z 46 stránek
Titel
Ia
Ib
Praefatio
I
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IX
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XI
XII
Editio
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Index locorum
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Název:
Ein Bernaregister des Pilsner Kreises vom Jahre 1379
Autor:
Emler, Josef
Rok vydání:
1876
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
46
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XIV+32
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Praefatio
- 1: Editio
- 29: Index locorum
Strana XI
XIII
betrifft den Pilsner Kreis und gehörte dem Herzoge Heinrich von Brieg, der damals einer
der Kollektoren in diesem Kreise war.
Das Register ist jezt Eigenthum des Prager Domkapitels. Vor mehreren Jahren
bekam es Herr Regierungsrath Ritter von Höfler in die Hände und forderte mich auf
dasselbe zu veröffentlichen. Da ich damals mit anderen Arbeiten überhäuft war, so vertagte
ich die Ausführung dieser Arbeit; aber später war die Handschrift nicht zu finden, und erst
bei der Übersiedelung der Bibliothek in das jetzige ihrer würdige Lokale und beim Ordnen
der Bibliothek durch den unermüdlichen und um die heimische Geschichtsforschung verdienst-
vollen Hr. Canonicus Frind kam sie wieder zum Vorschein, so dass es mir nun möglich war
die vor einem Decennium gefasste Absicht zu verwirklichen.
Das Bernaregister des Pilsner Kreises vom J. 1379 ist eine Papierhandschrift, die
jetzt 42 Blätter in Kleinfolio zählt, früher jedoch deren 46 hatte. Sie waren in 3 Lagen getheilt,
von denen die erste 16, die zweite 14 und die dritte auch 16 Blätter hatte. Die ersten zwei
Lagen sind bis jetzt ganz erhalten, von der dritten Lage fehlt nun das 9. und 14—16 Blatt,
die ausgeschnitten wurden, aber unbeschrieben waren. Die obere Hälfte der ersten Seite des
ersten Blattes füllt die Bemerkung über die Ausschreibung der Berna, die Namen der Kollek-
toren, sowie die Notiz, dass das Buch dem Herzog Heinrich von Brieg gehörte, aus; vom
zweiten Blatte an finden die eigentlichen Aufzeichnungen über die Berna statt, die in der
Handschrift in zwei Spalten auf jeder Seite fortlaufen. Die Aufzeichnung geschah nach den
4 Sessionen, in welche der Pilsner Kreis zerfiel (Pilsen, Klattau, Taus, Mies), und zwar so,
dass vor die eigentlichen Aufzeichnungen über die Berna ein Namensverzeichniss der Ort-
schaften und Güter, die in dem eigentlichen Texte über die Berna vorkommen, vorangestellt
ist. Das Namensverzeichniss ist mit der fortlaufenden Zahlenreihe versehen, die sich auch
vor den betreffenden Ortschaften des Textes vorfindet. Doch stimmen dieselben nicht überein,
sondern variren bisweilen um eine bis 3 Einheiten und in der Tauser und Mieser Session
sind mehrere Ortschaften eingetragen, die in dem vorangestellten Namensverzeichniss nicht
vorkommen.
Vergleichen wir das uns erhaltene Bernaregister mit den Vorschriften, die uns über
die Führung dieser Register bekannt sind, so können wir keineswegs mit der Anlage desselben
zufrieden sein. Es enthält wol die Namen vieler Ortschaften des damaligen Pilsner Kreises,
zumeist auch die Namen der Besitzer derselben; aber sowol die Aufzählung der Ortschaften
als auch der Besitzer in den einzelnen Ortschaften ist nicht vollständig. Man muss also
annehmen, dass viele derselben die Berna nicht bezahlten oder dass das Register nachlässig
geführt, oder dass es bloss ein für den Herzog von Brieg angelegtes Nebenregister ist. Zu
diesem Schlusse führt uns auch der Umstand, dass obgleich die Instruktion für dle Berna-
kollektoren die Vorschrift enthielt, dass sie alle Tage, bevor sie die Einkassirung der Berna
unterbrechen, das eingegangene Geld abzählen und in das Bernaregister eines jeden Notars
eintragen lassen, etwas Ahnliches in unserem Register nicht vorkommt. Ubrigens scheint der
Schreiber selbst keine in seinem Fache besonders bewanderte Persönlichkeit gewesen zu sein,
wie es die zahlreichen Inkonsequenzen und Schreibfehler des Registers darthun.
Trotzdem hat das Register eine nicht zu unterschätzende Wichtigkeit, und zwar in
mehrfacher Beziehung. — Die Eintheilung des Landes in politischer Beziehung fiel mit der