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- s. 467: … . . 52.185" . . . . . bei denen Prager Städten 66428 64 die alte Ansässigkeit war 64 . . 4.728°1/64…
- s. 522: … und mit unermüdeten Eifer wachbar ist. Die Hauptgassen in den Prager Städten sind mit Steinen gepflastert und werden auch rein gehalten; nicht…
- s. 522: … für die Nachbarschaft von sich. Zur Pflasterung und Säuberung der Prager Städten ware vorhin zum Theil der Löhnwagenamts-Fond gewidmet; jeder Löhnwagen musste…
- s. 523: … geblieben, hinwiederum auf die Burgerschaft repartirt worden wären. In denen Prager Städten sollen nicht bloss landesfürstliche Burgere, sondern auch andere, die nicht…
Název:
Archiv český, čili, Staré písemné památky české i moravské, sebrané z archivů domácích i cizích. Díl XXIX
Autor:
Kalousek, Josef
Rok vydání:
1913
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
617
Obsah:
- I: Titul
- 1: Edice
- 559: Rejstřík písemností
- 572: Rejstřík jmen vlastních
- 606: Rejstřík věcný
- 615: Opravy
Strana 523
O ubohém stavu obyvatelstva v Čechách 8. čce 1771.
523
Anlage unter dem Namen Köhrig-Geld entstanden, der aber kein landtafliches, sondern nur
die burgerliche Häuser unterliegen.
Es heisst, die böhmische Stände hätten mit den Prager Burgern im Jahr 1663 dahin
einen Vergleich getroffen, dass diese ein Privat-Getreid-Magazin anzulegen die Befuegniss
niemals haben sollen, weil jene sie allezeit mit diesfälliger Nothdurft versehen würden. Hier-
durch sind die Müllnere die Magazinen für die Stadt Prag, die Stände aber davon Meistere
worden. Inwieweit dergleichen Verträge der Aufrechterhaltung des Nährstandes angemessen,
verdienet umsomehr eine reife Ueberlegung, als zuletzt, wenn in einer Stadt, wie es eben jetzo
in Prag beschehen, Mangel an Brod ausbricht, sich daran doch nicht gehalten wird oder
Zeit und Umstände nicht gestatten, dessentwegen rechtliche Verfahrungen abzuführen, und
den Unterhalt der Burgeren bis auf diesfälligen Ausschlag ankommen zu lassen.
In Prag sollen die städtische Becken nicht einmal befugt sein, ihre eigene Körner
vermahlen zu lassen, sondern sie sind verbunden, das Mehl von gewissen Müllern zu nehmen.
In Wien bestehet die Anordnung in einer ganz andern Gestalt. Die Becken därfen kein Mehl
zum allgemeinen oder sog. schwarzen Brod von den Müllern kaufen, sondern diese müssen es
in ein allgemeines Magazin liefern, und aus solchen wird es an die Becken abgegeben. Eine
so sehr verschiedene Behandlung muess natürlich auch eine verschiedene Wirkung hervor-
bringen. Der Gegenstand der Wohlfeilheits-Erreichung verdienet also allerdings, dass genau
erwogen werde, welche Veranlassung von beeden den Vorzug verdiene.
Die Prager Müllnere haben auch seit 5 Jahren das privilegium privativum, dass kein
anderer Burger, mithin noch weniger ein Fremder in Prag Hülsenfrüchte und dergleichen
Zugemüse verkaufen darf. Auf der Kleinseite haben sie 4 Kramläden dazu.
Die Burgerschaft allein hat die Militarbequartirung in Prag oder in natura oder in
Geldbeitrag über sich, und die Naturalbequartirung verfällt meistens auf Verschuldete oder
Waisenhäuser. So wenig zahlreich das Militare in Prag ist, so muss doch dessen Einquar-
tierung aus kaum erwähnten Ursachen der Prager Burgerschaft in universo und singillatim
zur Last fallen. Darneben bekommet auch der arme Burger, der ein Naturalquartier tragen
muss, nicht allemal den Zins dafür. Es heisst, dass erst kürzlich 20.000 fl., die ein Cassierer
restirend geblieben, hinwiederum auf die Burgerschaft repartirt worden wären.
In denen Prager Städten sollen nicht bloss landesfürstliche Burgere, sondern auch
andere, die nicht für derlei angesehen werden, sondern unter denen der Geistlichkeit unter-
zogenen Nebenrechten stehen, sich befinden.
Ueberhaupt wird die Burgerschaft in Prag arbeitsam und nüchtern angegeben; nur
solle es viele Musikanten, alte Studenten und feiernde Handwerksbursche geben, die gar keinen
sicheren Nahrungsstand haben.
Die Menge an Bettelleuten solle gar beträchtlich, und die zu deren Einbringung
bestellte Wache ihnen vielmehr Vorschub geben, als Abbruch thun. Es heisst, das Armen-
Commun-Haus gebe gewissen Armen, die es nicht ernähren kann, einen bleiernen Pfennig
oder Zeichen, um privilegirterweise betteln zu dörfen. Sonsten haben die Arme derlei Zeichen
von den milden Stiftungen just aus gegentheiliger Absicht, und es kann auch wirklich zu
Dotirung der milden Stiftungen nicht aneifern, wenn die Arme nicht versorgt, sondern nur
zum Betteln privilegiret herumgehen gesehen werden. Man will behaupten, dass die wegen
des Betteln aufgestellte Wächter diese Bettel-Erlaubniss-Bestättigungs-Pfennige verkaufen, oder
auch andere, die sich mit ihnen abfinden, ohne derselben betteln gehen lassen.
66*)