z 302 stránek
Titel
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Einleitung
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Rossenbergische Cronica
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Edice
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Berichtigungen
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Název:
Norbert Heermann’s Rosenberg’sche Chronik
Autor:
Klimesch, Johann Matthäus
Rok vydání:
1897
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
302
Obsah:
- 1: Titel
- 3: Einleitung
- 16: Rossenbergische Cronica
- 20: Edice
- 264: Register
- 300: Berichtigungen
Strana 98
98
Von dem Ulrich von Rosenberg
Artikeln verwilligt, hat er sonderlich bei dem behmischen Volk auf seinen
Herrschafften geordnet, auf daß daß Wort Gotteß gebredigt werde in der
Rainigkait vnndt gerecht, auch die Niessung deß Sacrament deß Altarß
vnndter baiderlei Gestallt allen geraicht werde; dahero nit ainmall vndter
dem Volk das Disputieren, Zanken vndt Feindtseligkaiten, ia auch Rauf-
hendel endtstanden seindt.
Wie dessen Exempel in Wesseli geschah, alß mit dem Pfarern
dasselbsten auf Befellich deß Herrn in der Khierchen verkindigt, wie auch
mit Mikulanden Richter angedeutet wardt, daß der Leib vnndt Blueth
Cristi den glaubigen Crissten in beder Gestalt sollte gegeben werden, daß
der Herr solcheß mit Leib vnndt Guet deffendieren vnndt verandtworten
wil. Nach zwaien Tagen kam zum Mikulando Richter aine Adlsperson
nahmenß Liepaldt mit etlichen der Seinigen; hat auch sich betrofen, daß
zue dem Richter der Wesseler Pfarer mit ainem anderen Pfaffen vnndter
sie kommen waren, vnndt hebten an zue disputieren mit ainander wegen
der Embfahung deß hochwurdigen Sacraments. Hierauf der Lipoldt die
Pfarer mit allen ihren Gemainen fur Kheczer gescholten. Der Pfarer ver-
andtwartet es, daß sie kaine Kheczer seien. Nach diesem der Lipoldt den
Pfaffen beim Grundt erdapt vnndt seiner gniege geschlagen, die anderen
des Lipolden Gehülffen zuer Wehr gegrieffen vnndt die Pfaffen todten
wollten. Die Burger seindt zuesamen geloffen vndt haben die Pfaffen ge-
wehrt. Darnach haben sie vor dem Herrn drumben zue thun gehabt, vndt
dieweil dieß in dem Richterhauß geschehen, der Richter solches wol ver-
wehren konnen, ist er von dem Herrn bestrafft worden. Dahero nit woll
sicher, in den Schengheusern der Religion halber zue disputieren; dan
offt erwachsen darauß Schleg vndt Rauffhandl.
Obwoll der Herr von Rosenberg dennen Artikeln etwaß Lufft
gegeben, so hat er doch alß von dem apostolischen Stuel vermahnter,
die abczuewehren, dauon abgelassen vnndt nachmallen dieselben nit beliebet,
sondern bey hochster Mögligkait die römische deffendiert vnndt verthaidigt,
der Prager vndt Taboriter Pfaffen Lehr aber sich gewiederigt vnndt zue-
nichtig gemacht. Dahero der Littauer Fürsst Zigmundt, [pag. 84] mit
seinem Zuenahmen Coribut, den Herrn mit volgendem offenen Brieff ver-
mahnet:
„Sigismundus, von Gottes Gnaden Littauer Furst, von dem aller-
durchleuchtigisten Furssten vnndt Herrn Herrn Alexandro, sonsten Wi-
tolden, gotlicher Gnaden Lüttauer Fursten, Erforderter, zum Schucz vnndt
Erledigung gotlichen Testaments vndt zue befriedigen vndt zue ordnen das
Landt Behmen Gegebener vnndt von dem Herren-, Rütter- vndt Adlstandt,
sowoll den Prager Herrn vnndt anderen Stetten, ingemain allen dennen
dem gotlichen Testament Zuegethanen völlig vnndt sonder Verwürrung in
Ainhöligkait Angenommener. Dem wolgebornen Herrn Vlrich von Rosen-
berg endtbieten wier vnsere Gunst, Lieb vndt alleß Gueteß, begehrendt,
daß er sich dem gotlichen Testament nit mehr wiedersecze, Gottes
Warhait mit der Schrifft clar beczeügte nit wiederspreche vnndt die nit
beenge, vnsers Herrn Vetters, deß grossen obbesagten Fursten, Landter
nit verderbe, sondern daß er selbst personlich, oder aber ainen Geuol-
mechtigkten diese kunfftige Pfingsten vn3 auff Prag gebe vnndt sende,