z 616 stránek
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Rejstřík jmen vlastních
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Opravy
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Název:
Archiv český, čili, Staré písemné památky české i moravské, sebrané z archivů domácích i cizích. Díl XXIX
Autor:
Kalousek, Josef
Rok vydání:
1913
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
617
Obsah:
- I: Titul
- 1: Edice
- 559: Rejstřík písemností
- 572: Rejstřík jmen vlastních
- 606: Rejstřík věcný
- 615: Opravy
Strana 518
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D. XXII. Dodavek k řádům selským a instrukcím hospodářským:
Nach der Landesverfassung sollen zwar durchaus der jüngst geborene Sohn der Erbe
sein; weil aber die Auswahl auf dem herrschaftlichen Beamten ankommet, gelanget öfters
ein anderer zur Wirtschaft.
Es ist in diesem Kreis kein Handel mit auswärtigen Ländern; für die eigene aber
wird vielfältig Tuch und Leinwaare fabricirt.
Von guten Gewächs sind wenig Pferde in Vorschein gekommen. Viele Unterthanen
sind wegen Mangel des Futters Pferde zu halten ausser Stande. Es fehlet darneben an tüch-
tigen Hengsten. Die Pferde werden zu frühe eingespannet, und die Zugochsen sind sehr klein
und schlecht.
Es sind in diesem Kreise viele Brandstellen und baufällige Häuser. Besonders sind
auf der Pürglitzer, Krzitzer, Wallischer [?] und Pleser [Plasy?] Herrschaft viele unbebaute
Felder angetroffen worden. Vielleicht hat man Sommerfrüchten darauf gesäet. Das schadhafte
Haus kann der Bauer wegen Mangel des Geldes nicht herstellen. Zu Beurbarung der Felder
fehlet ihm Zugvieh und Saamen.
Die Unterthanen der Zwolleinoweser Herrschaft haben sich beklaget, dass ihnen nach
der Ernte die Scheunen gesperret, das Getreid ausgetroschen, und der zuvor beschehene Vor-
schuss mit Gewalt zuruck genommen worden; durch welches Verfahren sie 3 und mehr
Monate ohne Brod hätten leben müssen.
Es solle geschehen sein, dass auf der Bürglitzer Herrschaft denen Bauern Felder,
Hutweiden und Waldungen; auf der obristburggraflichen Tachlowitzer und Chrastianer Herr-
schaft ebenfalls Wiesen abgenommen und zum obrigkeitlichen Genuss gezogen worden.
Es sind Klagen vorgekommen, dass auf der Tauschetiner, Plasser und Wranayer 1) Herr-
schaft die steuerbare Grundstücke denen Eigenthümern benommen und andern zugeschrieben
worden, wo also erstere nunmehro durch Dienen ihren Unterhalt suchen müssen. 1) Vraní Pal. 6.
In dem o) Berauner Kreise haben sich Geistliche und Beamte beeifert, dem Landmann
die gute Absicht der allgemeinen Beschreibung begreiflich zu machen. Vorzüglich hat der
Caplan Wenzel Woposeck auf der Chlumer Pfarr in offentlicher Predigt sich hierunter hervor-
gethan. Auch das k. Kreisamt und die Beamten der Herrschaft Karlstein und die Geistliche
von St. Johann werden ihres guten Einvernehmen und gethanen Vorschube wegen belobet.
Weil die Leute in verschidenen Gegenden aus Mangel des Getreid Brod von Haber,
Mühlstaub und Kleien essen müssen, so sind sie sehr entkräftet worden. Es ist zwar eine
Taxe gesetzet worden, wie theuer das Korn verkaufet werden solle; die Leute aber haben
geklaget, dass sie dennoch derlei für Geld nicht hätten bekommen können.
In dem ganzen Kreis pfleget der jüngste Sohn im allgemeinen als Erbe angesehen zu
werden. Doch ist nicht seltsam, wenn der jüngste Sohn nach Absterben des Vater entweder
nicht die rechte Jahre oder die zur Haushaltung gefodert werdende Eigenschaften an sich
hat, den Tauglichsten als Wirt einzusetzen.
In den Dörfern Crelin [Čelín?], Seitica, Lhota [Sejická Lhota], Crisowiz [Čisovice],
Chrastiz [Chraštice], Schinor u Kritka [Všenory a Řídka?] solle wahrzunehmen gewesen sein,
dass bloss nach Wille und Gutdünken die Wirtschaften bestellet würden; so auch die ein-
gekaufte Bauern für sich zu thun pflegeten, bei letzteren aber nicht unbillig zu sein scheinet.
Kein Werkmeister arbeitet zu Handen einer Fabrik, weder hat einer einen auswärtigen
Verkehr. Sie arbeiten meistens für eigene, und nur einige für einheimische Nothdurft, und
leben dahero vielmehr von anderweiten Handarbeit oder Landeswirtschaft-Verdienst, und werden