z 309 stránek
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Anhang I
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Anhang II
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Personen-Ortsnamenverzeichnis
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Název:
Das älteste böhmisch Kamnitzer Stadtbuch
Autor:
Horcicka, Adalbert
Rok vydání:
1915
Místo vydání:
Praha
Počet stran celkem:
309
Obsah:
- Ia: Titel
- Id: Inhalt
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 158: Anhang I
- 222: Anhang II
- 259: Personen-Ortsnamenverzeichnis
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Stadtbüchern sowie zu einer sorgfältigen inhaltlichen Abgren-
zung aller ihrer Arten gegeben und Rehme3) hat neuer
dings in einem Vortrage eindringlich die Bedeutung der Stadt-
bücher als Geschichtsquelle insbes. vom rechtshistorischen Stand-
punkte dargelegt.
Unter den Gebieten, welche Quellen für die Geschichte
der Verbücherung liefern, kommt Böhmen hervorragend in Be-
tracht. Hiefür wirkten zwei Gründe zusammen. In Böhmen
hat das Landrecht frühzeitig zur Entstehung der Landtafel und
mit ihr zu einer entwickelten Ausgestaltung der Verbücherung
der Rechte an Liegenschaften geführt; andererseits steht ein
großer Teil des Stadtrechtes Böhmens in engem Zusammen-
hange mit dem sächsischen Rechte. Daher war wie in den Ge-
bieten des sächsischen Rechtes auch in Böhmen das Gerichts-
zeugnis von besonderer Bedeutung und hiemit auch die Grund-
lage für eine stärkere Entwicklung des Stadtbuchwesens gegeben.
Eine wissenschaftliche Beachtung der Stadtbücher Böhmens
setzt in dem Zeitpunkte ein, da man sich mit der Geschichte
des Stadtrechtes Böhmens überhaupt zu beschäftigen begann.
Wie in vielen anderen Beziehungen müssen wir auch betreffs
der rechtsgeschichtlichen Beachtung der Stadtbücher in Böh-
men den Namen Franz Rösslers an die Spitze stellen. In
seinen deutschen Rechtsdenkmälern aus Böhmen und Mähren
(1845) verwertete er die Eintragungen des ästesten uns er
haltenen Stadtbuches der Altsiadt Prag von 1310 zu einem
Bilde des Rechtslebens im mittelalterlichen Prag. Kurz zuvor
hatte Tomek dieses Stadtbuch beschrieben und den Inhalt in
seiner Geschichte der Stadt Prag benützt u. zw. vor allem in
jenen Kapiteln, welche sich mit dem bürgerlichen Leben der
Altstadt Prag beschäftigen. Dieses älteste aus Böhmen uns er-
haltene Stadtbuch, der liber vetustissimus statutorum et aliarum
rerum memorabilium war allerdings kein Gerichtsbuch sondern
vor allen Dingen ein Statutenbuch. Eintragungen in Sachen
städtischer Rechtssprechung und freiwilliger Gerichtsbarkeit sind
uns erst aus späterer Zeit (1345) erhalten.
1) Über Stadtbücher als Geschichtsquelle (1913).