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- s. 467: … . . 52.185" . . . . . bei denen Prager Städten 66428 64 die alte Ansässigkeit war 64 . . 4.728°1/64…
- s. 522: … und mit unermüdeten Eifer wachbar ist. Die Hauptgassen in den Prager Städten sind mit Steinen gepflastert und werden auch rein gehalten; nicht…
- s. 522: … für die Nachbarschaft von sich. Zur Pflasterung und Säuberung der Prager Städten ware vorhin zum Theil der Löhnwagenamts-Fond gewidmet; jeder Löhnwagen musste…
- s. 523: … geblieben, hinwiederum auf die Burgerschaft repartirt worden wären. In denen Prager Städten sollen nicht bloss landesfürstliche Burgere, sondern auch andere, die nicht…
Název:
Archiv český, čili, Staré písemné památky české i moravské, sebrané z archivů domácích i cizích. Díl XXIX
Autor:
Kalousek, Josef
Rok vydání:
1913
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
617
Obsah:
- I: Titul
- 1: Edice
- 559: Rejstřík písemností
- 572: Rejstřík jmen vlastních
- 606: Rejstřík věcný
- 615: Opravy
Strana 522
522
D. XXII. Dodavek k řádům selským a instrukcím hospodářským:
den Grund des überkommenen Eigenthum, das bestehende Krankenhaus vermehren, und somit
mehrere Kranke einnehmen zu können.
Warum es so viele arme Inwohnere in Prag gebe, will folgenden Ursachen zugeschrie-
ben werden:
Bei den wenigsten Handwerkszünften oder Innungen ist eine festgesetzte Anzahl auf
die Meisterschaft; ein jeder, der sovielen Geldbetrag, als für das Burgerrecht bestimmet,
erlegen kann, erhält dadurch zugleich das Meisterrecht; und man siehet nicht darauf, ob er
diesen Gelderlag aus eigenen Vermögen zu thun im Stande ist, oder solchen von anderwärts
erborget. Hierdurch erwachsen bei manchem Handwerke so viele Meistere und Professionisten,
dass es fast unmöglich ist, dass alle dabei Nahrung finden können. Es verderbet einer den
andern. Und ein nicht bestehender Burger ist dem Staat zweimal zu Last, weil er sich seines
Vorzugs halber zum Ackerbau zu gut schätzet, seiner Armuth halber hingegen als ein privi-
legirter inländischer Bettler ernähret werden muss.
Die Wollenarbeiter sind sehr übel daran. Sie legen ihren Umsturz der dermaligen
Commercialeinrichtung zu Last. Es ist dieses ein Gegenstand, der mehr Untersuchung
und Einsicht verdienet, weil öfters Einleitungen, die einem und dem andern einzelnen
Unterthan nicht gar zu angenehm, doch dem Allgemeinen erspriesslich und fürträglich
sein können.
Es gibt zwar auch solche Zünfte und Innungen, deren Meistere auf eine gewisse
Anzahl bestimmet; sie äussern sich jedoch, dass sie von darumen sammentlich zuletzt dennoch
in Verfall kommen müssten, weil einige aus ihrem Mittel nach und nach immer verderben,
deren Stellen nicht ersetzet werden dörfen, ohne dass gleichwohlen die auf die ganze Zunft
bestimmte Giebigkeit nach der Verhältniss der gefallenen und abgängigen Mitgliedern durch
den mindesten Nachlass erleichteret würde.
Verbotener Wucher, obwohlen darwider heilsame Gesetze bestehen, solle sehr in
Schwung gehen, und dadurch mancher Edelmann und Kaufmann zu Grunde gehen. Juden und
Müllere sollen noch am ersten Gelegenheit haben, sich ein Vermögen zu sammeln.
Projectanten und Advocaten, heisst es, verdienten mehr, als die übrige auf ein für
die menschliche Geselligkeit abzielende Handtierung sich verwendende Menschen.
Freilich sind dieses nur obenhin im Allgemeinen angebrachte Ausdrücke. Diese
Uebeln selbsten können aber dennoch in grossen Städten ganz leicht überhand nehmen, wenn
nicht eine und unparteiliche Policei-Ordnung dagegene beständig und mit unermüdeten Eifer
wachbar ist.
Die Hauptgassen in den Prager Städten sind mit Steinen gepflastert und werden auch
rein gehalten; nicht aber die Seitengässeln, wo vieler Unrat auf Haufen zusammen geworfen
und fters lange Zeit erliegen gelassen wird, so im Frühjahr sowohl, als bei der Sommers-
hitze übel riechende und der Gesundheit schädliche Ausdünstungen verursachet. Die Juden-
stadt ist gar unsauber und gibt einen fast unerträglichen Gestank für sich selbsten und für
die Nachbarschaft von sich. Zur Pflasterung und Säuberung der Prager Städten ware vorhin
zum Theil der Löhnwagenamts-Fond gewidmet; jeder Löhnwagen musste täglich 10 kr. ent-
richten; jede Stadt bekame hievon jährlich einen Betrag von 600 fl. Die Policeiverwaltung
solle dieses Adminiculum nun schon seit 6 Jahren an sich gezogen, und den Betrag auf Ver-
zinsung ausgelegt haben. Es heisst aber, einige dieser Capitalien sollen schon verloren und
nicht mehr einbringlich sein. Es ist zwar zu diesem Endzweck inzwischen wiederum eine neue