte zu ihm nach Aachen zu
schicken zur Verhandlung über die in dem Man-
dat angeführten Punkte; die gen. Städte erwiderten, 30
daß sie den Herzog von Burgund als ihren rechten
Herrn anerkannt und ihm Beistand und Treue
gelobt hätten und ohne seinen Befehl die verlangten
Gesandten nicht schicken könnten; am 17 Septem-
ber machten die Herren von Reifferscheid und von 35
Reede mit mehr als 500 Lanzenreitern einen Ein-
fall in Limburg, wurden aber nach Aachen zu-
rückgeworfen; zwei Tage darauf zog sich der Land-
graf, nicht wenig erschrocken, wie gesagt wurde,
von Aachen in die Heimat zurück. Vgl. auch 40
v. Löher im Münchener histor. Jahrbuch 1866
p. 388 ff.
2
Einige Tage später, am 2 August 1437, be-
auftragte K. Sigmund den Gfn. Heinrich von
Lupfen mit Repressalien gegen Hzg. Philipp von 45
Burgund, der noch immer die dem Reich entfrem-
deten Gebiete nicht herausgegeben habe und weiter
als Reichsfeind sich betrage. Vgl. Altmann, Re-
gesten K. Sigmunds nr. 12032.