z 166 stránek
Titul
Ia
Ib
Úvod
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
Edice
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
Seznam listin a zápisů
142
143
Věcný rejstřík
144
145
Jmenný rejstřík
146
147
148
149
150
151
152
153
Opravy
154
Název:
Listiny a zápisy Bělské o věcech městských i sedlských z let 1345-1708
Autor:
Kalousek, Josef
Rok vydání:
1889
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
154
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Úvod
- 1: Edice
- 142: Seznam listin a zápisů
- 144: Věcný rejstřík
- 146: Jmenný rejstřík
- 154: Opravy
Strana 117
z roku 1683.
117
hierwider die vorige Herrschaft gar nichts movirt, sondern uns zue der Participation eines
Drittels unverweigerlich gelassen, hierwider dieselbe nit das Geringste jemalen difficultirt.
Allein unser gegenwärtige Herrschaft uns dieses Mittels entsetzet und widerrechtlich privirt.
4. Mit dem freien Salzschank ist die Gemeinde bis auf gegenwärtiger Herrschaft
Entsetzung in ruhigen Gebrauch gewesen, nemblich: Es haben beeder Herrschaft Weiss- und
Hünnerwasser Unterthanen bei hoher Straf das Salz von der Gemeinen Stadt Salzhaus nehmen,
herentgegen die Stadt einen gewissen Zins der Herrschaft entrichten müssen. Unter der Be-
herrschung des Markgrafen von Carretto hat die Gemeinde die Freiheit gehabt, ihrem ei-
genem Gefallen noch Salz, wann es nur ein kaiserliches Salz gewesen, zue nehmen. Anjetzo
aber dringt uns und die Unterthanen die Herrschaft Salz in hohen Preis anzunehmen, wormit uns
der bishero hieraus gehobene Nutzen nit allein entgehet, sondern auch der Gemeinde ein grossen
Schaden, weilen selbe in Ertragung der unvermeidlichen onerum geschwächt wird, zuewachset.
5. Die bei der Stadt Weisswasser ausgesetzte Gasthöf, und neben denen selben
noch andere Handwerksleut deswegen zu Grund gehen müssen, in Erwägung man denen
Gasthöfen neben jedem Fass Bier zwei Pinth Branntwein zuedringen wollen, und ein neuer
Gasthof unter der Stadt, allwo vorhin nur ein Schankhaus gewesen, dann ein halb Meil Wegs
von der Stadt auf der Herrschaft Hirschberg an einer starken Landstrassen ein ganz neues
Wirthshaus aufgebauet, allwo auch unterschiedliche Handwerksleut befördert werden wollen.
Ein Schankhaus in ein Gasthof zu verenden [sic] druckt uns, dass die Herrschaft unseren
Privilegien A. zuewider, in dero Ansehung ein Meil Wegs umb die Stadt kein neues Wirths-
haus aufzuebauen nit befuegt, in Erwägung alle Neuerung und schädlichen Extendirung der
onerum verboten, sondern alles in statu quo verbleiben nothwendig muess. Den auf der Herr-
schaft Hirschberg ganz neu erbauten Wirthhaus betreffend, ist aus denen Privilegien A. klar,
dass solches ganz unbefuegter Weis geschehen, zumalen alle Einkehr und Zufuhr, welche
doch zu Aufnehmung der Stadt Weisswasser in denen Privilegien A. vorgesehen, unserer Ge-
meinde benommen und abgeschnitten wird, die Handwerksleut anbei an diesem Ort zue be-
fördern und untersassig zue machen, geschieht solches unseres Bedunkens deswegen wider-
rechtlich, in Erwägung die allermehrste Nahrung einer Stadt notorie in denen Handwerks-
leuten bestehet, dass also durch Hegung auf denen Herrschafts-Gründen der unterthänigen
Handwerkern die Städt, allermassen in dem Königreich Böhaimb observirt wird, nothwendig
in das Verderben gerathen und zue Grund gehen müssen.
6. In die Wildjagung seind wir unter der Beherrschung der Marggrafen von
Carretto einen Jahr drei oder viermal gebraucht worden; unter gegenwärtiger Herrschaft aber
wird die arme Burgerschaft sowohl in denen Feier-, Sonn- und Werktagen hart und oft ge-
blagt, auch zue Zeiten uber acht Tag unaussetzlich angehalten, bisweilen sogar aus der
Kirchen hierzue gefordert; woraus nun die ohnedas schwer erschwingliche Nahrung höchst
geschwächt werden muss.
7. Bei Erntzeit haben die Burger, so keinen Zueg gehabt, einen Tag geschnitten,
andere mit ihren Zueg ein gewisse Anzahl Treids, auf Ansprechen der Herrschaft, jedoch
gegen ein gewissen Entgeld, in der Herrschafts Scheuern eingeführet; welches aber derzeit
vor eine widerrechtliche Schuldigkeit angezogen werden will; in Erwägung die Städt, wann