z 46 stránek
Titel
Ia
Ib
Praefatio
I
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VII
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IX
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XI
XII
Editio
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Index locorum
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Název:
Ein Bernaregister des Pilsner Kreises vom Jahre 1379
Autor:
Emler, Josef
Rok vydání:
1876
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
46
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XIV+32
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Praefatio
- 1: Editio
- 29: Index locorum
Strana IX
XI
Personen, die es versäumten, die Berna zu bezahlen, wurden dazu gezwungen durch
Auferlegung von Pönalgeldern oder durch Beschlagnahme und Verpfändung ihrer Güter selbst
an Juden. Auch wurden die Säumigen durch die Knechte der Kollektoren gemahnt die Berna
rechtzeitig zu erlegen.
Obgleich die Höhe der Berna hinlänglich bekannt war, so fanden doch durch die
Kollektoren bei Einhebung derselben verschiedene Übergriffe und Bedrückungen statt. So
beklagt sich Štítný darüber, dass die Kollektoren den fünften ja sogar den vierten Groschen
als Löschgeld forderten, obgleich ihnen, wie oben angeführt worden, nur der zehute Groschen
gehörte. Ja er sagt, dass sie sogar statt der alten Bernaregister andere mit höheren Ansätzen
verfertigen liessen, den Leuten dieselben vorzeigten, das Geld nach diesen neuangelegten
Registern von den Leuten erhoben, dem Könige jedoch nach den alten Registern dasselbe
abgeführt haben. 10)
So war es beschaffen mit dem Bernawesen zur Zeit des Königs Wenzel IV. auf den
Gütern des Adels, der Freibauern (dědinníci) und wie es scheint der weltlichen Geistlichkeit;
das Steuerwesen der königlichen Städte und des Regularklerus scheint anders normirt gewesen
zu sein. Denn diese Corporationen, die damals als zur königlichen Kammer gehörig ange-
sehen wurden, waren mehr belastet: wenigstens ist soviel gewiss, dass die königlichen Städte
und die sogenannten königlichen Klöster jährlich eine Steuer in die königliche Kammer ab-
führten, die auch bloss Summa oder census regalis genannt wurde, deren Höhe sich nach
den Besitzverhältnissen der Klöster oder der Zahl der einer jeden Stadt zugewiesenen Anzahl
von Huben gerichtet haben mag. 11) Die k. Städte und die königlichen Klöster scheinen die
Berna generalis direkt in die königl. Kammer abgeführt zu haben. Dies schliessen wir aus
dem Umstande, dass in dem Bernaregister des Pilsner Kreises vom Jahre 1379 keine einzige
königliche Stadt und kein einziges der zahlreichen Klöster genannt wird. Uberdies unterstützt
10) Berci také v tom hřešie, že ač úkoly berú rovně, ale zámazné berú těžce: jako této berně pro
Bramburskú zemi pátý a druhdy čtvrtý groš zámazného jako úkola a písařóm zvláště. To sem psal
o bercích, do nichž jsem nevěděl tak velikého jich zlosynstva; ale této berně to sem vzvěděl, ještoj
mne nikdy nepotýkalo jindy, že berú berci po jedněch knihách, sami sobě učinivše, na sprostných
vyhrožujíc viece nežli jich jest úkol pravý, a ukáží ty knihy řkúc: „Hledej, čti sám, žeť jest tolik
úkola tvého; co mluvíš protiv knihám. A sami sobě napsavše knihy ty, aby takú lstí mohli sobě
přidřieti a s jiných kněh královi vydadie počet, ještoj na nich úkol pravý. I vzklenú sprostí lidé
krále, žej těžší berni než jindy kázal bráti a král o tom niče nevie.“ (Štítný: O obecných věcech
křesťanských. Vyd. K. J. Erben. Str. 156 a 157.)
Die Klöster Chotieschau und die Johanniter auf der Kleinseite in Prag zahlten jährlich je 330 Schock;
Brzewnow und Kladrau je 300 Sch.; Nepomuk 270 Schock; Sedletz und Mühlhausen je 240 Schock;
St. Georg auf dem Hradschin 220 Sch.; St. Benedikt in Prag (Deutscher Ritterorden), Opatowitz,
Goldenkron, Tepl, Plass je 200 Sch.; Wilimow 180 Sch.; Postelberg 170 Sch.; Königsaal, Ostrow je
160 Sch.; Kreuzherren mit dem rothen Stern in Prag und Doxan je 130 Sch.; Münchengrätz und
Zderaz in der Neustadt Prag je 120 Sch.; Strahof, St. Prokop und Osek je 100 Sch.; Teplitz und
Launowitz je 80 Sch.; Podlažitz und Selau je 60 Sch. und Skalitz 20 Sch.
Die jährliche Summa integra berna regalis der Städte war folgende: Czaslau zahlte jährlich
220 Sch.; Pilsen, Budweis und Leitmeritz je 200 Sch.; Pisek 175 Sch.; Kolin und Kaurzim je
160 Sch.; Schlan, Kaaden und Brüx je 150 Sch.; Nimburg, Laun, Saaz und Mies je 140 Sch.;
Tachau 120 Sch.; Aussig an der Elbe 100 Sch.; die Prager Kleinseite 90 Sch.; Beraun 88 Sch.;
Taus und Schüttenhofen je 80 Sch. und Wodňan 30 Sch. Die Alt- und Neustadt von Prag sind in
dem Verzeichnisse nicht angegeben.
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