z 302 stránek
Titel
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Einleitung
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Rossenbergische Cronica
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Edice
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Berichtigungen
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- s. 103: … fiel mit dem 16. April zusammen. Dass die Einäscherung des Stiftes Hohenfurt durch die Taboriten nicht am Sonntage Exaudi (4. Juni) 1424,…
- s. 164: … theil gewordenen Entschädigung ist mir nichts bekannt. Hinsichtlich der dem Stifte Hohenfurt zutheil gewordenen Entschädigung ziehe man die Ur- kunde vom 1.…
Název:
Norbert Heermann’s Rosenberg’sche Chronik
Autor:
Klimesch, Johann Matthäus
Rok vydání:
1897
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
302
Obsah:
- 1: Titel
- 3: Einleitung
- 16: Rossenbergische Cronica
- 20: Edice
- 264: Register
- 300: Berichtigungen
Strana 103
1422—1433.
103
die Husyten mit den Taboritern an Wittingaw ihr Heil versuecht, vndt
anno 1424, dominica Exaudj brendten sie ab das Closster Hohenfuhrt,
daß Statl vndt Margt Priedal vndt der (sic) Sicz Straschicz. 92)
Anno domini 1433 daß Kriegsher der Waisen mit ihrem Haubt-
man Joann Tschapko von Saan, Buschko von Smolotel, Pfleger, alß sie
[pag. 88] durch die Rosenbergerische Wittingauer Herrschafft zugen,
machten nit wenig Schäden, insonderhait sie die Teücht abgraben vndt
abgefischt. Vndt alß sie kamen biß auf Weleschin, aine Maill von Cromaw,
sandte an sie der Herr von Rosenberg, sie solten ihme sicher Gleid
schiken, daß er gern mit ihnen zuesamben kommen vndt freundtlich mit
ihnen tractieren wolte. Die Waisen haben dem Herrn ain genuegsames
schrifftliches sicher Glaidt geschigt den Ertag vor Mitterfassten, daß er
in 100 Pferten zue ihnen auf Weleschin kommen, mit ihnen tractieren
vndt auch von dannen wieder ohne Schaden schaiden möge.93)
Alß nun der Herr auf bestimbten Tag vndter das Gesindl kommen,
verglieche er sich mit ihnen, massen deß Herrn hier volgendte Verschrei-
bung in sich begreiffet, in diesen Worten:
„Wier Vlrich von Rosenberg bekennen hie mit diesem Brief jeder-
man, die ihn sehen oder ablesendt anheren werden, daß den Mitwoch vor
Mitfassten auf Weleschin wier mit dennen Edlen Buschko von Smolotel,
Pflegern, mit Jeniken von Maczkow vnndt mit anderen Eltissten der
Waisen Kriegshers ain solchen Vertrag gemacht haben, da3 sie vnnß vndt
vnsere Leidt nit sollen verderben, wie auch alle vnsere vnndt vnserer
Edleuth vndt Diener Teuchte sollen bei gueter Rhue verbleiben, vnab-
gegraben, weder anderer kainer Gestalt angetasster, von diesem Georgi
Tag an biß ain Jar lang. Daruor wier dem Edlen Czape von Saan alß
obrissten Regenten der Waisen Kriegshers oder aber, da er endtzwischen
mit Todt abgieng, welcher selbiger Zeit fur obrissten Regenten gedachten
Kriegshers der Waisen sein wurde, sollen geben 400 f� gr. Prager
Wehrung, oder mit gueter Geltmüncz in selbiger Wehrung, LX gr. fur
ain ſP geraitet, wie in diesem Landt braichig, oder aber mit vngerischen
Gulden, jeden per 26 gr. gerait, die bey dem Herrn Niclaß von Landt-
stain, sonsten von Strzella, oder bey seinen Brüedern auf Strschella zue
Handten obbesagten Herrn Tschapko Haubtmans, Buschko Pflegern vnndt
Eltissten der Waisen Kriegshers auf den Tag St. Martini negst herrukenden
92) Der Sonntag Quasimodogeniti des Jahres 1423 fiel mit dem 16. April
zusammen. Dass die Einäscherung des Stiftes Hohenfurt durch die Taboriten
nicht am Sonntage Exaudi (4. Juni) 1424, sondern schon vor dem Jahre 1423
stattgefunden, ersieht man aus der Popravčí kniha panův z Rožmberka (ed. Mareš),
S. 47. Tomek (Žižka, S. 142) versetzt übereinstimmend mit Březan (Časopis mus-
w Čechách, 1828, IV. S. 57) diese Einäscherung auf den 24. Mai 1422. Selbstver-
ständlich fand die Zerstörung von Priethal und Straschitz nicht an demselben
Tage statt.
93) Der Geleitsbrief Buzeks von Smolotil, Amtmannes der Orphaniten, für
Ulrich von Rosenberg (ddto. 17. März 1433) ist gegenwärtig im Schwarzenberg-
schen Archive zu Wittingau aufbewahrt ; ein Regest davon befindet sich im Archiv
český, III. S. 506.